Monday 27. June 2016
14. June 2013

Hochwasser: Caritas steht Opfern weiterhin bei

Caritas-Präsident Küberl zeigt sich bei einem Lokalaugenschein betroffen vom Ausmaß der Katastrophe und beeindruckt von "unendlich großer Hilfsbereitschaft".

Die Caritas unterstützt Hochwasseropfer mit finanzieller Soforthilfe, mit Beratung und dem "langen Atem des Mitgefühls, der bis nach der Rückkehr in den Lebensalltag der Menschen reicht". Das versicherte Caritas-Präsident Franz Küberl, der sich am Donnerstagnachmittag in besonders betroffenen Gemeinden in Niederösterreich und Oberösterreich ein Bild von der Lage machte und den Opfern die Solidarität der Caritas zusicherte. "Die Caritas bleibt bei den Menschen, auch wenn die Scheinwerfer der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Katastrophe gerichtet sein werden." Das Ausmaß der Schäden sei enorm, "oft sind die wahren Dramen erst auf den zweiten Blick sichtbar", so Küberl gegenüber "Kathpress".

 

Betroffen zeigte sich der Caritaspräsident u.a. von der Situation im niederösterreichischen Marbach und im oberösterreichischen Eferding. "Oft liegen mehrere 1.000 Kubikmeter Schlamm auf einem einzigen Grundstück hinter einem Haus. Viele Menschen sind verzweifelt, fragen sich, wie diese Massen je weggeräumt werden können, und kämpfen mit der Mobilisierung ihrer eigenen Kräfte für den Wiederaufbau", so Küberl.

 

Beeindruckt sei er von der "unendlich großen Hilfsbereitschaft", einerseits von Einsatzkräften wie Feuerwehr, Rotem Kreuz und Bundesheer, andererseits von Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten: "Es ist - im besten Sinne des Wortes - überwältigend zu erfahren, wie groß die Solidarität unter einzelnen Privatpersonen ist."

 


 

 


 

Die Menschen nicht alleine zu lassen sichert der Caritas-Präsident den Flutopfern zu: "Die Caritas ist die Hilfsorganisation der zweiten Hälfte der ersten Stunde der Hochwasserkatastrophe, weil wir eigentlich auf den Plan treten, wenn die Katastrophenkräfte unmittelbar nach der Flut abgetreten sind und die eigentliche Dimension der Not und Zerstörung sukzessive zum Vorschein kommt", sagte Küberl. Es gehe zunächst um finanzielle Soforthilfe für die besonders Betroffnen, denn was viele am dringendsten bräuchten, sei das "materielle Teilen und damit finanzielle Ressourcen, damit das Zerstörte wieder so weit instandgesetzt werden kann, dass eine allmähliche Rückkehr in ein normales Leben möglich wird", so der Caritas-Präsident.

 

"Die Caritas bleibt bei den Menschen, auch wenn die Scheinwerfer der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Katastrophe gerichtet sein werden."

 

Die Caritas fokussiere ihre Hilfe aber nicht nur auf finanzielle Zuwendungen, wofür auch die Mittel der Haussammlung aufgewendet werden. Caritas-Mitarbeiter seien auch beratend für die Menschen da, wenn es darum gehe, die oft komplizierte Antragsstellung für die ORF-Hochwasserhilfe und den Katastrophenfonds zu bewältigen. "So wichtig die finanzielle Soforthilfe ist, aber Geld ersetzt das Gespür nicht. Die Caritas-Leute weben mit ihren Hausbesuchen einen Teppich der Mitmenschlichkeit, indem sie ein offenes Herz, ein offenes Ohr für die Menschen haben", so Küberl. In dieser "fundamentalen Dramatik des Lebens" in ihrer existenziellen Dimension brauche es Momente des Zuhörens, des Zugehens auf die Menschen: "Auch hier wird die Verteilungskapazität der Caritas auf ihrer mitmenschlichen Ebene deutlich".

 

Kein "Florianiprinzip" bei Hochwasserschutz

 

Küberl fordert nun, dass finanzielle Mittel aus dem Katastrophenfonds "rasch und qualitätsvoll" zur Verfügung gestellt werden. "Die Notwendigkeit von Prüfvorgängen ist mir freilich bewusst. Dennoch halte ich es für zu lange, wenn ein gutes Jahr vergehen würde, bis die Gelder die Menschen tatsächlich erreichen." Was den Vorsorgeschutz gegen Hochwasser betrifft, plädiert der Caritas-Präsident für eine ganzheitliche Sichtweise, die die "Auswirkungen der einzelnen Schutzmaßnahmen aufeinander berücksichtigt. Hochwasserschutz nach dem 'Florianiprinzip' wäre der falsche Schritt".

 

Quelle: Kathpress

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Marsch für Jesus 2016
Bischfskonferenz
Sommervollversammlung 2016
Lange Nacht der Kirchen
2016
Medien|Kultur|Politik
Kardinal lud zu Sommerempfang
Bischofskonferenz
Frühjahrsvollversammlung 2016
Videos zurück #weiter#
image
"Uns fehlt der Mut"
Kilian Kleinschmidt im Gespräch
image
Gebetsmeinungen Juni 2016
Papst Franziskus
image
Kurz erklärt: Fronleichnam
image
Was ist der Heilige Geist?
image
Pfingsten
Geburtstag der Kirche
Audio zurück #weiter#
Kardinal Schönborn
Bischofskonferenz 2016
Nach der Wahl
Aufruf von Kardinal Schönborn
Literatur & Religion
Poetikdozentur an der Uni Wien
Silvesteransprache
Kardinal Schönborn
Weihnachten
Mit Metropolit Arsenios
Tipps zurück #weiter#
Radiogottesdienst
So., 26. Juni | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 26. Juni | 12:30 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 19. Juni | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 19. Juni | 12:30 | ORF 2
Orientierung
So., 12. Juni | 12:30 | ORF 2
Woanders zurück #weiter#
Juni 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Mai 2016
Die katholisch.at-Presseschau
April 2016
Die katholisch.at-Presseschau
März 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Februar 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Ulrike Hofstetter | 16.06.2016

Heute Teilzeit, morgen arm? Muss das so sein?

Schlagzeile im ORF: Teilzeit seit 1994 verdoppelt. Die meisten...
Georg Plank | 01.06.2016

Heiliger Geist im Kernbüro

"Es ist nicht so, dass du in dieses Büro kommst und plötzlich vom Heiligen...
Paul Wuthe | 11.05.2016

„Amoris Laetitia“ – lesen und leben

„Was will Papst Franziskus mit seinem neuen Familiendokument von der Kirche?“...
Kalender
27.06.2016 | 09:00 | St. Georgen am Lä...
Kraftfeld Team
Wenn die Zusammenarbeit gelingt, strahlt ein Team Kraft und Energie aus. Von Teams erwartet man... mehr »
27.06.2016 | 09:00 | Klagenfurt
Nähcafe
Du nähst gerne aber findest wenig Zeit dazu? Du willst deine Nähfertigkeiten verbessern und... mehr »
27.06.2016 | 17:30 | Graz
Bibel teilen: Montag um halb sechs
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2016 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: