Montag 27. Februar 2017
03. Juli 2013

Stift begrüßt Urteil gegen Ex-Mönch

Zwölf Jahre Haft für Sexual- und Gewaltdelikte - Stift: "Opfern wird auf diese Weise ein Stück Gerechtigkeit zuteil"

Ein 79-jähriger ehemaliger Pater des Stiftes Kremsmünster ist am Mittwoch wegen Missbrauch im Landesgericht Steyr zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Stift hat das Urteil in ein er Stellungnahme gegenüber "Kathpress" begrüßt. Dem ehemaligen Ordensgeistlichen, der mittlerweile in den Laienstand zurückversetzt ist, wurde eine Reihe von Delikten angelastet, darunter sexueller Missbrauch sowie andere Sexual- und Gewaltdelikte. Nach Ermittlungen in anfangs 39 Fällen sprach die Staatsanwaltschaft nun von 24 Opfern, davon 15 von sexuellen Handlungen.

Der am Mittwoch im Landesgericht Steyr beendete Prozess fand aus Rücksicht für die Opfer großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Angeklagte hatte zwar ein Geständnis abgelegt und sich bei den Opfern entschuldigt, deren Anwälte vermissten aber Reue. Der Verteidiger hatte einen Freispruch verlangt, weil die Taten verjährt seien. Er meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Das Urteil des Schöffensenats ist somit noch nicht rechtskräftig.

 

Stift: Opfern wird Gerechtigkeit zuteil

 

Das Stift Kremsmünster, dem der frühere Geistliche einst angehörte, hat den Prozess am Mittwoch begrüßt. "Es ist gut, dass das Gerichtsverfahren jetzt abgeschlossen ist. Dadurch hat sich der Beschuldigte der Verantwortung gestellt. Den Opfern wird auf diese Weise ein Stück Gerechtigkeit zuteil", betonte Abt Ambros Ebhart in einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress". Zugleich versicherte er, die Ordensgemeinschaft sei "sehr betroffen, dass die Vorfälle stattgefunden haben".

 

Das Stift hatte bereits bei der Ankündigung des Gerichtsverfahrens im April dieses Jahres eine Anklage gegen den ehemaligen Mitbruder und Internatsleiter begrüßt. Man habe selbst seit dem Bekanntwerden einzelner Vorwürfe im Jahr 2010 jene Opfer, die sich meldeten, an die zuständigen offiziellen kirchlichen und staatlichen Stellen verwiesen, weiters "sofort personelle Konsequenzen gezogen" und auch die Aufarbeitung aktiv unterstützt, so das Benediktinerstift damals.

 

Bisher hat die Abtei den Opfern über die "Klasnic-Kommission" 700.000 Euro an Entschädigung zugesprochen, davon 200.000 Euro an Therapiekosten. 38 Betroffenen haben sich bisher bei der Klasnic-Kommission gemeldet. Um sämtliche Vorwürfe von Missbrauch und Gewalt seit 1945 aufzuarbeiten, sei im Jänner 2013 das wissenschaftliche Institut IPP in München beauftragt worden, wies Abt Ambros hin.

 

Das IPP hatte anlässlich des Prozessbeginns einen Aufruf an die Betroffenen gestartet, sich beim Institut zu melden, auch wenn sie dies bereits zuvor beim Stift, der Klasnic-Kommission, der Staatsanwaltschaft oder der Ombudsstelle einer Diözese getan hätten. Ein Abgleich der eingegangenen Meldungen sei aufgrund von Datenschutzbestimmungen nur sehr eingeschränkt möglich.

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Pressekonferenz Biko 2016
Schönborn & Bünker
Herbstvollversammlung 2016
Bischofskonferenz
Videos zurück #weiter#
image
P. Nikodemus Schnabel OSB
Vortrag 2017
image
Bistum Osnabrück second
Botschaft an Präsident Trump
image
Papst Franziskus
Super Bowl 2017
image
Papst: Gebetsmeinungen
Februar 2017
image
70 Jahre Kathpress
Das Video zum Jubiläum
Audio zurück #weiter#
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
"Wir brauchen das Ehrenamt"
Freiwilligenmesse-Initiator Walk
"Gemeinsam am Weg"
KJ-Vorsitzende zu 70 Jahre KJ
70 Jahre KJÖ
Jugendbischof Turnovszky
Tipps
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
November 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Oktober 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Paul Wuthe | 28.11.2016

Bundespräsidentenwahl mit zwiespältigen religiösen Signalen

Keine Wahlempfehlung, aber der Versuch einer Einordnung einer...
Kalender
27.02.2017 | Graz
BibelTeilen
27.02.2017 | 08:00 | St. Pölten
Start des Sommersemesters
 Für den Beginn von Lehrveranstaltungen im Sommersemester auch den Aushang in der... mehr »
27.02.2017 | 15:00 | Graz
Handarbeitsrunde
Die fleißigen Damen treffen sich jeden Montag ab 15.00 Uhr im Pfarrsaal und bereiten wunderschöne... mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: