Samstag 25. Februar 2017
17. Oktober 2014

Asylwerbern Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern

Präsident Landau erfreut über diesbezügliche Signale von ÖGB-Chef Erich Foglar - "Unmenschlich", legal hier lebende Menschen zum Nichtstun zu zwingen.

Erfreut über die Bereitschaft von ÖGB-Chefs Erich Foglar zu Verhandlungen über erleichterten Arbeitsmarktzugang für Asylwerber hat sich die Caritas geäußert. "Es ist eine langjährige Forderung der Caritas, den Arbeitsmarktzugang für Asylwerber in Österreich zu erleichtern. Der Vorstoß der Gewerkschaft ist sehr zu begrüßen", erklärte Caritas-Präsident Michael Landau am Freitag in einer Aussendung. Es sei "unmenschlich" und dürfe nicht sein, "dass Menschen im Rahmen des Asylverfahrens zum Teil jahrelang zum Nichtstun gezwungen sind und im Wartesaal des Lebens verharren müssen", so Landau.

Zwar ist laut Gesetz der Arbeitsmarktzugang drei Monate nach Zulassung zum Asylverfahren möglich, faktisch sei er bislang jedoch durch eine ganze Reihe von Maßnahmen erheblich eingeschränkt, betonte Landau. Weiterhin fordere die Caritas deshalb die Möglichkeit legaler Arbeit für Asylwerber nach sechs Monaten legalen Aufenthalts in Österreich.

 

Zur Vermeidung von Lohndumping sei die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften "selbstverständlich" geboten, so der Caritas-Präsident weiter. Ängste vor einem durch die Öffnung entstehenden Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt seien aber unbegründet. Landau: "Das Ersatzkraftverfahren stellt sicher, dass Asylwerber nur nach erfolgter Prüfung der Arbeitsmarktlage eine Beschäftigungsbewilligung erteilt wird."

 

Laut dem Ersatzkraftverfahren erhalten Asylwerber eine zu besetzende offene Stelle nur dann, wenn dafür weder ein arbeitsloser Österreicher zur Verfügung steht noch weitere Personen mit entsprechenden Ansprüchen. Dazu gehören Ausländer mit Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, EU- oder EWR-Bürger mit Arbeitsmarktzugang, Schweizer oder türkische Assoziationsarbeitnehmer, Ausländer mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang oder Inhaber eines Befreiungsscheins oder einer Arbeitserlaubnis.

 

ÖGB-Chef Foglar hat am Freitag im Ö1-Morgenjournal erklärt, dass er sich einer grundsätzlichen Diskussion über Erleichterungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt nicht verwehren werde. Bisher hatte die Gewerkschaft Änderungen aus Angst vor der Verdrängung von Österreichern vom Arbeitsmarkt abgelehnt. Oberflächliche Antworten oder Ad-hoc-Lösungen ohne Antworten auf diese Probleme dürfe es deshalb nicht geben, betonte Foglar. ÖGB und Arbeiterkammer würden bereits an einer "sinnvollen Lösung" arbeiten.

 

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) will laut Auskunft seines Büros ebenfalls einen erleichterten Arbeitsmarktzugang für Asylwerber diskutieren und Gespräche darüber mit den Sozialpartnern einleiten. Grundsätzlich bleibe er allerdings weiterhin skeptisch bezüglich einer Ausweitung der Arbeitsmöglichkeiten, u.a. angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit, ähnlich wie Innenministerin und ÖAAB-Chefin Johanna Mikl-Leitner. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung wünschen hingegen schon seit langem bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerber.



Quelle: kathpress
comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Pressekonferenz Biko 2016
Schönborn & Bünker
Herbstvollversammlung 2016
Bischofskonferenz
Videos zurück #weiter#
image
P. Nikodemus Schnabel OSB
Vortrag 2017
image
Bistum Osnabrück second
Botschaft an Präsident Trump
image
Papst Franziskus
Super Bowl 2017
image
Papst: Gebetsmeinungen
Februar 2017
image
70 Jahre Kathpress
Das Video zum Jubiläum
Audio zurück #weiter#
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
"Wir brauchen das Ehrenamt"
Freiwilligenmesse-Initiator Walk
"Gemeinsam am Weg"
KJ-Vorsitzende zu 70 Jahre KJ
70 Jahre KJÖ
Jugendbischof Turnovszky
Tipps zurück #weiter#
Radiogottesdienst
So., 19.2. | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 26.2. | 12:30 | ORF 2
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
November 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Oktober 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Paul Wuthe | 28.11.2016

Bundespräsidentenwahl mit zwiespältigen religiösen Signalen

Keine Wahlempfehlung, aber der Versuch einer Einordnung einer...
Kalender
25.02.2017 | 09:00 | Gleisdorf
Eheseminar für Brautpaare
Ein Tag der Auszeit für Sie beide, an dem Sie viel Zeit füreinander haben. Sie werden wichtige... mehr »
25.02.2017 | 09:00 | TAINACH/TINJE
Zuversicht als Lebensquelle
Ganztägiges Seminarangebot für Frauen mit spirituellem Abschluss Was kann Menschen helfen, ein... mehr »
25.02.2017 | 09:00 | Bruck/Mur
Eheseminar für Brautpaare
Ein Tag der Auszeit für Sie beide, an dem Sie viel Zeit füreinander haben. Sie werden wichtige... mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: