Sonntag 28. Mai 2017
17. Oktober 2014

Orden weisen Vorwürfe zurück

Kaineder: Viele Räumlichkeiten in Klöstern nicht für Flüchtlingsunterbringung geeignet - Asylfrage "in jeder Ordensgemeinschaft ein Thema"

Die in Oberösterreich laut gewordenen Vorwürfe, Orden hätten sich kaum zur Aufnahme von Flüchtlingen bereiterklärt, hat Ferdinand Kaineder, Leiter des Medienbüros der Ordensgemeinschaften Österreich, zurückgewiesen. "Es stimmt überhaupt nicht, dass die Orden nichts tun. Sie sind bei Asylsuchenden vielmehr sehr intensiv tätig, auch wenn das in der Öffentlichkeit vielleicht nicht wahrgenommen wird", erklärte Kaineder am Donnerstag gegenüber Radio Oberösterreich.

Anlass gab ein Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN, Donnerstag), wonach die Mehrzahl der Klöster des Landes ihre Pforten für Flüchtlinge nicht geöffnet hätten. Nur bei den Benediktinerinnen in Steinerkirchen würden seit Ende August 13 Asylwerber wohnen, zudem prüfe die Caritas derzeit Angebote von drei weiteren Ordensgemeinschaften auf Tauglichkeit. Selbst bei Inanspruchnahme all dieser Klosterunterkünfte würde das Angebot nicht einmal für ein Prozent der Flüchtlinge des Bundeslandes reichen, hieß es.

 

Kaineder verwies darauf, dass Stifte keinesfalls "leer stehen" würden. Die Einquartierung von Flüchtlingen scheitere oft an Rahmenbedingungen. "Räumlichkeiten sind oft nicht für die Unterbringung geeignet, etwa aufgrund eines elenden Zustands der Sanitäranlagen oder da sie nicht beheizbar sind. Das auf die Schnelle zu adaptieren ist manchen Ordensgemeinschaften einfach nicht möglich", so der Sprecher des Medienbüros. Ein Thema sei die Flüchtlingsunterbringung in jeder Gemeinschaft, viele würden aufgrund fehlender eigener Möglichkeiten die Caritas finanziell unterstützen.

 

Viel geschehe jedoch auch im "stilleren, kleineren Bereich", so Kaineder. Als Beispiel führte er das Stift Kremsmünster an, wo schon länger eine afghanische Flüchtlingsfamilie lebe. Manche der Räumlichkeiten seien schon besetzt, da einige Orden immer wieder auch Sozialfälle unterbrächten. Gesamtstatistik über die Unterbringung von Asylwerber gebe es bei den Ordensgemeinschaften nicht, "jede Gemeinschaft arbeitet individuell", so Kaineder.

 

Der Caritas Oberösterreich, die noch im Oktober mit Vertretern der oberösterreichischen Ordensgemeinschaften Gespräche führen wird, liegen derzeit Angebote der Franziskanerinnen in Vöcklabruck von zehn bis 15, des Stifts Schlägl für vier und das Stifts St. Florian für sechs Plätze vor. Von begrenzten Möglichkeiten sprach der Schlägler Abt Martin Fellhofer: "40 Brüder leben im Kloster, und wir haben für sie 20 Zimmer. Sollen die Flüchtlinge etwa in der Stiftsbibliothek schlafen?", so der Prämonstratensermönch gegenüber den OÖN. Die der Caritas angebotene Wohnung liege nicht im Stift, gehöre jedoch dem Kloster.



Quelle: kathpress
comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
Bischöfe in Vorarlberg
Frühjahrsvollversammlung 2017
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Videos zurück #weiter#
image
Papst: Gebetsmeinungen
Mai 2017
image
Tag der Arbeitslosen
image
Ein gemeinsamer Ostertermin
Vortrag vonProf Groen
image
Papst: Gebetsmeinungen
April 2017
image
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
Audio zurück #weiter#
Aussöhnung in Sicht?
Der Vatikan & die Piusbrüder
"Kein Wahlkampfmodus"
Landau zur Kritik an NGOs
Interreligiöser Dialog
Statement von Kardinal Schönborn
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
Tipps zurück #weiter#
Radiogottesdienst
So., 28. Mai | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 28.5. | 12:30 | ORF 2
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Mai 2017
Die katholisch.at-Presseschau
April 2017
Die katholisch.at-Presseschau
März 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 05.04.2017

Das Kreuz soll bleiben

Warum das Kreuz im Gerichtsaal die Unabhängigkeit der Rechtssprechung nicht...
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Kalender
28.05.2017 | Fernitz
Pfarrfest
28.05.2017 | St. Johann bei He...
Wohlfühltage
Urlaub miteinander für Frauen mehr »
28.05.2017 | St. Johann bei He...
Fasten mit Pferdeglück
Fastenwoche inklusive Energiearbeit mit Pferden mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: