Donnerstag 23. Februar 2017
22. Oktober 2014

Hohe Ehrung für Innsbrucker Theologen

Vorarlberger Mathias Moosbrugger erhielt von Bundespräsident Heinz Fischer bereits den zweiten Ehrenring für herausragende Doktorarbeit.

Eine außergewöhnliche akademische Ehrung ist dem Vorarlberger Historiker und Theologen Mathias Moosbrugger zuteil geworden: Am Montag wurde er an der Universität Innsbruck "sub auspiciis" promoviert. Das besondere dabei: Die Auszeichnung in Form eines Ringes für eine herausragende Arbeit wurde ihm bereits zum zweiten Mal von Bundespräsident Heinz Fischer verliehen. Nach einer historischen Doktorarbeit im Jahr 2009 promovierte Moosbrugger heuer in katholischer Theologie mit einer bereits mehrfach durch Fachpreise ausgezeichneten Arbeit über die Theologie des verstorbenen Innsbrucker Dogmatikers Raymund Schwager.


Bundespräsident Fischer unterstrich die Besonderheit des Ereignisses: Es gebe nur wenige Personen in der Geschichte der Republik, die zweimal "sub auspiciis" promoviert hätten. Neben dem Geehrten selbst habe auch dessen Umfeld einen großen Anteil an diesem Erfolg, meinte Fischer in Richtung der Eltern Moosbruggers. Zugleich betonte Fischer die Bedeutung der Wissenschaft für die Gesellschaft. Je höher der Stellenwert der Wissenschaft sei, umso leichter würden sich auch Werthaltungen durchsetzen lassen.


Betreut wurde die Arbeit vom Innsbrucker Dogmatiker Jozef Niewiadomski. In seiner Laudatio zeigte sich Niewiadomski stolz, Moosbrugger als Schüler gehabt zu haben - dies sei für ihn "zu einem Stück Gnadenerfahrung" geworden, so Niewiadomski. Zugleich würdigte er die wissenschaftliche Kompetenz und Vielfalt Moosbruggers auf historischem wie auf theologischem Gebiet. Seit vielen Jahren habe Moosbrugger sich u.a. durch eine akribische Katalogisierung und Aufarbeitung des Nachlasses des 2004 verstorbenen Raymund Schwager bewährt. Zugleich habe er herausragende editorische Arbeiten vorgelegt, etwa in der Konzeption und Herausgabe der Gesammelten Schriften Schwagers, die im Herder-Verlag erschienen.


Die Thematik seiner nun ausgezeichneten Arbeit unter dem Titel "Die Rehabilitierung des Opfers. Zum Dialog zwischen Rene Girard und Raymund Schwager über die Angemessenheit der Rede vom Opfer im christlich-theologischen Kontext" sei hochgradig aktuell, so Niewiadomski weiter: "Das Problem der Ambivalenz des Opfers" sowie die "für jede Gesellschaft überlebensnotwendige Mentalität des Engagements, des Verzichts, schlicht und einfach der Proexistenz" seien tiefschürfend theologisch aufgearbeitet worden. Damit habe Moosbrugger einen Beitrag geleistet zu einer zentralen Frage der Gegenwart: "die Frage einer neuen - positiv gewendeten - Integration der Religion im öffentlichen Bereich", so Niewiadomski.


Von 2002 bis 2005 studierte der 1982 in Au im Bregenzerwald geborene Wissenschafter Geschichte und Sozialkunde sowie Religionspädagogik an der Universität Innsbruck. 2006 begann er sein Doktoratsstudium im Fach Geschichte, das er 2009 mit einer Arbeit zum Thema "Untersuchungen zur Verfassungsgeschichte des Hinteren Bregenzerwaldes. Strukturgeschichtliche Bewegungen vom Mittelalter zur Neuzeit" beendete.


Im November 2012 folgte der Abschluss seines zweiten Dissertationsprojekts im Fach Theologie, in dem er sich mit dem Dialog zwischen Rene Girard und Raymund Schwager um die Angemessenheit der Rede vom Opfer im christlichen Kontext beschäftigte. Seit September 2014 absolviert Moosbrugger sein Pastoraljahr im Seelsorgeraum Allerheiligen - Kranebitten und hat im laufenden Semester auch einen Lehrauftrag am Institut für Systematische Theologie an der Universität Innsbruck.


Um "sub auspiciis Praesidentis rei publicae" - d.h. "unter den Auspizien des Bundespräsidenten" - zu promovieren, sind ein sehr guter Erfolg in allen Oberstufenklassen, eine Matura mit Auszeichnung, ein "Sehr Gut" auf sämtliche Teilprüfungen der Diplom- bzw. Bachelor- und Masterprüfungen sowie beim Rigorosum und Bestbeurteilungen bei der Diplom- bzw. Masterarbeit und Dissertation notwendig. Zudem muss der Absolvent an der Hochschule sowie im Privatleben einen tadellosen Lebenswandel aufweisen.


Quelle: Kathpress

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Pressekonferenz Biko 2016
Schönborn & Bünker
Herbstvollversammlung 2016
Bischofskonferenz
Videos zurück #weiter#
image
P. Nikodemus Schnabel OSB
Vortrag 2017
image
Bistum Osnabrück second
Botschaft an Präsident Trump
image
Papst Franziskus
Super Bowl 2017
image
Papst: Gebetsmeinungen
Februar 2017
image
70 Jahre Kathpress
Das Video zum Jubiläum
Audio zurück #weiter#
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
"Wir brauchen das Ehrenamt"
Freiwilligenmesse-Initiator Walk
"Gemeinsam am Weg"
KJ-Vorsitzende zu 70 Jahre KJ
70 Jahre KJÖ
Jugendbischof Turnovszky
Tipps zurück #weiter#
Radiogottesdienst
So., 19.2. | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 26.2. | 12:30 | ORF 2
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
November 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Oktober 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Paul Wuthe | 28.11.2016

Bundespräsidentenwahl mit zwiespältigen religiösen Signalen

Keine Wahlempfehlung, aber der Versuch einer Einordnung einer...
Kalender
23.02.2017 | 15:30 | Herzogenburg
MUKI - Faschingsfest
Der FASCHINGS-MUKI im Betriebsseelsorgezentrum von Herzogenburg ist etwas Besonderes. Es kommt... mehr »
23.02.2017 | 18:00 | Wels
Repair Cafe in Wels
Beim Repair Café kannst du deine defekten Geräte gemeinsam mit anderen reparieren. Wir bringen... mehr »
23.02.2017 | 19:00 | Krems
Vorbereitugstreffen zur Aktion Familienfasttag 2017
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: