Mittwoch 7. Dezember 2016
21. Januar 2016

Kardamakis ruft Kirchen zu mehr gutem Willen auf

In Zeiten zunehmender Säkularisierung und Kirchenverdrossenheit kann man sich geteilte Christenheit nicht mehr leisten

"Die Zersplitterung der Kirchen ist eine große Wunde der Christenheit und steht im Widerspruch zu den Geboten Christi". Das betonte der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kadarmakis) am Mittwochabend bei einem ökumenischen Gottesdienst in Wien-Kagran. Auch wenn sich in den letzten Jahren in der Ökumene vieles zum Besseren bewegt habe, müsse man sich eingestehen, dass es bis zur Einheit noch ein weiter Weg sei, so der Metropolit in seiner Predigt.

Er plädierte für weitere Anstrengungen zur Erreichung der Kircheneinheit, diese sei aber nur "Schritt für Schritt" möglich. Der Metropolit rief die Kirchen auf, mehr guten Willen zu zeigen. In Zeiten zunehmender Säkularisierung und Kirchenverdrossenheit unter den Menschen könne man sich eine geteilte Christenheit schlichtweg "nicht mehr leisten", befand Arsenios.

Der Gottesdienst in St. Georg-Kagran fand im Rahmen der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen (18.-25. Jänner) statt. An der Liturgie nahmen zahlreiche Vertreter der christlichen Kirchen teil. So waren neben dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Superintendent Lothar Pöll, u.a. der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos Emanuel Aydin, der rumänisch-orthodoxe Erzpriester Emanuel Nutu, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld sowie der ehemalige Bischof der evangelischen Kirche, Herwig Sturm, in Vertretung der erkrankten Bischofs Michael Bünker, anwesend.

Die Vertreter der Kirchen betonten in kurzen Ansprachen die Wichtigkeit einer starken gemeinsamen Christenheit. So befand Landessuperintendent Hennefeld, dass die Verkündigung nur dann glaubwürdig sei, wenn sie mit einer gemeinsamen Stimme gesprochen werde.

Ein gemeinsames Priestertum sei angesichts der weltweiten Krisen von einer "nie dagewesenen Aktualität", sagte Chorepiskopos Aydin. Es gelte, das gemeinsame Zeugnis als engen Bund neu zu entdecken.

"Die Ökumene ist uns anvertraut, deswegen müssen wir sie leben und pflegen", betonte Altbischof Sturm. Besonders angesichts der Tatsache, dass das Christentum weltweit die meistverfolgte Religion ist, müsse man weiter zusammenrücken.

In ganz Österreich finden in der Weltgebetswoche ökumenische Gottesdienste statt. Der traditionelle zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) findet am Freitag, 22. Jänner, um 18 Uhr in der evangelischen Lutherkirche (Martinstraße 23, 1180) statt. Die Predigt bei dem Gottesdienst, den der ÖRKÖ seit 1959 jährlich veranstaltet, hält heuer der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic). Die Kollekte wird in diesem Jahr für verfolgte und notleidende Familien im Irak verwendet. Die Caritas betreibt mehrere Zentren für Menschen in Not in Bagdad und Kirkuk. Der ÖRKÖ will sie dieses Jahr dabei unterstützen.

Informationen zur Weltgebetswoche unter www.oekumene.at.

 

 

Quelle: kathpress

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