Saturday 30. July 2016
04. February 2016

Papst will in Mexiko gegen Gewalt und Korruption predigen

Franziskus in Interview mit mexikanischer Nachrichtenagentur: Mexikaner sollen keine Angst haben, sich Konflikten zu stellen

Papst Franziskus will mit seinem Besuch in Mexiko ein Zeichen gegen die ausufernde Gewalt und Korruption in dem Land setzen. Er sehe sich als Werkzeug des Friedens, sagte er in einem Interview mit der staatlichen mexikanischen Nachrichtenagentur Notimex. "Ich komme, um euch aufzurufen zum täglichen Kampf gegen die Korruption, gegen den Krieg, gegen die Spaltung, das organisierte Verbrechen, gegen den Menschenhandel", so Franziskus, der Mexiko vom 12. bis 17. Februar besucht.

Der Kampf gegen das Verbrechen erfordere den Einsatz aller, betonte der Papst. Dies beginne bereits bei der Kindererziehung. Als Schlüssel zum Frieden bezeichnete Franziskus den Dialog zwischen den Mächtigen und allen gesellschaftlichen Gruppen. Nur so lasse sich eine innere Umkehr bei Kriminellen erreichen.

Das Land brauche zudem eine "spirituelle Erneuerung", um seine inneren Probleme bewältigen zu können. Die Kirche sei kein Museum, sondern der Glaube müsse "auf der Straße", in den Familien und am Arbeitsplatz gelebt werden und zu Dialog, Verständnis und Vergebung führen. Die Botschaft Jesu lasse sich nicht "wie in einer Konservenbüchse einschließen".

Er selbst komme jedoch nicht als ein "als einer der Heiligen Drei Könige voller Mitbringsel, Botschaften, Ideen, Problemlösungen", sondern als Pilger, so der Papst. "Ich werde im mexikanischen Volk etwas suchen, ihr sollt mir etwas geben", betonte er, nämlich "den Reichtum an Glauben, den ihr habt". Der sei auch Frucht einer besonderen Beziehung zur Muttergottes, sagte Franziskus in Anspielung auf die Jungfrau von Guadalupe, die Patronin Amerikas. Deren Heiligtum in Mexiko-Stadt wird der Papst am 13. Februar besuchen, ebenso wie er dies bereits bei seinen beiden früheren Mexiko-Reisen 1970 und 1999 getan habe.

Auch er selbst wende sich mit seinen Problemen oft im Gebet an die Muttergottes von Guadalupe, empfinde "Zärtlichkeit" für sie und fühle sich von ihr beschützt, erklärte der Papst. "Wie oft stehe ich mit Angst vor irgendeinem Problem, oder irgendwas Schlimmes ist passiert, und man weiß nicht, wie man reagieren soll, und da bete ich zu ihr, ich wiederhole dann gern vor mir selbst: ,Hab keine Angst, bin ich denn nicht auf deiner Seite?´" Diese Worte habe Maria selbst dem Indio-Seher Juan Diego gesagt, erinnerte der Papst. Auch die Mexikaner sollten sie im Ohr haben, um damit Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen, sondern aus dem Glauben Lösungen zu suchen.

Mexiko wird seit Jahren von einem Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Banden sowie der Polizei heimgesucht. Dabei kommt es praktisch täglich zu Morden. Bisher starben mehr als 100.000 Menschen, wobei die Opfer oft Unbeteiligte sind. Wie der Papst betonte, sei das Mexiko der Gewalt, der Korruption, des Drogenhandels und der Kartelle nicht das Mexiko der Maria von Guadalupe.

Notimex zeichnete das Papst-Interview am 22. Januar im vatikanischen Gästehaus auf. Anstelle von klassischen Journalistenfragen wurden dem Papst zu den vier Themenbereichen kurze Videos vorgespielt, in denen mexikanische Männer und Frauen ihre Erwartungen und ihre Fragen an Franziskus formulieren.
Quelle: kathpress
comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Papst in Polen
Österreichertreffen
Weltjugendtag 2016
Praytrain
Weltjugendtag 2016
Weltjugendtag 2016
Erste Impressionen
Gesandter des Papstes
Schönborn in Weißrussland
Videos zurück #weiter#
image
Papst Franziskus
Videobotschaft zum Weltjugendtag
image
Weltjugendtag 2016
Jugendbischof Turnovszky
image
Weltjugendtag Rio 2013
Ein besonderer Auftrag...
image
Weltjugendtag 2013
Videobotschaft Kardinal Schönborn
image
Gebetsmeinungen Juli 2016
Papst Franziskus
Audio zurück #weiter#
Kardinal Schönborn
Bischofskonferenz 2016
Nach der Wahl
Aufruf von Kardinal Schönborn
Literatur & Religion
Poetikdozentur an der Uni Wien
Silvesteransprache
Kardinal Schönborn
Weihnachten
Mit Metropolit Arsenios
Tipps zurück #weiter#
Abschlussgottesdienst
So., | 09:05 | ORF 2
Orientierung
So., 31. Juli | 12:30 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 31. Juli | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 24. Juli | 12:30 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 24. Juli | 10:00 | ÖR
Woanders zurück #weiter#
Juli 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Juni 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Mai 2016
Die katholisch.at-Presseschau
April 2016
Die katholisch.at-Presseschau
März 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 15.07.2016

"Die Kirche zahlt sehr wohl Steuern, und nicht wenig"

Mein Gastkommentar im Standard in Reaktion auf den Beitrag des Wiener...
Der Redaktionsblog | 30.06.2016

"Unablässig Trümmer auf Trümmer"

Manchmal möchte man aus der Haut fahren. Ist die Welt nicht verrückt...
Ulrike Hofstetter | 16.06.2016

Heute Teilzeit, morgen arm? Muss das so sein?

Schlagzeile im ORF: Teilzeit seit 1994 verdoppelt. Die meisten...
Kalender
30.07.2016 | 07:00 | Friaul
Cammino delle Pievi
Karnien: von Cesclans nach Villa di Verzegnis - Etappe 4 Spirituelle Begleitung: Pfarrer Mag.... mehr »
30.07.2016 | 08:15 | St. Paul - Bleiburg
Auf den Spuren des sel. Bischof Slomsek
Samstag, 30. Juli und So. 31. Juli 2016 (Information siehe unten anbei) mehr »
30.07.2016 | 14:00 | Rein
Stift Rein - Das romanische Kloster
Auf den Spuren der Romanik im Stift Rein mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2016 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.bischofskonferenz.at/
Darstellung: