Donnerstag 23. Februar 2017
20. Februar 2016

Caritas sammelt für Salzburger in Not

4.000 Freiwillige sammeln im März für kirchliche Hilfsangebote - 92.000 Salzburger armuts- oder ausgrenzungsgefährdet

In Not geratene Menschen aus dem Bundesland Salzburg und dem Tiroler Unterland stehen im Fokus der Haussammlung, die die Caritas der Erzdiözese Salzburg im März durchführt. 4.000 Freiwillige sind von Tür zu Tür unterwegs und bitten um Spenden, die ausschließlich für regionale Hilfe eingesetzt werden. Armut sei bereits in der Mittelschicht angekommen, verwies Caritas-Direktor Johannes Dines am Freitag per Aussendung auf die 92.000 armuts- oder ausgrenzungsgefährdeten Menschen in Salzburg. "Wir als Caritas wollen jenen Menschen zur Seite zu stehen, die Unterstützung und Begleitung brauchen."

40 Prozent der Spenden bleiben in der Pfarre, in der sie gesammelt wurden, 60 Prozent gehen an regionale Caritas-Projekte. Im Fokus stehen u.a. Hilfs- und Beratungsangebote für Familien und Alleinerzieher in akuten Notsituationen, pflegende Angehörige, Wiedereingliederungshilfe für ältere Arbeitslose, Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie die mobile Palliativbetreuung von schwerkranken Menschen und Sterbenden.

Unterstützt wird auch die Soziale Beratung der Caritas in Hallein und Mittersill, die Ende 2015 gestartet ist. Mit diesem Schritt wolle man "näher bei den Menschen sein", erklärte Caritas-Direktor Dines. Bisher hätten arme Menschen in ländlichen Regionen u.a. aufgrund fehlender Mobilität nicht oder nur eingeschränkt Angebote der sozialen Beratung nutzen können; insbesondere 150 Familien oder Einzelpersonen aus dem Tennengau sowie 50 aus dem Oberpinzgau seien betroffen. In Folge starteten die Caritas und die Pfarren Ende letzten Jahres eine gemeinsame Offensive, um die regionale Beratung zu verstärken.

Die Salzburger Caritas hilft Menschen in Not über die soziale Beratung und ihre sieben Kontaktstellen auch bei finanziellen Engpässen und bei Behördenverfahren wie etwa beim AMS oder Sozialamt. Diplomierte Sozialbetreuer leisten Familienhilfe, um Familien im eigenen Zuhause bei unerwarteter Krankheit, Spitalsaufenthalt, physischer oder psychischer Überlastung oder einer Risikoschwangerschaft zu unterstützen. Lerncafes für Kinder aus sozial schwachen Familien, eine Notschlafstelle, ein Beschäftigungsprojekt und eine Streetwork-Initiative sind die Angebote für Jugendliche, die mobilen Pailliativteams jene für schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen.

(Spendenkonto: Raiffeisenverband Salzburg IBAN AT11 3500 0000 0004 1533, BIC RVSAAT2S, Kennwort: Haussammlung)

 

 

Quelle: kathpress

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