Wednesday 25. May 2016
11. March 2016

Bischöfe fordern mehr Hilfe für verfolgte Christen

Erklärung zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz: Alle fünf Minuten wird ein Christ wegen seines Glaubens getötet

Bild: An der Demonstration nahmen viele Menschen teil, die auf Plakatten ihre Solidarität bekundeten. Mehr als 500 deutsche und orientalische Christen haben am 17. August 2014 in der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale für die verfolgten religiösen Min

Mehr internationale Solidarität mit den verfolgten Christen weltweit fordern die österreichischen Bischöfe. Sie schlagen in einer Erklärung zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz einmal mehr Alarm angesichts der größten Christenverfolgung in der Geschichte der Menschheit, für die sie maßgeblich den zunehmenden Fundamentalismus in der islamischen Welt verantwortlich machen. Weltweit würden rund 100 Millionen Christen verfolgt, und alle fünf Minuten werde ein Christ wegen seines Glaubens getötet. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit ereigne sich die zahlen- wie flächenmäßig umfangreichste Christenverfolgung der Geschichte. Umso unverständlicher sei das weit verbreitete Schweigen dazu in Österreich und in den meisten westlichen Ländern, kritisieren die Bischöfe.

Die massiven Menschenrechtsverletzungen gegen Christen dürfen nicht stillschweigend hingenommen werden, fordern die Bischöfe. Es sei daher begrüßenswert und wichtig, dass das Europäische Parlament vor wenigen Wochen am 4. Februar eine Resolution beschlossen hat, in der die Verfolgung von Christen durch den IS im Nahen Osten ausdrücklich als Genozid qualifiziert wird. Diese Beurteilung sei von Bedeutung, weil dadurch ein internationales Vorgehen zum Schutz von Christen im Nahen Osten rechtlich möglich ist.

 


Bei nüchterner Betrachtung der Fakten werde deutlich, dass fundamentalistische Strömungen in der islamischen Welt massiv zur gegenwärtigen Christenverfolgung beigetragen hat. In nahezu allen islamischen Ländern im Nahen Osten, in Asien und Afrika würden Christen wie "Bürger zweiter Klasse" behandelt und sie seien oft schutzlos den Behörden oder der Mehrheitsbevölkerung ausgeliefert. Es gebe aber auch andere Beispiele, wo Christen in islamisch geprägten Staaten wie Tunesien, Marokko, Jordanien, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten bessere Lebensverhältnisse haben, halten die Bischöfe in ihrer Erklärung fest.

Für die Christen im Nahen Osten seien Schutz und Hilfe überlebensnotwendig, weil immer mehr von ihnen in der Flucht den einzigen Ausweg sehen würden, so die Bischöfe. In Ländern wie Syrien, wo Christen seit 1.900 Jahren ununterbrochen leben, drohe somit das Christentum sogar zu verschwinden, warnen die heimischen Bischöfe.

Das Gebet und die verstärkte konkrete Hilfe vor Ort im Nahen Osten wie auch für jene, die nach Österreich geflüchtet sind, seien das Gebot der Stunde, unterstreichen die Bischöfe: "Es muss gewährleistet sein, dass sie in unserem Land und besonders in Asylunterkünften keine Ausgrenzung und Bedrängung aufgrund ihres Glaubens erfahren."

Seit 2010 wurde durch einen Beschluss der Bischofskonferenz die Hilfe für die Länder des Nahen Ostens, besonders für Syrien, Jordanien und den Libanon, deutlich verstärkt. Betrug sie 2010 noch rund 2,6 Millionen Euro, so haben die katholischen Hilfswerke im vergangenen Jahr 175 Projekte im Umfang von 7,5 Millionen Euro unterstützt.

Kardinal Christoph Schönborn, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, wird zudem nach Ostern in den Irak reisen - als "konkretes Zeichen der Verbundenheit und der Unterstützung", wie es in der Erklärung heißt.

 

Quelle: kathpress

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Bischofskonferenz
Frühjahrsvollversammlung 2016
Kinderkampagne 2016
Franziskus in Mexiko
Impressionen
Dankgottesdienst
Bischof Ludwig Schwarz
Neuer Bischof von Linz
Amtseinführung: Bischof Scheuer
Videos zurück #weiter#
image
Was ist der Heilige Geist?
image
Pfingsten
Geburtstag der Kirche
image
Cultus: Pfingsten
Der Feiertag im Kirchenjahr
image
Die Würde der Frau
Gebetsanliegen des Papstes
image
Cultus: Christi Himmelfahrt
Der Feiertag im Kirchenjahr
Audio zurück #weiter#
Nach der Wahl
Aufruf von Kardinal Schönborn
Literatur & Religion
Poetikdozentur an der Uni Wien
Fastenegdanken
26. März | Kardinal Christoph Schönborn
Fastengedanken
24. März | Bischof Michael Bünker
Fastengedanken
24. März | Dompfarrer Toni Faber
Tipps zurück #weiter#
Radiogottesdienst
So., 29.5. | 10:00 | ÖR
Radiogottesdienst
Do., 26.5. | 10:00 | ÖR
FeierAbend
Do., 26.5. | 19:52 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 15.5. | 10:00 | ÖR
Das Vermächtnis der ersten Christen
Mo., 16.5. | 19:25| ORF III
Woanders zurück #weiter#
Mai 2016
Die katholisch.at-Presseschau
April 2016
Die katholisch.at-Presseschau
März 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Februar 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 11.05.2016

„Amoris Laetitia“ – lesen und leben

„Was will Papst Franziskus mit seinem neuen Familiendokument von der Kirche?“...
Der Redaktionsblog | 09.04.2016

Herausforderung " Einfachheit"

Jetzt ist es da, das mit Spannung erwartete postsynodale Schreiben „Amoris...
Georg Plank | 23.03.2016

Wie hat Jesus in Gethsemani gebetet?

Ich staunte, als ich in Sant`Apollinare Nuovo in Ravenna das Mosaik des...
Kalender
25.05.2016 | Graz
Ausstellung Fußball und Religion: "Knockin' on Heaven's...
25.05.2016 | Graz
Im Kampfgebiet der Poesie
Ausstellung und literarische Performances mehr »
25.05.2016 | 09:00 | Graz
Handarbeitsrunde
Jeden Mittwoch um 9:00 Uhr in der Bibliothek. mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2016 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: