Mittwoch 7. Dezember 2016
15. März 2016

Caritas drängt auf humanitäre Lösung

Caritas-Helfer Preindl an griechisch-mazedonischer Grenze: Katastrophale hygienische Situation, zu wenig Schutz vor Kälte und Nässe

Idomeni im März 2016

Als humanitäre Katastrophe innerhalb der Europäischen Union bezeichnet die Caritas die derzeitige Lage in Idomeni. Die Staatengemeinschaft und auch die österreichische Bundesregierung dürften die Flüchtlinge im griechisch-mazedonischem Grenzort nicht in Stich lassen, forderte Caritas-Präsident Michael Landau am Dienstag in einer Aussendung. Landau bezeichnete die aktuelle dramatische Situation vor Ort - hunderte Menschen hatten zuletzt versucht, von Griechenland nach Mazedonien zu kommen - als eine Konsequenz der Kursänderung der österreichischen und der europäischen Politik.

15.000 Flüchtlinge halten sich derzeit in Idomeni auf, 3.000 davon in sechs Großzelten mit Stockbetten, berichtete Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl vor Ort. Teils müssten die Menschen abwechselnd in den Zelten schlafen, um zumindest hin und wieder eine einigermaßen trockene Unterkunft die Nacht über zu haben. "Die übrigen suchen verzweifelt Unterschlupf vor Regen und Kälte in kleinen, für zwei bis vier Personen dimensionierten Campingzelten, die schlichtweg für Dauerregen und Kälte nicht geeignet sind", so der Helfer.

In Idomeni herrsche ein unerträglicher Gestank von verbranntem Plastik, der in den Augen brenne, schilderte Preindl; die Menschen versuchten in ihrer Verzweiflung, mit Brennholz und allen greifbaren Materialien die Kälte zu bekämpfen. Katastrophal sei auch die hygienische Situation ist: "Die vorhandenen Container und mobilen WCs sind nicht ausreichend, es gibt kaum Duschen."

Leid durch "Schwenk in der Asylpolitik"
Die Menschen, die sich im Vertrauen auf Aufnahme und Schutz in der EU aus den Konfliktgebieten auf den Weg gemacht hätten, seien nun die Leidtragenden des Schwenks in der Asylpolitik, so Landau. Die EU-Mitgliedsstaaten - und damit auch Österreich - sollten den Betroffenen vor Ort helfen; sie müssten zumindest jenen Kindern mit ihren Müttern Schutz gewähren, deren Väter schon in einem anderen EU-Land sind, sowie auch Familien mit kleinen Kindern. "Beides aus Gründen der Humanität, aber nicht zuletzt auch angesichts des Vorrangs für das Kindeswohl im Sinne der Kinderrechtskonvention", betonte der Caritas-Präsident.

Die Caritas Österreich unterstützt die Nothilfe der griechischen Caritas für Menschen auf der Flucht bereits seit Monaten. Insgesamt wurden mehr als 710.000 Euro für Nothilfeaktivitäten in Idomeni, in Athen, in Thessaloniki und auf Lesbos sowie in Mazedonien, Serbien, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Slowenien zur Versorgung der Menschen mit dem Nötigsten bereitgestellt. Eingesetzt wurden die Spenden aus Österreich in Griechenland durch Hilfe mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und medizinischer Beratung sowie durch den Transport von Hilfsgütern.

 

 

Quelle: kathpress

14. März
2016
Mindestsicherung

Caritas sieht sozialen Frieden gefährdet

Caritas-Präsident Landau: Kürzung beim "letzten Sicherheitsnetz für Menschen in Not" würde kinderreiche Familien betreffen - Mindestsicherung als "Integrationsmotor" verstehen

13. März
2016
Schönborn

Religionsfreiheit von Islam einfordern

Wiener Erzbischof: Immer mehr Muslime wollen Christen werden, "aber wir prüfen sehr genau, ob es eine ehrliche Konversion ist"

12. März
2016
Lech Walesa

Europa braucht "neue Zehn Verfassungsgebote"

Friedensnobelpreisträger auf Einladung des Schulbrüder-Ordens in Wien

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Pressekonferenz Biko 2016
Schönborn & Bünker
Herbstvollversammlung 2016
Bischofskonferenz
Schönborn in Ägypten
Verkündschafter
Kongress 7.-8. Oktober 2016
"DOCAT" Präsentation
Videos zurück #weiter#
image
Papst: Gebetsmeinungen
Dezember 2016
image
Pray. Skate. Live.
Passions of a fransican friar.
image
Cultus: Christkönig
Der Feiertag im Kirchenjahr
image
Im Zeichen der Ökumene
Schönborn und Bünker in Eisenstadt
image
Papst: Gebetsmeinungen
November 2016
Audio zurück #weiter#
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
"Wir brauchen das Ehrenamt"
Freiwilligenmesse-Initiator Walk
"Gemeinsam am Weg"
KJ-Vorsitzende zu 70 Jahre KJ
70 Jahre KJÖ
Jugendbischof Turnovszky
Menschenpflichten?
Jan & Aleida Assmann im Gespräch
Tipps zurück #weiter#
Orientierung
So., 11.12. | 12:30 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 11.12. | 10:00 | ÖR
Radiogottesdienst
Do., 8.12. | 10:00 | ÖR
Maria im Müll
Do., 8.12. | 19:52 | ORF 2
Advent in Vorarlberg
Do., 8.12. | 17:05 | ORF 2
Woanders zurück #weiter#
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
November 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Oktober 2016
Die katholisch.at-Presseschau
September 2016
Die katholisch.at-Presseschau
August 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 28.11.2016

Bundespräsidentenwahl mit zwiespältigen religiösen Signalen

Keine Wahlempfehlung, aber der Versuch einer Einordnung einer...
Paul Wuthe | 15.07.2016

"Die Kirche zahlt sehr wohl Steuern, und nicht wenig"

Mein Gastkommentar im Standard in Reaktion auf den Beitrag des Wiener...
Der Redaktionsblog | 30.06.2016

"Unablässig Trümmer auf Trümmer"

Manchmal möchte man aus der Haut fahren. Ist die Welt nicht verrückt...
Kalender
07.12.2016
Aktion zum Kauf-nix Tag
Der 8. Dezember, das Hochfest Mariä Empfängnis, ist schon lange für viele kein Feiertag mehr.... mehr »
07.12.2016
Aktion zum "Kauf Nix Tag"
Der 8. Dezember, das Hochfest Mariä Empfängnis, ist schon lange für viele kein Feiertag mehr.... mehr »
07.12.2016 | 06:00 | Graz
Rorate im Advent in der Pfarrkirche Graz-Kalvarienberg
Jeden Dienstag und Mittwoch in der Adventzeit um 6:00 Uhr in der Pfarrkirche mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2016 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: