Freitag 28. April 2017
15. März 2016

Caritas drängt auf humanitäre Lösung

Caritas-Helfer Preindl an griechisch-mazedonischer Grenze: Katastrophale hygienische Situation, zu wenig Schutz vor Kälte und Nässe

Idomeni im März 2016

Als humanitäre Katastrophe innerhalb der Europäischen Union bezeichnet die Caritas die derzeitige Lage in Idomeni. Die Staatengemeinschaft und auch die österreichische Bundesregierung dürften die Flüchtlinge im griechisch-mazedonischem Grenzort nicht in Stich lassen, forderte Caritas-Präsident Michael Landau am Dienstag in einer Aussendung. Landau bezeichnete die aktuelle dramatische Situation vor Ort - hunderte Menschen hatten zuletzt versucht, von Griechenland nach Mazedonien zu kommen - als eine Konsequenz der Kursänderung der österreichischen und der europäischen Politik.

15.000 Flüchtlinge halten sich derzeit in Idomeni auf, 3.000 davon in sechs Großzelten mit Stockbetten, berichtete Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl vor Ort. Teils müssten die Menschen abwechselnd in den Zelten schlafen, um zumindest hin und wieder eine einigermaßen trockene Unterkunft die Nacht über zu haben. "Die übrigen suchen verzweifelt Unterschlupf vor Regen und Kälte in kleinen, für zwei bis vier Personen dimensionierten Campingzelten, die schlichtweg für Dauerregen und Kälte nicht geeignet sind", so der Helfer.

In Idomeni herrsche ein unerträglicher Gestank von verbranntem Plastik, der in den Augen brenne, schilderte Preindl; die Menschen versuchten in ihrer Verzweiflung, mit Brennholz und allen greifbaren Materialien die Kälte zu bekämpfen. Katastrophal sei auch die hygienische Situation ist: "Die vorhandenen Container und mobilen WCs sind nicht ausreichend, es gibt kaum Duschen."

Leid durch "Schwenk in der Asylpolitik"
Die Menschen, die sich im Vertrauen auf Aufnahme und Schutz in der EU aus den Konfliktgebieten auf den Weg gemacht hätten, seien nun die Leidtragenden des Schwenks in der Asylpolitik, so Landau. Die EU-Mitgliedsstaaten - und damit auch Österreich - sollten den Betroffenen vor Ort helfen; sie müssten zumindest jenen Kindern mit ihren Müttern Schutz gewähren, deren Väter schon in einem anderen EU-Land sind, sowie auch Familien mit kleinen Kindern. "Beides aus Gründen der Humanität, aber nicht zuletzt auch angesichts des Vorrangs für das Kindeswohl im Sinne der Kinderrechtskonvention", betonte der Caritas-Präsident.

Die Caritas Österreich unterstützt die Nothilfe der griechischen Caritas für Menschen auf der Flucht bereits seit Monaten. Insgesamt wurden mehr als 710.000 Euro für Nothilfeaktivitäten in Idomeni, in Athen, in Thessaloniki und auf Lesbos sowie in Mazedonien, Serbien, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Slowenien zur Versorgung der Menschen mit dem Nötigsten bereitgestellt. Eingesetzt wurden die Spenden aus Österreich in Griechenland durch Hilfe mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und medizinischer Beratung sowie durch den Transport von Hilfsgütern.

 

 

Quelle: kathpress

14. März
2016
Mindestsicherung

Caritas sieht sozialen Frieden gefährdet

Caritas-Präsident Landau: Kürzung beim "letzten Sicherheitsnetz für Menschen in Not" würde kinderreiche Familien betreffen - Mindestsicherung als "Integrationsmotor" verstehen

13. März
2016
Schönborn

Religionsfreiheit von Islam einfordern

Wiener Erzbischof: Immer mehr Muslime wollen Christen werden, "aber wir prüfen sehr genau, ob es eine ehrliche Konversion ist"

12. März
2016
Lech Walesa

Europa braucht "neue Zehn Verfassungsgebote"

Friedensnobelpreisträger auf Einladung des Schulbrüder-Ordens in Wien

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
Bischöfe in Vorarlberg
Frühjahrsvollversammlung 2017
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Videos zurück #weiter#
image
Ein gemeinsamer Ostertermin
Vortrag vonProf Groen
image
Papst: Gebetsmeinungen
April 2017
image
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
image
The Story of Mary's Meals
image
Kreuzwegandacht 2017
Audio zurück #weiter#
Aussöhnung in Sicht?
Der Vatikan & die Piusbrüder
"Kein Wahlkampfmodus"
Landau zur Kritik an NGOs
Interreligiöser Dialog
Statement von Kardinal Schönborn
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
Tipps zurück #weiter#
Orientierung
So., 30.4. | 12:30 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 30.4. | 10:00 | ÖR
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
April 2017
Die katholisch.at-Presseschau
März 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 05.04.2017

Das Kreuz soll bleiben

Warum das Kreuz im Gerichtsaal die Unabhängigkeit der Rechtssprechung nicht...
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Kalender
28.04.2017 | 06:30 | St. Paul
St. Pauler Dreibergewallfahrt
Einladung zur „St. Pauler Dreibergewallfahrt“ am Dreinaglfreitag, 28. April 2017 Beginn: 6.30... mehr »
28.04.2017 | 07:00 | Kärnten, Karnberg...
Gottesdienst im Rahmen des traditionellen Kärntner...
28.04.2017 | 09:45 | St. Pölten
Gewissens- und Religionsfreiheit in der Moderne
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: