Montag 5. Dezember 2016
15. März 2016

"Mut machen statt Angst schüren"

Ute Bock bei Veranstaltung im Afro-Asiatischen Institut zur Flüchtlingshilfe: "Warum muss man ekelhaft sein? Die haben sich weder ihren Geburtsort noch den Krieg ausgesucht"

Ute Bock beim 'Dialog für Eine Welt 2016'

Mit einem klaren Statement an die Politik - "Mut machen statt Angst schüren!" - hat am Wochenende in Wien die dritte Ausgabe des "Dialogs für Eine Welt" geendet, die im Afro-Asiatischen Institut (AAI) zum Thema "Flüchten.Ankommen.Bleiben" stattgefunden hat. Die Flüchtlingshelferin Ute Bock forderte, Flüchtlinge "wie Menschen" zu behandelten: "Warum muss man ekelhaft sein? Die haben sich weder ihren Geburtsort noch den Krieg ausgesucht. Und sie haben es sich auch nicht ausgesucht, hierher zu kommen. Sie müssen!", so Bock wörtlich.

Mit den Fluchtursachen und der Ursachenbekämpfung setzten sich Marie-Claire Sowinetz vom UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR und Angelika Schoder vom Internationalen Versöhnungsbund auseinander: "Waffenproduktion und -exporte ermöglichen Kriege, dem muss global ein Riegel vorgeschoben werden", so Schoder. Eine der Forderungen der Teilnehmer an die Politik lautete dann auch: "Die vielen zivilen und gewaltfreien Initiativen in Konfliktregionen sollten gewürdigt und zivile Konfliktbearbeitung weltweit gefördert werden."

Magdalena Söberl, ehemalige Volontärin bei "Volontariat bewegt", erläuterte anhand ihrer eigenen Erfahrungen in der Fremde, was Menschen brauchen, die ein Leben in einem neuen Umfeld aufbauen müssen. "Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, sich in die Lage des Anderen versetzen zu können, das ist auch für gegenwärtige Situation in Österreich äußerst wichtig."

Mit ihren abschließenden Statements an die Bundesregierung und die Landeshauptleute setzten die Teilnehmer ein Zeichen an die Politik, dass noch mehr getan werden muss, damit "Eine Welt in Frieden und Solidarität" entstehen kann: "Geld für Integration statt für Grenzsicherung und militärische Maßnahmen", "Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit", "mehr und bessere Bildungsmöglichkeiten, etwa Deutschkurse sofort nach dem Eintreffen und Kurse für den Pflichtschulabschluss", "Begegnungs- und Lernräume wie das AAI in Wien in jeder größeren Stadt in Österreich einrichten" und "Profil zeigen gegenüber Populismus und Angstmache".

Bedauern über AAI-Einstellung
Christian Zettl vom Referat für Weltkirche, Mission und Entwicklungsförderung der Erzdiözese Wien, sagte, der "Dialog" werde 2017 "mit einem anderen aktuellen Thema fortgesetzt - bedauerlicherweise nicht mehr im AAI, weil dieses heuer seinen Bildungsbetrieb einstellen muss". Zettl sagte, die Veranstaltungsreihe zeige, dass die direkte Begegnung von Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und Religionen "Verständnis ermöglicht und Perspektiven für ein gutes Zusammenleben hier und weltweit entstehen lässt".

Über 70 Teilnehmer, darunter auch Flüchtlinge, Mitarbeitern von Flüchtlingsinitiativen und viele junge Menschen, die einen Freiwilligeneinsatz im Ausland absolviert hatten, nahmen beim "Dialog 2016" teil. Die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Österreich zog sich durch alle Workshops und Gespräche, die Theaterperformance, das interreligiöse Gebet und das abschließende, von Flüchtlingen gestaltete Trommel- und Tanzfest.

 

 

Quelle: kathpress

Menschen verschiedener Kulturen beim Innsbrucker 'Gartendankfest der Religionen'
15. März
2016
Islamexperte

Muslimische Flüchtlinge interessiert am Christentum

Jesuit Sokolowsky für offenen christlich-muslimischen Austausch über Spiritualität - "Muslimen ohne Angst, aber mit glaubhafter Argumentation gegenübertreten"

Idomeni im März 2016
15. März
2016
Idomeni

Caritas drängt auf humanitäre Lösung

Caritas-Helfer Preindl an griechisch-mazedonischer Grenze: Katastrophale hygienische Situation, zu wenig Schutz vor Kälte und Nässe

13. März
2016
Schönborn

Religionsfreiheit von Islam einfordern

Wiener Erzbischof: Immer mehr Muslime wollen Christen werden, "aber wir prüfen sehr genau, ob es eine ehrliche Konversion ist"

13. März
2016
Schönborn

"Humanitäre Korridore" für Flüchtlinge wiederbeleben

Vorsitzender der Bischofskonferenz in "Pressestunde": Flüchtlinge sollen wie 1.500 Syrer im Vorjahr Möglichkeit zu Resettlement ohne "Fluchtdramen" bekommen

comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Pressekonferenz Biko 2016
Schönborn & Bünker
Herstvollversammlung 2016
Bischofskonferenz
Schönborn in Ägypten
Verkündschafter
Kongress 7.-8. Oktober 2016
"DOCAT" Präsentation
Videos zurück #weiter#
image
Papst: Gebetsmeinungen
Dezember 2016
image
Pray. Skate. Live.
Passions of a fransican friar.
image
Cultus: Christkönig
Der Feiertag im Kirchenjahr
image
Im Zeichen der Ökumene
Schönborn und Bünker in Eisenstadt
image
Papst: Gebetsmeinungen
November 2016
Audio zurück #weiter#
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
"Wir brauchen das Ehrenamt"
Freiwilligenmesse-Initiator Walk
"Gemeinsam am Weg"
KJ-Vorsitzende zu 70 Jahre KJ
70 Jahre KJÖ
Jugendbischof Turnovszky
Menschenpflichten?
Jan & Aleida Assmann im Gespräch
Tipps zurück #weiter#
Advent in Vorarlberg
Do., 8.12. | 17:05 | ORF 2
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
November 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Oktober 2016
Die katholisch.at-Presseschau
September 2016
Die katholisch.at-Presseschau
August 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 28.11.2016

Bundespräsidentenwahl mit zwiespältigen religiösen Signalen

Keine Wahlempfehlung, aber der Versuch einer Einordnung einer...
Paul Wuthe | 15.07.2016

"Die Kirche zahlt sehr wohl Steuern, und nicht wenig"

Mein Gastkommentar im Standard in Reaktion auf den Beitrag des Wiener...
Der Redaktionsblog | 30.06.2016

"Unablässig Trümmer auf Trümmer"

Manchmal möchte man aus der Haut fahren. Ist die Welt nicht verrückt...
Kalender
05.12.2016 | Fernitz
Nikolausaktion
05.12.2016 | 17:00 | St. Stefan ob Stainz
Offene Trauergruppe
05.12.2016 | 18:00
10 Minuten für den Frieden
Täglich bis 22. Dezember beten wir in unserer Kapelle um 18.00 Uhr um den Frieden. mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2016 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: