Montag 29. Mai 2017
15. März 2016

"Mut machen statt Angst schüren"

Ute Bock bei Veranstaltung im Afro-Asiatischen Institut zur Flüchtlingshilfe: "Warum muss man ekelhaft sein? Die haben sich weder ihren Geburtsort noch den Krieg ausgesucht"

Ute Bock beim 'Dialog für Eine Welt 2016'

Mit einem klaren Statement an die Politik - "Mut machen statt Angst schüren!" - hat am Wochenende in Wien die dritte Ausgabe des "Dialogs für Eine Welt" geendet, die im Afro-Asiatischen Institut (AAI) zum Thema "Flüchten.Ankommen.Bleiben" stattgefunden hat. Die Flüchtlingshelferin Ute Bock forderte, Flüchtlinge "wie Menschen" zu behandelten: "Warum muss man ekelhaft sein? Die haben sich weder ihren Geburtsort noch den Krieg ausgesucht. Und sie haben es sich auch nicht ausgesucht, hierher zu kommen. Sie müssen!", so Bock wörtlich.

Mit den Fluchtursachen und der Ursachenbekämpfung setzten sich Marie-Claire Sowinetz vom UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR und Angelika Schoder vom Internationalen Versöhnungsbund auseinander: "Waffenproduktion und -exporte ermöglichen Kriege, dem muss global ein Riegel vorgeschoben werden", so Schoder. Eine der Forderungen der Teilnehmer an die Politik lautete dann auch: "Die vielen zivilen und gewaltfreien Initiativen in Konfliktregionen sollten gewürdigt und zivile Konfliktbearbeitung weltweit gefördert werden."

Magdalena Söberl, ehemalige Volontärin bei "Volontariat bewegt", erläuterte anhand ihrer eigenen Erfahrungen in der Fremde, was Menschen brauchen, die ein Leben in einem neuen Umfeld aufbauen müssen. "Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, sich in die Lage des Anderen versetzen zu können, das ist auch für gegenwärtige Situation in Österreich äußerst wichtig."

Mit ihren abschließenden Statements an die Bundesregierung und die Landeshauptleute setzten die Teilnehmer ein Zeichen an die Politik, dass noch mehr getan werden muss, damit "Eine Welt in Frieden und Solidarität" entstehen kann: "Geld für Integration statt für Grenzsicherung und militärische Maßnahmen", "Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit", "mehr und bessere Bildungsmöglichkeiten, etwa Deutschkurse sofort nach dem Eintreffen und Kurse für den Pflichtschulabschluss", "Begegnungs- und Lernräume wie das AAI in Wien in jeder größeren Stadt in Österreich einrichten" und "Profil zeigen gegenüber Populismus und Angstmache".

Bedauern über AAI-Einstellung
Christian Zettl vom Referat für Weltkirche, Mission und Entwicklungsförderung der Erzdiözese Wien, sagte, der "Dialog" werde 2017 "mit einem anderen aktuellen Thema fortgesetzt - bedauerlicherweise nicht mehr im AAI, weil dieses heuer seinen Bildungsbetrieb einstellen muss". Zettl sagte, die Veranstaltungsreihe zeige, dass die direkte Begegnung von Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und Religionen "Verständnis ermöglicht und Perspektiven für ein gutes Zusammenleben hier und weltweit entstehen lässt".

Über 70 Teilnehmer, darunter auch Flüchtlinge, Mitarbeitern von Flüchtlingsinitiativen und viele junge Menschen, die einen Freiwilligeneinsatz im Ausland absolviert hatten, nahmen beim "Dialog 2016" teil. Die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Österreich zog sich durch alle Workshops und Gespräche, die Theaterperformance, das interreligiöse Gebet und das abschließende, von Flüchtlingen gestaltete Trommel- und Tanzfest.

 

 

Quelle: kathpress

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