Sunday 28. August 2016
20. March 2016

Jesus-Nachfolge keine "Weichspül-Religion"

Im Heute auf den Spuren Christi zu gehen, heiße oft, "Farbe bekennen, heißt mit Haut und Haaren aus der lebendigen Beziehung zu Jesus Christus leben"

Mit Blick auf die weltweite Christenverfolgung ist die Jesus-Nachfolge für den Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl "alles andere als eine Weichspül-Religion". Weltweit würden nach wie vor Menschen ob ihres Glaubens an Jesus Christus getötet, betonte der Bischof bei der Palmweihe im Grazer Dom am Sonntag. Sie machten deutlich: Im Heute auf den Spuren Christi zu gehen heiße oft, "Farbe bekennen, heißt mit Haut und Haaren aus der lebendigen Beziehung zu Jesus Christus leben, heißt im Namen Gottes lieben, heißt immer und überall ihn in diese oft so heil- und orientierungslos scheinende Welt zu bringen".

 

Krautwaschl rief zum Gedenken und Beistand für diese "Glaubensbrüder und Glaubensschwestern in vielen Ländern der Erde, auch im Nahen und Mittleren Osten, dort also, wo unser Herr gelebt hat", auf. Immer wieder werde Christen dort ihr Bekenntnis abverlangt. Sie machten deutlich, "Christ zu sein bedeutet dem zu folgen, der sich aus Liebe wehrlos gemacht hat".

 

Zugleich machten Gläubige die Erfahrung, so der Bischof, zu kurz zu greifen und nur halbherzig zu folgen. Jeder dürfe dabei aber auf Gottes Gerechtigkeit hoffen, die die von Barmherzigkeit geprägt sei. "Ich darf als Mensch darauf hoffen, dass der Herr mich nicht fallen lässt."

 

 

Quelle: kathpress

Der Auferstandene entschwebt dem Grab.       Wien Kahlenbergerdorf, 14.2.2004
17. March
2016

Ostern in Radio & TV

Wir haben einen Überblick über die wichtigsten Religionssendungen in Radio und Fernsehen rund um Ostern für Sie erstellt.

Bild: An der Demonstration nahmen viele Menschen teil, die auf Plakatten ihre Solidarität bekundeten. Mehr als 500 deutsche und orientalische Christen haben am 17. August 2014 in der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale für die verfolgten religiösen Min
11. March
2016

Bischöfe fordern mehr Hilfe für verfolgte Christen

Erklärung zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz: Alle fünf Minuten wird ein Christ wegen seines Glaubens getötet

Karwoche

Christen in aller Welt gedenken in der Karwoche und zu Ostern der Botschaft vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu Christi. Ostern fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen: So stellt das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung Christi den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Ostern ist damit das wichtigste und höchste Fest der Christenheit.

 

Die Karwoche - das Wort wird aus dem althochdeutschen "kara" oder "chara" für Klage, Kummer, Trauer abgeleitet - wird in anderen Sprachräumen u. a. auch "Heilige Woche", "Holy Week", "Semaine sainte" oder "Settimana Santa" genannt.

 

Die eigentliche Vorbereitung auf Ostern beginnt am Palmsonntag. Palmen galten im alten Palästina als Zeichen der Königswürde und des Friedens. In der Karwoche werden zunächst in der Chrisam-Messe jene Öle geweiht, die das ganze Jahr über bei Taufen, Firmungen, Krankensalbungen und Priesterweihen verwendet werden. Schon in der Heiligen Schrift steht das Öl für Gesundheit, Lebensfreude, Kraft und Frieden.

 

Mit dem Gründonnerstag beginnen die "heiligen drei Tage". Der Name Gründonnerstag geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche Wort "Greinen" oder "Grienen" zurück, was so viel wie "wehklagen" bedeutet. An diesem Tag wurden die Sünder, die Buße geleistet hatten, die "Greinenden", wieder in die Gemeinde aufgenommen. Manche Forscher verweisen aber auch darauf, dass der Gründonnerstag seit dem 4. Jahrhundert ein kirchlicher Freudentag war, an dem die zuvor Exkommunizierten nach Buße und Vergebung wieder zur Kommunion zugelassen (also wieder "grünendes Holz" am Stamm der Kirche nach Lukas 23,31) waren.

 

Schweigen und verhüllen

 

Die Abendmesse am Gründonnerstag erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu, bei dem er das Priestertum und die Eucharistie einsetzte. Als Zeichen der dienenden Liebe wusch Jesus vor dem Mahl seinen Jüngern die Füße. Diesen Brauch, der seit dem Konzil von Toledo 694 bekannt ist, wiederholen am Gründonnerstag bis heute in vielen Kirchen Priester oder Bischöfe. Als Ausdruck der Trauer verstummen während der Messe Orgel und Glocke und schweigen bis zur Osternacht. Weiteres Zeichen der Anteilnahme am Leiden Christi ist die Verhüllung von Kreuz und Altar. Und in vielen christlichen Gemeinden werden bis zum Karfreitag Nachtwachen gehalten.

 

Für evangelische Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag des Jahres. Die katholische Kirche wiederum kennt am Karfreitag wie auch am Karsamstag keine Eucharistiefeier. Der Karfreitag ist neben dem Aschermittwoch der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fasttag gilt. Zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr versammeln sich die Katholiken zu einem Gottesdienst, der sich von allen anderen Feiern während des Jahres unterscheidet. Im Mittelpunkt steht die Kreuzverehrung sowie das Fürbittgebet für die Kirche und die ganze Welt. Der Karsamstag ist der stillste Tag im Kirchenjahr. An diesem Tag verweilt die Kirche am Grab des Herrn, betrachtet seinen Abstieg in das Reich des Todes und erwartet seine Auferstehung.

 


Stationen der Karwoche

 

Palmsonntag
Die eigentliche Vorbereitung auf Ostern beginnt am Palmsonntag. Palmen galten im alten Palästina als Zeichen der Königswürde und des Friedens. In der Karwoche werden zunächst in der Chrisam-Messe jene Öle geweiht, die das ganze Jahr über bei Taufen, Firmungen, Krankensalbungen und Priesterweihen verwendet werden. Schon in der Heiligen Schrift steht das Öl für Gesundheit, Lebensfreude, Kraft und Frieden.
Gründonnerstag
Am Gründonnerstag steht die Botschaft vom letzten Abendmahl Jesu mit seinen zwölf Jüngern im Mittelpunkt. Auf dieses Abendmahl geht auch das Sakrament der Eucharistie zurück. Nach dem Abendmahl, so berichtet es das Evangelium, wurde Jesus verraten und von der römischen Besatzungsmacht festgenommen. In der Nacht von Donnerstag auf den Karfreitag halten manche Pfarren daher eine Nachtwache vor dem Grab Jesu oder eine durchgehende Anbetung. Die Bezeichnung Gründonnerstag kommt übrigens vom Mittelhochdeutschen "gronan" (weinen, greinen).
Karfreitag
Am Karfreitag wird des Todes Jesu gedacht. Kar bedeutet dabei Klage. Dem Evangelium zufolge endete Jesu Leben mit seiner Hinrichtung durch das Kreuz. Der Karfreitag ist damit der "unglaublichste" Moment im Christentum - nämlich jener des Todes desjenigen, den Christen als Sohn Gottes anbeten. Um 15 Uhr - der Todesstunde Jesu - wird in besonderer Form des Todes gedacht - etwa durch einen Kreuzweg. Schon seit dem frühen Mittelalter hat dieser besondere, dunkle Tag auch die Kunst inspiriert und etwa die Passionen (etwa jene von J.S. Bach) hervorgebracht.
Karsamstag
Der Karsamstag gilt als Tag der Grabesruhe. Es ist - mit dem Karfreitag - der einzige Tag im ganzen Jahr, der keine Eucharistie kennt. Der Karsamstag ist der liturgische Trauertag, ein ruhiger Tag. In manchen Kirchen können die Gläubigen das in den Kirchen aufgestellte Grab Jesu besuchen. Dabei handelt es sich um Nachbildungen der Grabarchitektur der Jerusalemer Grabeskirche. In den Pfarren werden Gebetsstunden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten.

 


 

Die Karwoche endet schließlich mit der Osternacht bzw. der Auferstehungsfeier - zumeist in gefeiert in Form von Gottesdiensten in der Nacht auf den Ostersonntag. Sie symbolisiert - etwa in Form der in der Feier entzündeten Osterkerze - den Sieg Gottes über den Tod. Die Osternachtfeier ist der liturgische Höhepunkt des Kirchenjahres. Die Lesungen aus der Bibel erinnern an die jüdischen Wurzeln des Christentums, wie den Auszug Mose aus Ägypten, und erzählen die Schilderung der Frauen und Jünger vom leeren Grab.

 

 

Zuletzt bearbeitet am 17. März 2016

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