Freitag 23. Juni 2017
21. März 2016

"Renaissance der Zivilgesellschaft kommt gerade recht"

Caritas-Präsident in der "Presse": "Zusammenwachsende Welt braucht Globalisierung der Verantwortung" - 55.000 Caritas-Freiwillige seit Sommer vergangenen Jahres im Einsatz

Michael Landau.        Wien, 22.9.2005

Für Caritas-Präsident Michael Landau kommt "die Renaissance der Zivilgesellschaft" gerade rechtzeitig. Angesichts von Hunger, Kriegen und Krisen in einer zusammenwachsenden Welt, sei es "Globalisierung des Verantwortungsbewusstseins, eine Verantwortung im Weltmaßstab und nicht nur für den Hausgebrauch" nötig, befand Landau in einem Gastkommentar für die "Presse am Sonntag". Seit vergangenem Sommer hätten sich rund 55.000 Freiwillige über die Caritas für Menschen in Not engagiert.

 

Die Solidarität mit dem anderen sieht Landau bereits in der Natur des Menschen festgelegt. "Ohne ein Du wird keiner zum Ich." Ein glückliches Leben führe deshalb niemals an den anderen vorbei. Das gelte auch global gesehen, so der Caritas-Präsident. "Inseln von Wohlstand sind in einem Meer von Armut auf Dauer nicht stabil." Solidarität müsse deshalb über die eigenen vier Wände hinausreichen: "Es geht um Nächstenliebe ohne Wenn und Aber, um Nächstenliebe, die den Fernen und Fremden ebenso wie unserem unmittelbaren Gegenüber gilt."

 

Am Ende des Lebens zählten nicht Titel oder Prestige, "sondern wir werden vor der Frage stehen, ob wir aufeinander geachtet haben", betonte Landau. Wie die vielen Tausenden Freiwilligen sei auch er überzeugt: "Der wahre Schlüssel zu einem geglückten Leben liegt nicht darin, sich nur um das eigene Glück, sondern gerade auch um das Glück der anderen zu sorgen."

 

Der Caritas-Präsident forderte dazu auf, nicht zu schweigen, wo Menschen durch Menschen Unrecht geschieht. "Nicht Unrecht mit Weihrauch beduften, sondern Widerspruch wagen, darum geht es. Auch, um die Welt ein Stück schöner, gerechter, menschenfreundlicher zurückzulassen, als wir sie vorgefunden haben."

 

Der schlechteste Ratgeber sei in dieser Situation die Angst, "denn nichts hemmt solidarisches Handeln mehr als Angst". Landau ist überzeugt: "Wir alle können in unserem Umfeld konkrete Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe setzten. Zumindest dann, wenn wir nach den Grenzen nicht auch unsere Herzen schließen."

 

Quelle: kathpress

Michael Kuhn     Wien, 7.4.2006
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