Tuesday 31. May 2016
24. March 2016

Was feiern Christen am Gründonnerstag?

Am Gründonnerstag steht die Botschaft vom letzten Abendmahl Jesu mit seinen zwölf Jüngern im Mittelpunkt.

Papst Franziskus hat am Gründonnerstag, 17. April 2014, zwölf Behinderten in einem römischen Therapiezentrum die Füße gewaschen, unter anderem an einem 75 Jahre alten libyschen Muslim. Foto: Siciliani/Osservatore Romano

Mit dem Gründonnerstag beginnen die "heiligen drei Tage". Der Name Gründonnerstag geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche Wort "Greinen" oder "Grienen" zurück, was so viel wie "wehklagen" bedeutet. An diesem Tag wurden die Sünder, die Buße geleistet hatten, die "Greinenden", wieder in die Gemeinde aufgenommen. Manche Forscher verweisen aber auch darauf, dass der Gründonnerstag seit dem 4. Jahrhundert ein kirchlicher Freudentag war, an dem die zuvor Exkommunizierten nach Buße und Vergebung wieder zur Kommunion zugelassen (also wieder "grünendes Holz" am Stamm der Kirche nach Lukas 23,31) waren.

 

Die Abendmesse am Gründonnerstag erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu, bei dem er das Priestertum und die Eucharistie einsetzte. Als Zeichen der dienenden Liebe wusch Jesus vor dem Mahl seinen Jüngern die Füße. Diesen Brauch, der seit dem Konzil von Toledo 694 bekannt ist, wiederholen am Gründonnerstag bis heute in vielen Kirchen Priester oder Bischöfe. Als Ausdruck der Trauer verstummen während der Messe Orgel und Glocke und schweigen bis zur Osternacht. Weiteres Zeichen der Anteilnahme am Leiden Christi ist die Verhüllung von Kreuz und Altar. Und in vielen christlichen Gemeinden werden bis zum Karfreitag Nachtwachen gehalten.

 

 

Mit der Vesper am Gründonnerstag endet auch die österliche Bußzeit. Dass mit dem Ende der Bußzeit etwas Neues beginnt, spiegelt sich auch in den Chrisammessen, die jährlich am Vormittag des Gründonnerstags gefeiert werden. In ihr werden neue Öle geweiht, die bei Weihen, Taufen, Firmungen sowie Krankensalbungen zum Einsatz kommen. Dieser Brauch geht auf biblische und antike Traditionen zurück. Bereits im Altertum war Öl nicht nur als Nahrungsmittel gebräuchlich, sondern wurde auch als Arznei und zur Körperpflege genutzt. Die griechische Bezeichnung für die Öle, Chrisam, verweist einerseits auf Christus als den Gesalbten und das griechische Wort für Salböl, chrisma. Diese doppelte Bedeutung soll unterstreichen, dass eine Salbung mit den Ölen nach dem Verständnis der Kirche Zeichen für die Begegnung mit Christus ist.

 

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