Montag 26. Juni 2017
22. März 2016

Islamische Glaubensgemeinschaft: Terror ist Gotteslästerung

IGGiÖ spricht von wachsender Wut unter Muslimen angesichts "menschenverachtender Bestialität der Terroristen, denen nichts heilig ist"

Mit einer eindringlichen Verurteilung von Terror hat die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) auf die Anschläge in Brüssel reagiert. Neben Trauer, Betroffenheit und Mitgefühl mit den Opfern der Anschlagsserie von Brüssel mache sich aber auch "Wut unter Muslimen" breit "angesichts der menschenverachtenden Bestialität der Terroristen, denen nichts heilig ist". Jeder "Allahu akbar" (Gott ist größer!)-Ruf der Terroristen "ist eine Gotteslästerung", heißt es in der Presseaussendung der IGGiÖ am Dienstag. Die Attentäter würden "in ihrem Todeskult und zerstörerischen Rausch, Angst und Schrecken zu verbreiten" vor allem ihren "irren Allmachtsphantasien" huldigen.

 

In der Stellungnahme bekundet die oberste Vertretung der Muslime in Österreich ihre Solidarität mit allen Opfern terroristischer Anschläge und jenen, die sich in ihrer Heimat ihres Lebens nicht mehr sicher seien wie die Kriegsflüchtlinge. Gleichzeitig appelliert sie an die Politik, für eine Lösung des Syrienkriegs einzutreten. Durch die Destabilisierung der gesamte Region werde auch die Türkei zunehmend zum Ziel terroristischer Attacken, erinnert die IGGiÖ.

 

Deutsche Muslime: "Es reicht!"

 

Der deutsche Liberal-Islamische Bund (LIB) rief angesichts des Terrors die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf. "Sollten die Anschläge in Brüssel von Muslimen 'im Namen des Islam' verübt worden sein, so sagen wir mit aller Deutlichkeit: Es reicht!", betonte LIB-Vorstandvorsitzende Lamya Kaddor in Duisburg.

 

Der Präsident des deutschen Zentralrats der Juden, Josef Schuster, forderte eine schnelle Aufklärung der Hintergründe der Anschläge. Die Angst vor Terroranschlägen dürfe nicht den Alltag bestimmen, erklärte er auf Facebook. "Wir müssen wachsam bleiben, aber uns unsere europäischen Werte und unsere Freiheit bewahren."

 

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz rief die Menschen in der belgischen Hauptstadt auf dem Kurznachrichtendienst dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und den Anweisungen der Behörden zu folgen. "Meine Gedanken sind nach diesen abscheulichen Attacken bei Brüssel und seinen Bürgern", twitterte er.

 

 

Quelle: kathpress

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