Samstag 25. März 2017
25. März 2016

Was feiern Christen am Karfreitag?

Karfreitag ist der Gedächtnistag der Kreuzigung Christi. Dieser Tag, in der evangelischen Kirche der höchste Feiertag, wird als strenger Busstag begangen.

Was feiern Christen am Karfreitag?

Sie sind die nachtschwärzesten Tage im christlichen Jahreskreis - und zugleich gehören sie maßgeblich zu Ostern, dem höchsten Feiertag im Christentum dazu: Karfreitag und Karsamstag. Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes "unglaubliches" Geschehen, dessen sich Christen am Karfreitag erinnern: schließlich steht an diesem Tag nach dem Gründonnerstag nichts anderes als das Scheitern ihrer Hoffnung im Mittelpunkt - der Tod Jesu.

 

Kar bedeutet dabei Klage. Den Evangelien zufolge endete Jesu Leben mit seiner Hinrichtung durch das Kreuz. Um 15 Uhr - der Todesstunde Jesu - wird in besonderer Form des Todes gedacht - etwa durch einen Kreuzweg. Im Mittelpunkt steht die Kreuzverehrung sowie das Fürbittgebet für die Kirche und die ganze Welt. Die Eucharistie wird am Karfreitag und Karsamstag nicht gefeiert. Der Karfreitag ist neben dem Aschermittwoch der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fasttag gilt.

 

Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes "unglaubliches" Geschehen, dessen sich Christen am Karfreitag erinnern: schließlich steht an diesem Tage nichts anderes als das Scheitern ihrer Hoffnung im Mittelpunkt - der Tod Jesu.

 

Zum traditionellen religiösen Brauchtum gehören Karfreitagsprozessionen und Kreuzwege. Ein Kreuzweg erinnert an das Leiden und Sterben Jesu. Es handelt sich um einen Wallfahrtsweg, bei dem der Beter den einzelnen Stationen des Weges Jesu von der Verurteilung bis zum Kreuzestod folgt. Der Begriff meint auch eine Andachtsform, bei der der Beter den Leidensweg innerlich nachvollzieht.

In nahezu jeder katholischen Kirche gibt es 14 bildliche Darstellungen, die den Leidensweg zeigen. Nachgebildet wird der in der Bibel beschriebene Weg Jesu über die Via Dolorosa, die schmerzensreiche Straße, in Jerusalem, von der Burg Antonia, wo Pontius Pilatus Jesus zum Tode verurteilte, bis zur Stelle von Golgatha, wo er am Kreuz starb.

 



Künstlerische Ausdrucksformen existieren sowohl in kirchlichen Räumen als auch im Freien. Dort handelt es sich zumeist um eine Folge von Kapellen oder Bilderstöcken mit plastischen oder gemalten Darstellungen entlang eines Weges. Die ersten Stationenwege entstanden um 1500, in ihrer heutigen Form mit 14 Stationen gibt es sie seit dem 17. Jahrhundert. Allgemeine formale Richtlinien erließ 1731 Papst Clemens XII. In neueren Darstellungen ist als 15. Station ein Bildnis des Auferstandenen hinzugefügt.

Die Päpste beteten in den vergangenen Jahren am Karfreitag am antiken römischen Kolosseum den Kreuzweg. Sie gedenken damit auch der Christen, die nach Überlieferungen Raubtieren vorgeworfen wurden.

 

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