Freitag 24. März 2017
17. Februar 2017

Bestsellerautorin begleitet Kirchenzeitungsleser durch Fastenzeit

Ordensfrau Melanie Wolfers in Fastenzeit-Reihe "ICH mit MIR - von der Kunst, mit sich selbst befreundet zu sein" - Wolfers Buch "Freunde fürs Leben" auf "Spiegel"-Bestsellerliste

Für einen literarischen Überraschungs-Coup hat die Theologin, Seelsorgerin und Ordensfrau Melanie Wolfers gesorgt: Mit ihrem neuen Buch "Freunde fürs Leben. Von der Kunst, mit sich selbst befreundet zu sein" landete sie als Neueinsteigerin auf Platz 30 der begehrten "Spiegel"-Bestsellerliste in der Rubrik Sachbuch. Ab März begleitet die in Wien lebende Salvatorianerin Leser österreichischer Kirchenzeitungen mit einer Kolumne zum Thema "ICH mit MIR" durch die Fastenzeit. Wolfers gibt darin Einblicke in die Kunst, mit sich selber befreundet zu sein.

 

Dass eine Freundschaft mit sich selbst nicht immer selbstverständlich ist, erlebt Wolfers öfter in ihrer seelsorglichen Tätigkeit, schildert die Ordensfrau in einem Interview für die aktuellen Wochenausgaben der österreichischen Kirchenzeitungen. "Wir Menschen sind uns selbst oft im Weg und tun uns schwer mit uns selbst. Wir alle haben Eigenschaften, die wir an uns selbst nicht leiden können und gehen dann oft hart oder abwertend mit uns um." Für Wolfers eine problematische Haltung, "schließlich sind wir selbst der Mensch, mit dem wir vom ersten bis zum letzten Atemzug zusammenleben".

 

Wolfers rät deshalb dazu, mit sich selber Zeit zu verbringen, denn wie jede andere Freundschaft lebe auch jene zu sich selbst davon, "dass man sich Zeit miteinander nimmt": "Ich nehme mir Zeit für das, was wichtig ist und ich versuche, die Sprache meines Körpers und meiner Seele wahrzunehmen."

 

Die reflektierende Begegnung mit sich selbst falle aber nicht immer leicht, vor allem dann, wenn es darum geht, sich den "dunklen Kapiteln" des eigenen Lebens zuzuwenden, so Wolfers. Sie zahle sich aber aus, denn, "erst wenn ich auf die leise Stimme des Herzens höre, werde ich wissen, worum es mir wirklich geht, und mein eigenes Leben führen". Positive Auswirkungen habe dies auch auf die Beziehung mit anderen. "Wenn ein Mensch mit sich selbst befreundet ist, wird er ganz anders beziehungsstark: Er muss dann seine Ich-Grenzen nicht krampfhaft behaupten."

 

Melanie Wolfers studierte Theologie und Philosophie in Freiburg und München und arbeitete anschließend als Hochschulseelsorgerin in München. 2004 trat sie in den Orden der Salvatorianerinnen in Österreich ein. Seitdem lebt und arbeitet sie u.a. als Seelsorgerin, Beraterin und Autorin in Wien. Das Buch "Freunde fürs Leben. Von der Kunst, mit sich selbst befreundet zu sein" ist im adeo-Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro.

 

 

Quelle: kathpress

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