Montag 1. Mai 2017
23. März 2017

7,6 Millionen Euro für Menschen im Orient

KOO-Geschäftsführer Hödl: "Moralische, materielle und spirituelle Solidarität der Weltkirche mit den Menschen im Nahen und Mittleren Osten derzeit von besonderer Bedeutung"

Die moralische, materielle und spirituelle Solidarität der Weltkirche mit den Menschen im Nahen und Mittleren Osten ist derzeit von besonderer Bedeutung: Das hat Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz (KOO), gegenüber "Kathpress" betont. Deshalb hätten zuletzt auch die kirchlichen Hilfswerke in Österreich ihren Einsatz in dieser Richtung noch verstärkt. 2016 wurden 185 Projekte mit 7,6 Millionen Euro unterstützt. "Durch gezielte Unterstützung von Projekten tragen wir so zur Bildung, wirtschaftlichem Überleben, Sicherheit, Friede und Freiheit in den Ländern des Nahen Ostens bei", so Hödl wörtlich.

 

Von 2009 bis 2016 konnte der Projekteinsatz in der Region um fast 500 Prozent gesteigert werden. Schwerpunktländer seien Syrien, Libanon und Jordanien. Auch in der Türkei, Irak, Iran, Israel, Jemen, Ägypten und West Bank/Gaza werde aber geholfen, so Hödl.

 

Syrien ist seit sechs Jahren im Kriegszustand. Durch den Krieg wurden bereits über elf Millionen Menschen - mehr als die Hälfte der Bevölkerung - vom Assad-Regime, verschiedenen Rebellengruppen und dem IS in die Flucht getrieben, viele von ihnen als Binnenvertriebene im eigenen Land. Im Irak, in dem der IS sich besonders weit ausbreiten und quasi-staatliche Strukturen aufbauen konnte, wurden vier Millionen Menschen intern vertrieben. Immer mehr suchen aber auch Schutz in anderen Ländern.

 

Die meisten Mittel sind laut Hödls Angaben mit 2,9 Millionen Euro Jordanien zugute gekommen, gefolgt von Syrien (1,8 Mio.), dem Libanon (1,2 Mio.), Irak (1 Mio.) und Ägypten (0,5 Mio). Im Einsatz seien die Caritas, "Kirche in Not", die "Initiative Christlicher Orient", "Missio Austria", zahlreiche Ordensgemeinschaften, die Dreikönigsaktion, die MIVA, Horizont3000 und das Aussätzigen Hilfswerk Österreichs.

 

Die von Hödl angegebenen Hilfsgelder bzw. vor Ort tätigen Hilfswerke beziehen sich freilich nur auf jene katholischen Organisationen, die Mitglied der KOO sind. Darüber hinaus gibt es noch andere wie etwa das ökumenisch ausgerichtete Hilfswerk "Christian Solidarity International", die sich ebenfalls im Orient engagieren.

 

Österreich fördert Rückkehrmöglichkeiten

 

Die Austrian Development Agency (ADA) plant, sich mit bis zu elf Millionen Euro am Wiederaufbau in den aus der Hand der IS-Terroristen befreiten Gebieten im Irak zu beteiligen. Die Wiederaufbauprojekte kommen auch der überwiegend von Christen bewohnten Ninive-Ebene zugute, wie es in einer Aussendung heißt. Nach der Offensive zu Befreiung der von IS-Terroristen besetzten Gebiete konnten rund eine Million Menschen in ihre Heimatorte zurückkehren. Die befreiten Gebiete seien aber vermint und die Infrastruktur in vielen Fällen völlig zerstört. Genau hier setze das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) an, das von der ADA mitfinanziert wird, heißt es.

 

"Österreich bietet vertriebenen oder geflüchteten Menschen gezielt die Möglichkeit zur Heimkehr, sobald die akute Gefahr vorüber ist. Deshalb beteiligen wir uns verstärkt an Wiederansiedelungs- und Reintegrationsprogrammen, die den Menschen durch Verdienstmöglichkeiten sowie durch den Wiederaufbau von Infrastrukturen wie Schulen und Krankenhäusern eine Perspektive bieten", so Außenminister Sebastian Kurz.

 

Auf Grund eines Aufsichtsratsbeschlusses von vergangener Woche finanziert die Austrian Development Agency (ADA) mit weiteren drei Millionen Euro den sogenannten UNDP-"Fonds zur Unterstützung der erweiterten Stabilisierung" mit. In enger Abstimmung mit der irakischen Regierung würden mit dieser Fördereinrichtung Bildungsanstalten, Elektrizitätskraftwerke und Straßen wiederaufgebaut.

 

"Damit die Menschen auch dauerhaft zurückkehren können, ist die Unterstützung von Kleinstbetrieben - wie zum Beispiel Bäckereien - extrem wichtig", so ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter: "Nur wenn Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten für tausende Menschen geschaffen werden, können diese auch bleiben". Die von Österreich geförderten UNDP-Maßnahmen werden vor allem in den Provinzen Ninive, Anbar und Diyala umgesetzt.

 

 

Quelle: kathpress

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