Dienstag 23. Mai 2017
18. Mai 2017

Marienfrömmigkeit im Kontext der Zeit verstehen

Innsbrucker Dogmatiker sieht Marienfrömmigkeit an Schnittstelle zwischen Volksfrömmigkeit und kirchlicher Doktrin - Sie als "Blödsinn" abzutun, ist zu simpel

Für den Innsbrucker Theologen Josef Niewiadomski ist das Phänomen der Marienfrömmigkeit nur im Kontext der jeweiligen Zeit, Sprache und der Ängste der Menschen zu verstehen. "Je nachdem bekommen die Formen unterschiedliche Gestalten", erklärt der an der Universität Innsbruck lehrende Dogmatikprofessor in der aktuellen Ausgabe der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag". In Europa kam es laut Niewiadomski in einer "Zeit der ungeheuren Wirren" zu einer Hochblüte der Marienverehrung, nach der Französischen Revolution und den folgenden Nationalismen im 19. Jahrhundert. Auf diesem Hintergrund sehe er auch die Erscheinungen in Lourdes und dann Fatima.

 

Marienfrömmigkeit als "Blödsinn" abzutun, ist ihm zu simpel, sagte Niewiadomski. Sie liege vielmehr an jener Schnittstelle, an der sich Volksfrömmigkeit mit ihren legitimen Bedürfnissen und die kirchliche Doktrin "problemlos treffen". Dogmatischer Anknüpfungspunkt sei der Glaube an die Gemeinschaft der Heiligen, die auch über den Tod hinaus um Hilfe angerufen werden können. Maria sei hier die "Fürsprecherin par excellence". Die Seite der Bedürfnisse und Ängste von Menschen, die dabei wahrnehmbar würden, qualifizierte der Theologe als "volkstümlich" - "und keiner von uns kann sich davon frei machen".

 

Im Fall von Fatima kämen darin die Ängste des damaligen Christentums zu Tage. Die Angst und der Wille, Menschen zu retten durch die Warnung vor der Hölle, träfen sich dort. Ein Motiv, das übrigens auch heute anzutreffen sei, so der Dogmatiker. "Wir drohen permanent mit dem Weltuntergang ökologischer Natur, damit die Menschen anders handeln - genau die gleiche Argumentationsfigur".

 

Im Grunde sei das Phänomen der Marienerscheinung aber "gut jesuanisch". Denn, eigentlich werden dort immer Außenseiter, Menschen, die zu kurz kommen ins Zentrum gerückt, und zwar nicht als "arme Munschkerln", sondern durch einen Auftrag, den sie jenseits von Hass oder Klassenkampf den Mächtigen gegenüber zu erfüllen haben. So etwa auch am Anfang der Marienerscheinungen der neueren Geschichte, in Guadelupe in Mexiko: Dort musste ein Mestize, ein "absoluter Außenseiter", nach der Eroberung durch die Spanier auf Geheiß Marias dem spanischen Bischof eine Botschaft überbringen. Niewiadomski: "Diese Frömmigkeit integriert eine ausgegrenzte Gruppe, sie wird aktiv und gestaltet die religiöse Kultur."

 

 

Quelle: kathpress

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