Samstag 24. Juni 2017
31. Mai 2017

Orden wollen "Umkehr im Wirtschaften" vorantreiben

Männer- und Frauenorden widmen Wirtschaftstagung der Papst-Enzyklika "Laudato si"

Österreichs Frauen- und Männerorden wollen ihren Fokus auf konkret gelebte Nachhaltigkeit schärfen und haben ihre Wirtschaftstagung in Salzburg am Dienstag und Mittwoch der Papst-Enzyklika "Laudato si" gewidmet. Solidarisches Wirtschaften sei den Klöstern ohnehin in die Wiege gelegt, sagte Magdalena Holztrattner, Direktorin der Katholischen Sozialakademie (ksoe) und eine der Hauptreferentinnen, zu den 80 Ordensvertretern. Daraus erwachse jedoch auch Verantwortung, sei doch Orientierung am Gemeinwohl als "goldene Regel" heute verdrängt und vielen Menschen nicht mehr zugänglich.

 

Neues Wirtschaften sei aus einer tiefen Sorge um die Erde als das "gemeinsame Haus" heraus nötig, betonte Holztrattner. "Was wir der Erde antun, das tun wir uns selbst an." Das durch die Umweltzerstörung verursachte Leid der Armen und Ausgegrenzten erfordere eine "globale ökologische Umkehr im Sinne von Konversion" hin zum Gemeinwohl, so die ksoe-Chefin. Schritte zu unternehmen gelte es auch gegen die Wegwerfkultur - "Wegwerfen ist Diebstahl" - sowie die "Verschnellerung", die nämlich Leerräume und damit auch "Muße, Stille, Erinnerung, Zweckfreiheit und Gebet" verdränge.

 

Christen seien stets dazu verpflichtet, Partei für die Armen zu ergreifen, betonte die Kirchenexpertin. Aus dem Glauben müsse sozialpolitisches Engagement erwachsen, da Christsein immer mit Politik zu tun habe. Holztrattner: "Gute Politik ist die nachhaltigste Form der Nächstenliebe." Auch auf die eigene Lebensgestaltung komme es an: "Von uns wird ein ökologischer und nachhaltiger Lebensstil erwartet, mit einer tiefen Herzensbildung." In der Erziehung gelte es zudem ganzheitliches ökologisches Bewusstsein zu fördern, um damit neue Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten zu ermöglichen.

 

"Richtiges richtig machen und gute Entscheidungen auf lange Sicht treffen" beschrieb die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter als anzustrebendes Ziel. Wirtschaftstreibende müssten ihr Zeitgefühl erweitern. "Wir entscheiden heute über Jahrtausende. Die apokalyptische Gefahr lässt sich dabei aber nur durch tägliche Akte abschaffen", so die Professorin der Universität Klagenfurt. Im heutigen "Zeitalter der Nebenwirkungen und der heimtückischen Probleme" sei es wichtig, täglich die Balance zwischen Anforderungen aus dem Wirtschaft-, Sozial- und Umweltbereich zu finden und dabei nicht dauerhaft ökologische Grenzen zu überschreiten.

 

Winiwarter bezeichnete es als "bemerkenswerte" Merkmale der Papst-Enzyklika "Laudato si", "dass es ein Eingeständnis des Klimawandels gibt, ein klarer Zusammenhang zwischen Nord und Süd benannt, dass Nachhaltigkeit gerade in ihrer sozialen Dimension gesehen wird." Allerdings habe der Papst das sozial-ökologische Wirtschaften sowie auch die Altlasten der Nuklearsprengköpfe nicht direkt erwähnt. Dies beanstande sie deshalb, da Friedens- und Umweltbewegungen wieder zusammengeführt werden müssten. Winiwarter: "Es gibt genug Nahrung und Ressourcen für alle. Aber es ist nicht genug da, wenn diese Ressourcen absichtlich durch Kriege vernichtet werden."

 

Da es bei vielen Problemen keine win-win-Lösung geben werde, seien Regelungen für die klare Benennung und Zuteilung von Folgekosten nötig, da diese nicht länger ausgelagert werden sollten. "Vorsorgende Innovation" sei im Umgang mit neuen Risiken wie etaw der Nano-Technologie vonnöten, betonte Winiwarter. Völlig falsch sei es hingegen, vor Altlasten die Augen zu verschließen und somit künftigen Generationen die Kosten dafür aufzuhalsen.

 

Weitere Impulsgeber der Wirtschaftstagung, die im Rahmen des Orden-Themenblocks "#GerechtigkeitGeht" stattfand, waren u.a. Druckerei-Chef Ernst Gugler, Abt Johannes Perkmann von der Benediktinerabei Michaelbeuern sowie der Religionslehrer, Friedensaktivist und Vorsitzende der Katholischen Aktion Innsbruck, Klaus Heidegger.

 

 

Quelle: kathpress

17. Mai
2017

Breite Sozialinitiative "Christlich geht anders!" nimmt Konturen an

Kampagne "Christlich geht anders!" wirbt mit neuer Website - "Wer Ängste schürt und Menschen gegeneinander ausspielt, zerstört gesellschaftlichen Zusammenhalt"

11. Mai
2017
Theologe

Orden müssen Freiräume für Gott offen halten

Grazer Moraltheologe Schaupp bei steirischem Ordenstag im Stift Rein: Ordensleben muss "Leben in produktiver Differenz" zur Gesellschaft sein, wo der "Überschuss des Reiches Gottes" sichtbar wird

Johannes Jung OSB
10. Mai
2017

Wiener Ordenskonferenz wählt Abt Jung zum Vorsitzenden

Stellvertreter des Schotten-Abtes in der Ordenskonferenz wird Dominikaner-Provinzial P. Brogl

Fotogalerien zurück #weiter#
Bischöfe in Mariazell
Sommervollversammlung 2017
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
Bischöfe in Vorarlberg
Frühjahrsvollversammlung 2017
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Videos zurück #weiter#
image
Papst: Gebetsmeinungen
Juni 2017
image
Papst: Gebetsmeinungen
Mai 2017
image
Tag der Arbeitslosen
image
Ein gemeinsamer Ostertermin
Vortrag vonProf Groen
image
Papst: Gebetsmeinungen
April 2017
Audio zurück #weiter#
Aussöhnung in Sicht?
Der Vatikan & die Piusbrüder
"Kein Wahlkampfmodus"
Landau zur Kritik an NGOs
Interreligiöser Dialog
Statement von Kardinal Schönborn
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
Tipps zurück #weiter#
Radiogottesdienst
So., 18. Juni | 10:00 | ÖR
Orientierung
So., 18.6. | 12:30 | ORF 2
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Mai 2017
Die katholisch.at-Presseschau
April 2017
Die katholisch.at-Presseschau
März 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 05.04.2017

Das Kreuz soll bleiben

Warum das Kreuz im Gerichtsaal die Unabhängigkeit der Rechtssprechung nicht...
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Kalender
24.06.2017 | 04:00 | Villach
Sonnenaufgangswanderung
Wir wollen die Sonne und den neuen Tag begrüßen. Zu einer morgendlichen Wanderung auf den... mehr »
24.06.2017 | 08:00 | Linz
Frauenausflug
Wohin geht die Reise: Busfahrt nach Armschlag Kurzbesuch im Stift Zwettl Mohndorf... mehr »
24.06.2017 | 09:00 | Leoben
Eheseminar für Brautpaare
Ein Tag der Auszeit für Sie beide, an dem Sie viel Zeit füreinander haben. Sie werden wichtige... mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: