Montag 5. Dezember 2016
Redaktionsblog
21. Jan 2014

#Stundengetweet

von Der Redaktionsblog am 21. Januar 2014, 15:32 Uhr

Twitter- ein Feld scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten...

Betrachten es die einen als Tummelplatz für Schwätzer, andere als nützliches Marketingtool. Mögen sich manche dvor hüten wie vor einer ansteckenden Krankheit,

Twitter hat es allen Einwänden und Kritikern zum Trotz in den letzten Jahren zu erstaunlicher Berühmtheit gebracht.

Kaum jemand, der noch nicht davon gehört hat.

Um die 9000 Kurzbotschaften machen pro Sekunde im Netz ihre Runden. Dass es sich dabei lediglich um Kurzmonologe verzweifelter Einzelgänger handelt, ist ein hartnäckiges aber nicht verifizierbares  Gerücht.

 

Durch die Möglichkeit, auf Kurzbotschaften zu antworten, diese durch Wiederholung (Re-Tweets) zu vervielfachen , Diskussionen über „hashtags“ (was in etwa „Markierung“ mittels vorangestelltem  # -Zeichen bedeutet und damit einen Themenstrang eröffnet)  und nicht zuletzt durch die Tatsache, dass man aufgrund der Vorgaben (maximal 140 Zeichen)  gezwungen ist, möglichst prägnant zu formulieren, ist Twitter längst zu einem effizienten und schnellen Kommunikationsmittel mit informativem und kommunikativem Mehrwert  geworden.

 

Twitter eignet sich  durchaus nicht nur zu  Informationsaustausch oder banalen Unterhaltung. Der Papst  persönlich (@pontifex)mittlerweile eine ganze Reihe von Bischöfen, Priestern  und anderen Seelsorgern nutzen diesen Dienst gezielt zur Verkündigung.

Zahlreiche Christinnen und Christen über Konfessions- und Sprachgrenzen hinweg tauschen Meinungen aus, lernen sich kennen, diskutieren mit oder initiieren Diskussionen, entwickeln Ideen.

Erst in der vergangenen Woche  hat eine zunächst kleine aber seither stetig wachsende Gruppe den Versuch gestartet, täglich abends auf Twitter die Komplet zu beten.

 

Unter dem Hashtag  #twomplet beten nun jeden Abend ab 21 Uhr Leute an verschiedenen Orten und doch gemeinsam  das Nachtgebet der Kirche. Waren anfangs manche skeptisch , ob und  wie man die alte Tradition des Stundengebetes sozusagen in „die neuen Schläuche“ der Sozialen Medien“ füllen“ könnte, hat sich sehr schnell gezeigt, dass dies für die Beteiligten in kürzester Zeit zu einer authentischen geistlichen Erfahrung wurde.

 

Keiner, und auch das gehört zu Twitter, kann heute sagen, wie lange sich diese Form gemeinsamen Betens hält.

Die guten Anfänge lassen auf jedenfalls hoffen, dass aus dieser bemerkenswerten abendlichen Gebetserfahrung durchaus noch mehr wird. GSCH




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