Erfolgsprojekt aus Österreich zieht auch im Ausland Kirchenbesucher an
Brünn-Wien, 2.6.09 (KAP) Die "Lange Nacht der Kirchen" wird zum Exportschlager: Trotz Regens und kühlem Wetter strömten zehntausende Besucher aus der ganzen Tschechischen Republik und dem benachbarten Ausland am Freitag vor Pfingsten zur ersten "Noc kostelu" (Nacht der Kirchen) in die 35 teilnehmenden Gotteshäuser in den Diözesen Brünn (Brno) und Pilsen (Plzen). Alleine in der Jakobskirche in der Brünner Innenstadt zählten die Veranstalter während der ersten zweieinhalb Stunden der Kirchennacht über 5.000 Besucher.
Besonderen Anklang fand in Brünn der "Noc kostelu"-Pass, mit dem sich die Besucher der "Langen Nacht" in den einzelnen Kirchen einen "Gebetsstempel" abholen konnten. Großes Interesse herrschte vor allem an Konzerten und Kirchenführungen. Überrascht vom großen Erfolg der Kirchennacht war auch der Brünner Diözesanbischof Vojtech Cikrle, der die Besucher spontan zu einer Begegnung in die Sakristei seiner Domkirche einlud.
Die erste tschechische "Lange Nacht der Kirchen" ist aus einer Kooperation mit der Erzdiözese Wien entstanden, wo die Kirchennacht heuer am 5. Juni bereits zum fünften Mal stattfinden wird. Der überwältigende Erfolg der "Langen Nacht" in Österreich hatte das Interesse in der Wiener Partnerdiözese Brünn geweckt. Zwischen den Organisatoren in Brünn und in Wien gab es in der Folge einen regen Informationssaustausch.
Mit Erfolg, wie Bernhard Linse - als Sekretär des Vikariats Wien-Stadt der Erzdiözese Wien einer der Hauptorganisatoren der Wiener Kirchennacht - nach dem Besuch der "Noc kostelu" in Brünn berichtete: "Es waren sehr viele junge Menschen unterwegs, und es herrschte eine gelöste heitere lockere Stimmung. Die Verbindungsstraßen zwischen den Kirchen glichen Ameisenwegen, und sogar um 23 Uhr stellten sich die Menschen noch an, um auf einen der Kirchtürme zu steigen".






