Wien, 8.8.08 (KAP) Der Seelsorger der katholischen chinesischen Gemeinde in Wien, P. Andreas Mohr, hat sich vorsichtig optimistisch dazu geäußert, dass die Olympischen Spiele in Peking zu einer Öffnung Chinas beitragen werden. Im Gespräch mit "Radio Stephansdom" sprach Mohr von kleinen Verbesserungen im Bereich der Menschenrechte und der Situation der Kirche im Land und von größeren Freiheiten im Bereich der Wirtschaft. Der Einzelne habe heute schon wesentlich mehr Freiheiten und Möglichkeiten als noch vor einigen Jahren, so Mohr.
Für das nationale Selbstbewusstsein Chinas seien die Spiele von überragender Bedeutung, sagte der Salvatorianerpater. Man wolle sich der Welt als führende und mächtige Nation präsentieren. Er hoffe allerdings, "dass die chinesischen Sportler nicht allzu viele Medaillen erringen", sonst würde sich dieses Selbstbewusstsein noch übermäßig steigern.
Der Salvatorianer wirkte 35 Jahre als Missionar in Taiwan, im Jahr 2000 kehrte er nach Europa zurück und betreut seit einigen Jahren die chinesischen Katholiken in Wien.






