Aber er bedauert, dass ihm keine Begegnung mit dem neuen Erzbischof von Peking ermöglicht wurde
Peking-Hongkong, 13.8.08 (KAP) Der Bischof-Koadjutor von Hongkong, John Tong Hon, ist froh, dass er die Einladung der Behörden zur Teilnahme an der feierlichen Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking angenommen hat. Die Eröffnung sei sehr "eindrucksvoll" gewesen. Bischof Tong Hon bedauerte allerdings, dass es ihm nicht ermöglicht wurde, mit dem Erzbischof von Peking, Joseph Li Shan, zusammenzutreffen. Li Shan war 2007 nach der Ordnung der "Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken" (PACC) gewählt worden, seine Wahl wurde aber vom Heiligen Stuhl "indirekt anerkannt".
Wie Bischof Tong Hon im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur "AsiaNews" berichtete, habe er einige Pekinger Priester, die in Hongkong studiert hatten, gefragt, ob es ein Treffen mit Erzbischof Li Shan geben könne. Die Priester hätten ihm dann mitgeteilt, dass ein Treffen nicht "passend" sei und dass man auf sein "Verständnis" zähle. Es sei aber wenigstens ein Telefongespräch mit dem Pekinger Erzbischof möglich gewesen. "Ich habe ihm gesagt, dass wir in der Diözese Hongkong ihn unterstützen und für seine Diözese beten", berichtete der Bischof-Koadjutor. Als "brüderliches Zeichen" habe er dem Erzbischof über die Priester, die in Hongkong studiert hatten, zwei Messgewänder zukommen lassen.
Die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele im "Vogelnest" sei sehr schön gewesen, betonte Bischof Tong Hon im Gespräch mit "AsiaNews". Man müsse der Regierung gratulieren, dass sie alles "glanzvoll" vorbereitet habe. Er hoffe aber, dass sich die Regierung auch in anderen Bereichen engagiere, "denn das Leben besteht nicht nur aus Sport und Attraktionen". Außerhalb des "olympischen" Bereichs gebe es in Peking noch immer sehr viel Armut. Die Leute bräuchten aber auch noch mehr, nämlich "spirituelle Werte".






