Ansatz für Neugründung eines Klosters in China?
München, 14.8.08 (KAP) Acht chinesische Priester absolvieren bei den Missionsbenediktinern im oberbayrischen St. Ottilien eine Art Klosterpraktikum. Wie der Bayrische Rundfunk (BR) am Donnerstag mitteilte, gehören die Geistlichen der "Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken" (PACC) an. Sie seien in Deutschland, um die benediktinische Spiritualität kennenzulernen.
Männerorden sind in China verboten. Alle Klöster waren mit der kommunistischen Machtübernahme 1949 aufgelöst worden. Erzabt Jeremias Schröder von St. Ottilien wertete deshalb den Aufenthalt der chinesischen Priester in Bayern als Zeichen der Öffnung.
"In Peking ist inzwischen das Bewusstsein gereift, dass man auch in China an den Traditionen des Klosterlebens teilhaben muss", sagte der Erzabt. Ob das Praktikum in der Abtei letztlich in eine Klostergründung in China münden werde, wollte Schröder nicht bestätigen: "Ausschließen kann man das nicht. Das wäre auch in meinen Augen eine sehr wünschenswerte Entwicklung".






