Vatikanstadt, 20.8.08 (KAP) Die Beziehungen zwischen China und der katholischen Kirche sind laut einem Kommentar der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" auf dem Weg eines intensiven Dialogs. Gelegentliche Erschütterungen seien teils "Motiven der chinesischen Innenpolitik geschuldet", hieß es in einem Gastbeitrag des Jesuiten Gianpaolo Salvini in der Mittwochsausgabe der Zeitung.
Für Europa stellten die olympischen Spiele in Peking eine Chance dar, eine von Angst diktierte Haltung gegenüber China zugunsten von Begegnung und Dialog aufzugeben, schrieb Salvini, Direktor der Jesuitenzeitschrift "La Civilta Cattolica". Europa sei nicht mehr der Mittelpunkt der Welt. Hingegen sei China einer der Orte, an dem Entscheidungen von globaler Bedeutung gefällt würden.
Zwischen der katholischen Kirche und der Volksrepublik bestünden zwar Probleme politischer Natur oder im Blick auf Bischofsernennungen. Es gebe aber auch "de facto auf den Weg gebrachte Teillösungen". Der praktische Konsens gehe über die Grundsatzfragen hinaus, über die noch keine Übereinkunft erzielt worden sei.
Mit Blick auf die regimenahen und die vom Regime geächteten Bischöfe schrieb Salvini, die "zwei Gemeinschaften der einen chinesischen Kirche" müssten trotz der vorhandenen Beschränkungen auf den Weg der Einheit und Brüderlichkeit finden.






