Präsident des Päpstlichen Kultur-Rates, Erzbischof Ravasi, stellt Schlussbotschaft der Weltbischofssynode im Vatikan vor=
Vatikanstadt, 24.10.08 (KAP) Der Präsident des Päpstlichen Kultur-Rates, Erzbischof Gianfranco Ravasi, hat eine stärkere Rolle der Bibel in der Schulbildung eingemahnt. Es sei fragwürdig, warum Schüler die Helden Homers oder Gedichte von Horaz kennen sollen, nicht aber Moses oder das Hohelied, sagte Ravasi bei der Vorstellung der Schlussbotschaft der Weltbischofssynode am Freitag im Vatikan. "Wenn sie die Bibel nicht wenigstens in einer elementaren Weise kennen, verstehen sie nichts von Dantes "Göttlicher Komödie", können sie auch Goethes 'Faust' nicht in seiner Tiefe erfassen".
Eine Bezugnahme auf die Bibel sei auch für eine säkulare westliche Kultur unverzichtbar, wenn sie sich ihrer eigenen Identität und Größe bewusst werden wolle, sagte Ravasi. Für die Verbreitung der Bibel müsse man alle Kommunikationswege nutzen, auch Fernsehen und Internet. Ihr Reichtum an Symbolen und Poesie mache die Bibel zu einem "Banner der Schönheit" in einer Welt, die oft von Hässlichkeit und Schmutz entstellt sei, so der Erzbischof.
Kirche muss an der Seite der Armen stehen=
In der von Ravasi vorgestellten Botschaft bekennt sich die Weltbischofssynode zu einer Option für die Armen. Jeder Christ habe den Auftrag, das "Wort der Hoffnung" durch die Nähe zu den Armen und Leidenden zu verkünden, heißt es.
Das Böse in der Welt werde entlarvt vom Wort Gottes, das in Christus den Sieg des Guten zusichere. Christus habe durch seine Solidarität und Selbsthingabe ein "Prinzip der Befreiung" begründet, so die Bischöfe.






