Vatikan: Bischofssynode beendet erste Arbeitsphase
Kardinal Ouellet stellte Zwischenbericht vor=
Vatikanstadt, 16.10.08 (KAP) Die Weltbischofssynode über die Bedeutung der Bibel für das Leben der Kirche geht in eine neue Arbeitsphase. Am Mittwochabend legte der Generalrelator (Berichterstatter), der kanadische Kardinal Marc Ouellet, seinen Zwischenbericht über die Wortmeldungen der Generaldebatte an den ersten zehn Synodentagen vor. Diese Zusammenfassung ist Grundlage der folgenden Beratungen in Sprachgruppen. Die 13. Ordentliche Bischofssynode dauert bis zum 26. Oktober.
Zahlreiche Überlegungen und Vorschläge waren in den mehr als 150 Wortmeldungen der ersten Synodenphase zusammengetragen worden, führte Ouellet aus. Es ging um das Verständnis vom Wort Gottes, das für den Christen nicht auf die Bibel reduziert werden dürfe, sondern vor allem die Begegnung mit dem menschgewordenen "Wort Gottes" einschließe. Weiter äußerten sich die Synodalen über die vielfältigen Wege der Vermittlung, von den Sprachübersetzungen der Bibel bis zur Nutzung der Medien, von der Ausbildung der Prediger bis zur Verantwortung der Kirche für die Auslegung der Heiligen Schrift.
Ein Punkt, zu dem Papst Benedikt XVI. klärend eingriff, war das Verhältnis von Exegese und Theologie. Die historisch-kritische Methode der Bibelauslegung sei hilfreich und notwendig. Allerdings bedürfe sie der Ergänzung durch die Geistliche Schriftlesung ("lectio divina"). Ansonsten bleibe die Bibel ein rein historisches Buch.
Ökumenischer und interreligiöser Dialog
Schließlich wurde die Bibel in der ersten Synodenphase auch als "ökumenisches Band" und als "Quelle des Dialogs zwischen Christen und Juden" dargestellt. Weiter wurde die Heilige Schrift auch im Hinblick auf den interreligiösen Dialog angesprochen - aber auch als Aufruf zu gesellschaftlichem Engagement






