Am 3. Dezember beging die Katholische Medien Akademie (KMA) mit einem großen Symposion ihr 30jähriges Bestehen. Im Rahmen der Feier wurde dem journalistischen Leiter der KMA, dem ehemaligen ORF-Generalintendant Gerhard Weis, durch "Medien-Bischof" Egon Kapellari das Komtur-Kreuz des päpstlichen Gregorius-Ordens verliehen.
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Mit einem hochkarätig besetzten Symposion beging die Katholische Medien Akademie (KMA) am Mittwoch in Wien ihr 30-jähriges Bestehen. Die Höhepunkte der Feier stellten der Festvortrag von Kardinal Christoph Schönborn sowie die Ehrung des journalistischen Leiters der KMA und ehemaligen ORF-Generalintendants Gerhard Weis dar. Außerdem wurden den Absolventen des letzten KMA-Kurses ihre Zertifikate überreicht.
In seiner Rede formulierte Kardinal Schönborn einen prägnanten "Wunschzettel an die neue österreichische Regierung". So mahnte Kardinal Schönborn die Regierung, sich der Absicht anderer EU-Staaten anzuschließen, Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Es sei "beschämend", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz wörtlich, "dass sich Österreich bisher an der Aufnahme von christlichen Flüchtlingen (und Flüchtlingen aus anderen religiösen Minoritäten) nicht beteiligt hat".
Kardinal Schönborn erinnerte aber auch an die von Kardinal Franz König in einem Brief an den Verfassungskonvent formulierte Bitte, das österreichische "Nein" zur aktiven Sterbehilfe in den Rang eines Verfassungsgesetzes zu heben. Österreich dürfe den gewählten Weg nicht verlassen und müsse den Ausbau des Hospizwesens forcieren.
Weiters erinnerte der Vorsitzende der Bischofskonferenz die neue Bundesregierung an die bereits unter Bruno Kreisky 1974 versprochene Umsetzung der "flankierenden Maßnahmen" zur Fristenregelung. Konkret erneuerte Kardinal Schönborn in diesem Zusammenhang seine Forderung, die Regierung möge das Spendenaufkommen etwa für Diözesane Hilfsfonds für Schwangere in Not verdoppeln. In den 35 Jahren des Bestehens des unter Kardinal König begründeten Wiener Diözesanen Hilfsfonds seien mehr als 10.000 Babys gerettet worden.
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Kardinal Christoph Schönborn
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Als Wunsch an die österreichische Politik formulierte Kardinal Schönborn auch die Bitte, weiterhin ein "klares Verbot für verbrauchende Embryonenforschung" aufrecht zu erhalten. Unter den europäischen Staaten sei Österreich "stets auf der Seite des Embryonenschutzes" gestanden, "dies sollte nicht preisgegeben werden", so der Kardinal. Zudem gebe es in der embryonalen Stammzellenforschung mangelnde Forschungserfolge. Bislang habe sich gezeigt, dass die ethisch unbedenkliche Forschung an adulten Stammzellen wesentlich ertragreicher sei. (Eine Meldung zum vollständigen Inhalt des Vortrags finden Sie hier)
Papstorden für Gerhard Weis
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| Gerhard Weis erhält den Gregorius-Orden |
Bei der 30-Jahr-Feier wurde auch der journalistische Leiter der KMA (und frühere ORF-Generalintendant) Gerhard Weis mit dem Komturkreuz des päpstlichen Gregoriusordens ausgezeichnet. Die Überreichung nahm "Medien-Bischof" Egon Kapellari vor. Für Weis kam die Ehrung völlig überraschend. Er habe "nur seine Aufgaben erfüllt", sagte er sichtlich gerührt in seinen Dankesworten, die er mit den Worten beendete: "Also gut, dann nehme ich das als Ansporn, noch mehr zu tun".
Bischof Kapellari bezeichnete den Orden als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit der Kirche für das Engagement von Weis. Wörtlich sagte Kapellari: "Ohne Sie hätte sich das Institut nicht erhoben aus seiner Depression".
Weis selbst hatte es in seiner Ansprache aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der KMA als deren Ziel bezeichnet, Journalisten auszubilden, die ihr Handwerk hochprofessionell beherrschen und mit Ethos an die Arbeit herangehen. Journalisten hätten in Zeiten einer "Medienflut", in der die Menschen zunehmend "overnewsed, but underinformed" sind, große Verantwortung. In den vergangenen 30 Jahren sei es der KMA zunehmend gelungen, "der Kirche eine Stimme zu geben", so Weis.








