Mit einer scharfen Kritik an jeder Form politischer Instrumentalisierung von Religion haben sich die christlichen Kirchen angesichts des FP-Wahlkampfes zu Wort gemeldet. Das Kreuz sei ein Zeichen der Versöhnung und dürfe niemals zum Symbol der Ausgrenzung werden, so der Tenor der Kritiken
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Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Kardinal Christoph Schönborn, die Katholische Aktion, der Katholische Familienverband, die Stiftung "Pro Oriente", zuletzt eine Gruppe katholischer Intellektueller - es gab wohl kaum eine christliche Stimme, die sich angesichts der jüngsten FPÖ-Wahlkampf-Kampagne zur EU-Wahl unter dem Motto "Abendland in Christenhand" in Zurückhaltung übte: Weder dürfe das Kreuz zum Symbol für die Ausgrenzung anderer Kulturen und Religionen werden, noch dürfe man den Begriff Abendland monopolartig christlich vereinnahmen, so der Tenor der Kritiken.
Voran schritt der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), der bereits am 5. Mai kritisierte, der FP-Slogan stelle geradezu eine "Anti-Botschaft zum Christentum" dar. Es folgten kritische Stellungnahmen vom Katholischen Familienverband, von der Caritas sowie von einer Gruppe katholischer Intellektueller, die eindringlich dazu aufrief, der FPÖ und ihrer "Propaganda" zu widerstehen.
Schließlich appellierte auch Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt an Christi Himmelfahrt (21. Mai) im Wiener Stephansdom, das Kreuz als "Zeichen der Versöhnung und der Feindesliebe" zu begreifen und es nicht politisch als "Kampfsymbol gegen andere Religionen, gegen andere Menschen" zu missbrauchen. Es sei keine relevante Frage aus christlicher Sicht, ob das Abendland in Christenhand sei, so Kardinal Schönborn, "sondern ob es Christus im Herzen hat. Ein glaubensloses Abendland, das ist zu fürchten".
Zuspruch und Unterstützung für die offenen kirchlichen Worte kam von Seiten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ). Der Slogan sei "hetzerisch", pflichtete die IGGiÖ der kirchlichen Kritik in einer Aussendung bei, und er stelle einen eindeutigen Missbrauch von Religion dar. Prompt konterte die IGGiÖ in der Aussendung mit einer eigenen Slogan-Variante: "Abendland nicht in Faschistenhand".
Mit aller Deutlichkeit hat sich inzwischen auch der ÖVP-Politiker, Finanzminister und Vizekanzler Josef Pröll zu Wort gemeldet und jeder Form der parteipolitischen Vereinnahmung von Religion eine Absage erteilt. "Ich bin strikt gegen jede Vereinnahmung von Religion zu Wahlkampfzwecken", sagte Pröll gegenüber "Kathpress" und "Radio Stephansdom". Religion habe mit "Demut und Respekt" zu tun, es sei daher verfehlt, sie zurn Trägerin politischer Attacken zu machen. Als "wichtig und richtig" bezeichnete Pröll daher auch die "klare und deutliche Wortmeldung" der Kirchen in dieser Frage. Zuletzt war Kritik an der ÖVP laut geworden, dass sie sich als betont christliche Partei nicht ausdrücklich genug von der FP-Kampagne distanziert habe.
| Wilma | 27.05.2009 11:11 | antworten | |
| Jesus hat nicht das christliche Abendland verkündet sondern die Gottesherrschaft: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!" - Jesus hat es uns vorgemacht: "Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte?" (Mt 26,52-53) - Alle, die von einem "christlichen Abendland" träumen, sollten sich sehr intensiv die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus anschauen und Maß daran nehmen! | ||
| Raimund Fraberger | 05.06.2009 18:06 | antworten | |
| Liegt der Gebrauch des Kreuzes durch eine Partei nicht auch daran,dass die Kirche statt Christus in die Welt zu tragen,vielmehr die Welt in die Kirche holt.Zweitens:Wie sozial ist den diese Amtskirche noch? Wieviel vom Geist Christi und der Apostel findet sich noch in ihr? Um deren Verahlten mit der Hl.Schrift zu rechtfertigen müßte diese umgeschrieben werden! Und bei aller Aufregung hätte man sich zuerst daran halten sollen,dass man dieser Partei unter vier Augen ihren "Fehler"klar machen sollen und hätte das nichts genützt unter Beiziehung von weiteren zwei oder drei Zeugen es nochmals versuchen sollen.Erst dann wäre eine öffentliche Stellungnahme zu rechtfertiegen.Nur wenn sich der Klerus bzw.große Teile davon sich nicht an die Bibel halten wie soll dies dann von anderen Menschen verlangt werden.Weiterer Beweis:Lesen sie die Pastoralbriefe des Hl.Paulus und vergleichen sie diese mit der jetzigen Handhabe?Für diese Kirche und ihren Leitungen gibt es noch eine Möglichkeit recht zu haben:Schreiben sie die Bibel so um damit sie ihrem Verahlten gerecht wird. | ||
| Nestor | 05.06.2009 18:06 | antworten | |
| Ich finde an dem Spruch Abendland in Christenhand nichts böses. Jedenfalls besser als ..........in Türkenhand! | ||
| Mag.kreuz Rudolf | 24.05.2009 07:07 | antworten | |
| Danke, herr schönborn! Sie bestätigen mit Ihrem verhalten meinen schon vor Jahren getanenen Schritt des Austrittesaus der kathol. Kirche. Wie steht es schon in der Bibel. Die Lauen werden ausgespieen. Und Sie sind ein Vertreter dieser Lauen, dieser sich am Zeitgeist Anpassenden. Jetzt feiern sie Jägerstätter. Damals aber haben sie ihn im Stich gelassen. heute ist es leicht Widerstand zu zeigen. Damals hätten sie ihn leisten sollen. Das hat sich wiederum bei den Angriffen gegen den Papst gezeigt. Das Christentum ist zu ernst, um es ein paar Berufsreligiösen zu überlassen.Und es ist vor alllem keine Partei die nach Stimmenmaximierung schielt. | ||
| JA | 25.05.2009 03:03 | antworten | |
| Lieber Rudolf, Gott „schielt“ im übertragenen Sinn insofern nach „Stimmenmaximierung“, indem er jeden von uns gerne an Jesus übergibt, damit wir ihn kennen lernen können. Denn so lernen wir seine (göttliche, pure) Liebe kennen. „Berufsreligiöse“ haben es meiner Meinung nach an sich, dass sie eine größere Gruppe in der Gesellschaft bilden, in der die Wahrscheinlichkeit, einen in der Gottesliebe lebenden Menschen zu finden hochsignifikant höher ist, als in jeder anderen. Probieren Sie es aus. Es muss ja nicht gleich der erste Pfarrer sein, den Sie finden und dem auch Sie vertrauen können, dann versuchen Sie es doch mal in der Nachbargemeinde... LG JA PS: Wir können auch ganz ohne Publikum, und somit auch ohne einen guten „Berufsreligiösen“, Jesus kennen und lieben lernen, indem wir beispielsweise in stillen und ruhigen Momenten – und nur für uns alleine – in den Evangelien des Neuen Testaments lesen. LG JA |
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| Buckethead | 23.05.2009 00:12 | antworten | |
| Die Kirche soll den Ball flach halt...Irland ist eine Schande... | ||
| JA | 25.05.2009 03:03 | antworten | |
| Lieber „B…“, danke für Deinen Kommentar. Bitte glauben Sie einfach, dass kein Verbrecher, auch nicht ein irischer, in der Liebe Gottes gelebt hat, die oben von Kardinal Schönborn angesprochen wird. Hier geht es nicht darum, ob jemand ein Kirchenamt (in Irland) ausgeübt hat oder nicht, sondern darum, ob jemand die Liebe Jesu, die die Gottesliebe ist, angenommen hat oder nicht. Ist dies der Fall, gibt es nämlich keinen Hass, keinen Missbrauch und auch keine Verbrechen. Danke, dass Du DARÜBER nachdenkst. In Freundschaft, JA |
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| Mair Marianne | 22.05.2009 19:07 | antworten | |
| Abendland in Muslimischer Hand soweit ist es gekommen dann haben die Christen nichts mehr zu lachen selber schuld lach lach lach über soviel Naivität schade schade Her Kardinal das ist Ausgrenzung der Christen sind die meist verfolgte Minderheit in Europa und in der Welt siehe Indien China usw. |
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