"Beziehung leben zwischen Ideal und Wirklichkeit" lautete das Thema der Österreichischen Pastoraltagung, die vom 7. bis 9. Jänner 2010 im Salzburger Bildungshaus St. Virgil stattfand. 300 Teilnehmer, darunter sieben Bischöfe, kamen zur größten kirchlichen Bildungsveranstaltung
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"Beziehung leben zwischen Ideal und Wirklichkeit" lautete das Thema der diesjährigen Österreichischen Pastoraltagung, zu der vom 7. bis 9. Jänner 2010 rund 300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland angereist sind. Unter ihnen begrüßte Prälat Balthasar Sieberer als Vorsitzender des veranstaltenden Österreichischen Pastoralinstituts (ÖPI) auch einige Bischöfe: den für das ÖPI in der Bischofskonferenz zuständigen Klagenfurter Bischof Alois Schwarz, der auch den Eröffnungsgottesdienst leitete, "Familienbischof" Klaus Küng, weiters Ludwig Schwarz (Linz), Manfred Scheuer (Innsbruck), die Weihbischöfe Andreas Laun (Salzburg) und Franz Scharl (Wien), den ungarischen "Familienbischof" Laszlo Biro sowie den Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser. Gemeinsam widmete man sich der heutigen Beziehungsvielfalt und deren Folgen für die kirchliche Seelsorge. Die zum 70. Mal durchgeführte Österreichische Pastoraltagung ist die größte Bildungsveranstaltung der katholischen Kirche in Österreich.
"Kirche muss befreiende Botschaft formulieren"
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Links / Tipps |
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» Katholischer Familienverband
» Institut für Ehe und Familie
» Pastoraltheologische Institute: » Graz » Linz » Salzburg » Wien
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Angesichts der heutigen großen Beziehungsvielfalt stelle sich die Frage, wie die Kirche ihre Vorstellungen über geglücktes Leben in Ehe und Familie so formulieren kann, dass dies die Menschen als bereichernd erfahren, sagte der Kärntner Bischof Alois Schwarz, der in der Bischofskonferenz für das die Pastoraltagung veranstaltende ÖPI (Österreichisches Pastoralinstitut) zuständig ist, in einer Bilanz über die Tagung. Kirche habe ja "ein Programm, dass sehr viel zu Liebe und Leben zu sagen hat". Christen glaubten letztlich an einen in "communio" (Gemeinschaft) lebenden, dreieinigen Gott, der Menschen in seine befreiende Wirklichkeit hineinführen möchte - und zwar nicht als einzelne, sondern als Gemeinschaft, wie Schwarz betonte.
Eine "ganz differenzierte Evangelisierung der Familien" sei das, "was jetzt vor uns liegt". Es gelte Ehepaare auch zu fragen, wie sie ihre spezifische Spiritualität gestalten, sodass daraus eine Ermutigung zum christlichen Familienmodell entsteht, hofft der Gurker Bischof. Die Kirche solle auch dazu ermutigen, dass Paare ihr Eheleben in Ausgewogenheit, Gerechtigkeit und gegenseitiger Wertschätzung gestalten. Als wichtig erachtet es Schwarz, die Auswirkungen verschiedener Beziehungsmodelle auf die Kinder genau zu analysieren. Die Kirche habe mit dem 4. Gebot einen Anstoß zur "Nachhaltigkeit" gelingender Beziehungen zwischen den Generationen.
Küng: Vom Gegenwind nicht beeindrucken lassen
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Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat beim Abschlussgottesdienst der Pastoraltagung in Salzburg dazu aufgerufen, sich vom gesellschaftlichen Gegenwind, dem Eheleute und Familien heute ausgesetzt sind, nicht allzu sehr beeindrucken zu lassen. Er sei überzeugt, so Küng in seiner Predigt, dass Ehe und Familie auch heute große Chancen hätten zu gelingen, "wenn das Wort Gottes die Richtschnur ist und Christus mit seinem Heilswerk die Grundlage". Dann gäbe es letztlich "keinen Grund zur Furcht".
Zwar würde die "Schönheit einer großen Familie" derzeit nur von relativ wenigen Menschen erkannt, man müsse aber auch betonen, so der Bischof, dass es mehr werden.
Wörtlich sagte Küng, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Familienfragen zuständig ist: "Ich bin davon überzeugt, dass wir eine missionarische Kirche werden sollen, in der das
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Wichtigste das persönliche Lebenszeugnis ist. Ich freue mich darüber, dass hier und dort wieder größere jüngere Familien zu sehen sind, dass viele von ihnen aus dem Glauben leben."
Die Kirche und jeder einzelne Christ sollten verstärkt zur Familie ermutigen und für die Familie eintreten. Es brauche den Mut zu klaren Idealen, "auch wenn wir zugleich für alle und jeden Verständnis haben, denen es nicht gelingt, diese Ideale zu leben", sagte Bischof Küng.
| JA | 15.01.2010 02:02 | antworten | |
Ich habe aus dem Text, den Links und den angeführten Meldungen zwei Passagen heraus genommen. Diese möchte ich heute kommentieren: Zu Meldungs-Link 8.1.2010 „Familie ist Schule des Lebens“: -------------------------------------------------------------------- „Ein intaktes Familienleben in Liebe und gegenseitigem Respekt könne als Abbild der Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist verstanden werden. (…) Wer trotz einer ersten gültigen Ehe eine zweite Verbindung eingehe, der stehe weiterhin unter dem Gebot der Kirche, ein christliches Leben zu führen und um Vergebung zu bitten. Auch diesen Menschen werde die Kirche dann zur Seite stehen, so Küng, auch wenn an der Unauflöslichkeit einer einmal gültig eingegangenen Ehe nicht zu rütteln sei.“ Mein Kommentar dazu: Mir gefallen generell die Worte von Bischof Küng. Sie sind schön und spiegeln den Heiligen Geist wider. Wer vor einer ersten Ehe seinen Weg zu Gott (wieder) findet oder sich von ihm (wieder)finden lässt, der kann auch in Gott mit einem Partner Abbild der Dreifaltigkeit sein. Wer sich einmal von Gott (zu weit) abgekehrt hat und aus den gesteigerten irdischen „Gelüsten“ und/oder Motiven heraus diese Ehe eingegangen ist, der sollte doch nach seiner Scheidung und einer späteren Einsicht in die Umkehr die Möglichkeit haben, als (wieder-)erstarkter Christ eine zweite Ehe, aber diesmal in Gottes Liebe, eingehen zu dürfen. Das wäre aber nur dann im „Sinne“ Gottes, wenn eben durch seine Vergebung der Wiederverheiratete zwischen seinen beiden Ehen zum (erneuten) Christen geworden ist, was er ja vor und während seine ersten Ehe nicht war. Natürlich meine ich deshalb unter Heirat hier eben nicht eine Vermählung mit Gott, sondern lediglich den irdischen Akt. Die Sache mit dem Sakrament unterliegt in diesem Fall ebenso einer möglichen Verzeihung Gottes. Zu Tipps „Wie Beziehung gelingen kann“ (Kasten rechts oben): ------------------------------------------------------------------------ „Welche Rolle kann die Religion in einer Beziehung spielen? Lehner: Alle Umfragen sagen, dass es bei den Menschen eine große Sehnsucht nach Partnerschaft und Beziehung gibt.“ Mein Kommentar dazu: Ja. Aber nach einer Partnerschaft und Beziehung mit Gott! Wobei die Sehnsucht zu einem Irrtum werden/geworden sein kann, nämlich dann, wenn diese auf den irdischen Partner fixiert wird. Quasi als fehlgeleiteter Zuordnungsvektor. Naja, und der Partner kann dann niemals oder kaum Wünsche erfüllen, die in Wahrheit an Gott gerichtet sind. Also, wir sollten unsere Sehnsüchte nach vollkommener Liebe an die richtige Adresse, nämlich an Gott richten, auch während und am besten schon VOR einer Ehe. In einer Art Orientierungszusammenarbeit für (göttliche) Sehnsüchte würde ich eine Aufgabe der Kirche sehen, denn, wenn Religion für längere Zeit mit (genetischer) Natur verwechselt wird oder dieser Verwechslung Vorschub geleistet wird, dann kann das für die Betroffen ziemlich anstrengend werden. Vor allem für Kinder. LG, ein heute noch immer etwas verkühlter JA |
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