Die XXI. Olympischen Winterspiele finden vom 12. bis 28. Februar 2010 in der kanadischen Stadt Vancouver, Provinz British Columbia, stattfinden. Auch die Kirche ist vertreten
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Papst Benedikt XVI. hat den Athleten, Organisatoren und freiwilligen Helfern der Olympischen Winterspiele in Vancouver seine Grüße übermittelt. Der Sport könne einen wirkungsvollen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Völker und dem Aufbau einer neuen Zivilisation der Liebe leisten, schreibt er in einer Botschaft an den Erzbischof von Vancouver, Michael Miller. In dem Schreiben, das der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte, richtet sich das Kirchenoberhaupt auch ausdrücklich an die Teilnehmer der Paralympischen Winterspiele. Besonders hob Benedikt XVI. zudem die ökumenische Initiative "More than Gold" hervor, die sich neben der materiellen Hilfe vor allem die geistliche Begleitung von Athleten, Besuchern und freiwilligen Helfern zur Aufgabe gemacht hat.
P. Bernhard Maier betreut Österreichs Athleten
Österreich kann schon vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver eine symbolische "Goldmedaille" feiern. "Olympia-Kaplan" P. Bernhard Maier wird vom 12. bis 28. Februar bereits zum 15. Mal eine österreichische Olympia-Mannschaft seelsorglich betreuen. Der Priester aus dem Salesianerorden ist damit weltweit der längstdienende Sportlerseelsorger bei diesem Großereignis. Im Anschluss begleitet er zwischen 12. und 21. März auch das Team für die "Paralympics", die Olympischen Spiele für Sportler mit körperlicher Behinderung, in Vancouver.
"Es ist wieder eine große Herausforderung, auf die ich mich freue", sagte P. Maier am Montag im "Kathpress"-Interview am Rande des Festakts zur Entsendung des österreichischen Olmypia-Teams durch Bundespräsident Heinz Fischer in der Wiener Hofburg.
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Links / Tipps |
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Viele Sportler kommen zum Gottesdienst
Erste Aufgabe des "Olympia-Kaplans" ist die priesterliche Seelsorge. "Viele Sportler und Betreuer kommen gerne einmal zu einem Gottesdienst, wir führen aber auch unzählige Gespräche und ich mache Krankenbesuche", erklärte P. Maier seine Arbeit während der Winterspiele.
Als Mitglied der offiziellen österreichischen Olympiadelegation, die in den kommenden Tagen mit aktiven 81 Sportlerinnen und Sportlern nach Kanada aufbricht, wird P. Maier in Whistler Mountain wohnen, wo die Bewerbe Ski Alpin, Skispringen, Biathlon, Nordische Kombination und Rodeln ausgetragen werden. Untergebracht ist der Priester dort in der katholischen Pfarre "Our Lady of the Mountains".
Religionszentrum im Olympischen Dorf
Im eigens eingerichteten Religionszentrum des Olympischen Dorfes wird P. Maier gemeinsam mit anderen Priestern aus zahlreichen Ländern täglich mehrere Gottesdienste feiern und als Ansprechpartner der katholischen Seelsorge zur Verfügung stehen.
Zusätzlich besucht er regelmäßig die Quartiere der österreichischen Sportler und die Trainingsgruppen; auch im "Österreich-Haus" wird er anzutreffen sein. "Man steht einfach ständig als Gesprächspartner zur Verfügung und schaut, wo man irgendwo positiv wirken kann", so der "Olympia-Kaplan".
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Skistar Rainer Schönfelder (derzeit verletzt) mit Olympiaseelsorger P. Bernhard Maier |
Ansprechpartner für alle
Er werde Ansprechpartner für alle Olympia-Teilnehmer sein, egal ob es darum geht, mit ihnen Erfolgen zu feiern oder sie zu trösten, wenn der sportliche Wettkampf nicht optimal gelaufen ist, betonte der Priester: "Ich wünsche jedem Athleten eine Medaille, aber das zählt für mich überhaupt nicht, wenn es um die Wertschätzung für eine Person geht."
Sorge wegen "Hysterie" um Erstplatzierte
Natürlich müsse es einen Sieger geben, so P. Maier, er sehe aber mit einer gewissen Sorge die "Hysterie" um die drei Erstplatzierten, die auch von außen an die Sportler herangetragen werde.
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"Hier gibt ohnehin jeder sein Bestes", stellt der Olympia-Kaplan klar. "Wenn jemand eine Medaille hat, ist das super. Aber die Sieger sollen ihren Erfolg auch etwas relativieren und sich die Zeit für jene nehmen, mit denen sie um die Medaillen konkurriert haben."
P. Maier ist Direktor des Don-Bosco-Gymnasiums im niederösterreichischen Unterwaltersdorf. Der Pater aus dem Orden der Salesianer Don Boscos ist Dozent für "Sportethik" an der Universität Wien, wo er 2006 habilitierte. Seit Sarajewo 1984 war der Seelsorger bei allen Olympischen Sommer- und Winterspielen im Österreichischen Team dabei, seit 2000 auch bei den Paralympics; Vancouver ist sein 15. Olympiaeinsatz.










