Elf Millionen Menschen in Ostafrika sind aufgrund der Dürrekatastrophe vom Hungertod bedroht, alle fünf Sekunden stirbt in der Dritten Welt ein Kind an Unternährung. Kirchliche Hilfsorganisationen appellieren an die Bundesregierung und an die internationale Gemeinschaft zu helfen.
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In Ostafrika droht wegen der Dürrekatastrophe zwei Millionen Kindern der Hungertod. Mit dieser Warnung wandten sich Caritas und SOS-Kinderdorf an die österreichische Regierungsspitze. Beim EU-Gipfel am 21. Juli in Brüssel müssten die anwesenden EU-Staatschefs gemeinsam Verantwortung übernehmen und mehr Mittel für die Afrikahilfe freigeben, forderten der Wiener Caritasdirektor Michael Landau und SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser in einer Aussendung. Sie appellierten an Bundeskanzler Werner Fayman, sich beim EU-Gipfel aktiv für die Opfer der Hungerkatastrophe einzusetzen. Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger "Die Zeit läuft, denn alle fünf Sekunden stirbt in der dritten Welt ein Kind an Hunger", so Landau und Moser. Weiteres Leid müsse verhindert werden: "Es geht um Leben und Tod!" in Ostafrika seien mehr als elf Millionen Menschen unmittelbar auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Verschärft würde die Situation noch durch eine um sich greifende Gewalt, wie amnesty international (ai) am 20. Juli in einem in London vorgelegten Bericht aufzeigte. So würden vor allem Minderjährige in Somalia häufig zu Opfern willkürlicher Gewalt oder zu Opfern von Zwangsrekrutierungen durch die Al-Shabab-Miliz. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder kommen am Donnerstag in Brüssel zu einem Sondergipfel zur Zukunft der gemeinsamen Währung zusammen. Dabei soll es um weitere Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland gehen. Die Hilfsorganisationen fordern, dass die Staatschefs der Euroländer vor ihren Beratungen über Griechenland mehr Geld für Wasser, Lebensmittel und Medikamente für die Dürreopfer beschließen.
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"Angesichts dieser prekären Lage dürfen wir die Augen vor dieser humanitären Katastrophe nicht verschließen", appellieren Caritas und SOS-Kinderdorf an Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger. Die von der Bundesregierung bereits beschlossenen Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds in der Höhe von 500.000 Euro dürften "nur ein erster Schritt sein, dem weitere folgen müssen", so die beiden Hilfsorganisationen.
Malteser helfen in Kenia
Der Malteserorden hat unterdessen ein Nothilfe-Programm für hungernde Menschen im Nordosten Kenias gestartet. In Zusammenarbeit mit der Diözese Marsabit werden über lokale Partner Lebensmittel wie Reis, Öl und Bohnen verteilt, um die akute Not der Bevölkerung zu lindern. Insbesondere Kinder sowie schwangere und stillende Frauen sollen von der Hilfe profitieren. Daher gehören auch Vitamin A, Wurmkuren sowie Eisen und Folsäuretabletten zum Verteilungsprogramm, informiert der Malteser Hospitaldienst Austria in einer Aussendung.
Rund 80 Prozent der Gesundheitsversorgung der Diözese Marsabit liegen in kirchlicher Verantwortung. Die Malteser werden daher auch deren Gesundheitszentren mit lebensnotwendigen Medikamenten versorgen.
Der Malteserorden ist nach eigenen Angaben seit 2001 in der Bekämpfung von Aids und Tuberkulose in den Slums von Nairobi in Kenia tätig. Seit 2006 arbeiten die Helfer intensiv mit der Diözese Marsabit zusammen. Bereits 2006 und 2009 hat "Malteser International" nach zwei Dürrekatastrophen Nahrungsmittel und Medikamente erfolgreich im Norden Kenias verteilt.

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% der Einwohner unterernährt: dunkelrot: 35% <
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| JA | 27.07.2011 09:09 | antworten | |
| ...die Liebe Gottes handelt aus anderen "Motiven" heraus als ein "ökonomisch" handelnderStaat(enverbund). Ökonomie ist der fehlgeleitete Versuch, diese als ETWAS (nur was?) außerhalb des Menschen/der Anthropologie darzustellen, aber sie ist und bleibt immer TEIL der Anthropologie (nachzulesen auch in einer persönlichen Handschrift von Papst Johannes Paul II.(*)). Die Caritas tut ohnehin was sie kann, aber das ist halt viel weniger in Geld, als jeder normale, "ökonomisch denkende" Staat(enbund) zur Verfügung hat. LG J (*) Handschrift verfügbar bei Dr. Christoph Böhr, deutscher Papst-Biograph, buero-boehr@gmx.de. |
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| Martin Huber | 22.07.2011 11:11 | antworten | |
| Was ich nicht verstehe: Da werden Unsummen innerhalb kurzer Zeit aufgebracht, um einzelne Staaten ihre Schulden zu finanzieren, aber für die Verhungernden in Ostafrika ist kein Geld da??? | ||








