Fertigstellung voraussichtlich im Herbst - BAWAG-PSK-Leasing stellt Caritas Österreich neun Autos zur Verfügung
Wien, 06.08.10 (KAP) Das Wiener Mutter-Kind-Haus "Luise" der Caritas ist weiter "auf Schiene". Nach dem symbolischen Spatenstich im Vorjahr konnten im heurigen Mai zunächst Notquartiere für fünf Frauen plus Kinder und zusätzlich fünf Startwohnungen eröffnet werden. Eine vollständige Fertigstellung des insgesamt für 60 Mütter und ihre Kinder geplanten Hauses wird für kommenden Herbst erwartet. Dies teilte die Caritas bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien mit. Anlass der Pressekonferenz war die Überreichung eines von der BAWAG-PSK-Leasing für vier Jahre zur Verfügung gestellten Autos für das Wiener Mutter-Kind-Haus.
Die Anstoßfinanzierung des Projekts gelang im Vorjahr durch die "größte Muttertagsaktion aller Zeiten" auf Hitradio Ö3, bei der innerhalb von drei Tagen rund 500.000 Euro gespendet wurden. Offen sei jedoch weiterhin die Sicherung des Betriebs in der Schanzstraße (1150 Wien), so der Wiener Caritas-Generalsekretär Werner Binnenstein-Bachstein. Man stehe dazu mit der Gemeinde Wien in Verhandlungen, auf jeden Fall werde jedoch ein über Spenden zu erbringender Eigenanteil von rund 30 Prozent bleiben. Dazu würden weiterhin dringend Spender gesucht, so Binnenstein-Bachstein.
Im Namen der Caritas bedankte sich Binnenstein-Bachstein für die Kooperation mit der BAWAG-PSK, die in den kommenden Monaten auch für die Caritas-Einrichtungen in den anderen Bundesländern Fahrzeuge für den mobilen Caritas-Einsatz vor Ort zur Verfügung stellen wird. Insgesamt werden es neun Pkw sein. Bis zum Jahr 2014 übernimmt BAWAG-PSK dabei die Leasing-Kosten, für Erhaltung und Treibstoff kommt die Caritas selbst auf. Die Spende werde von der Caritas "gerne angenommen" und sei gerade in Zeiten schrumpfender Budgets und steigender sozialer Herausforderungen "sehr wertvoll", so Binnenstein-Bachstein.
Spendenrückgang für kommende Jahre zu erwarten
Nach der Spendenentwicklung gefragt, betonte Binnenstein-Bachstein, dass es bisher - entgegen zahlreicher Befürchtungen - keinen eklatanten Rückgang an Spenden gegeben habe. Dies könne u. a. mit der seit vergangenem Jahr geltenden Spendenabsetzbarkeit zusammenhängen. Entscheidend würden jedoch erst die kommenden beiden Jahre, wenn der Rückzug des Staates aus verschiedenen sozialen Bereichen spürbar würde und der Druck auf die Hilfsorganisationen steigen werde, so der Caritas-Generalsekretär.
Damit verband Binnenstein-Bachstein zugleich die Erneuerung der Caritas-Forderung nach einer "Sozialverträglichkeitsprüfung" für alle staatlichen Entscheidungen betreffend den Sozialbereich. "Man soll gut darüber nachdenken, wo selbst kleinste Einsparungen großen Schaden anstellen können", so Binnenstein-Bachstein unter Verweis etwa auf eine Valorisierung der Gelder im Pflegebereich. Sollte eine solche Valorisierung ausbleiben, wären die gegenwärtigen Pflegedienstleistungen nicht mehr zu halten.
Derzeit gibt es in Wien rund hundert Plätze in insgesamt sechs Eltern-Kind-Heimen. Dieser Zahl steht dem Verein "Rat und Hilfe" zufolge ein Bedarf von rund 800 Plätzen gegenüber. Träger der Heime sind neben der Caritas der Verein "Rat und Hilfe", die "Caritas Socialis", "Kolping"-Österreich sowie das von den "Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser" getragene "Haus Sarepta".
Über die aktuelle Auto-Aktion hinaus beteiligt sich die BAWAG-PSK auch als Kooperationspartner gemeinsam mit Western-Union an der laufenden Caritas-Augustsammlung sowie immer wieder auch an anderen Caritas-Projekten wie etwa der Aktion "Coffee to help" oder an Unterstützungsprojekten für die Wiener Obdachloseneinrichtung "Gruft".
Für die laufenden Kosten, z. B. für Strom, Heizung, Wasser und Babynahrung des neuen Mutter-Kind-Hauses, werden weitere Spenden benötigt (Infos: mutterkind.caritas-wien.at).






