Künftiger St. Pöltner Weihbischof wird neben Funktion als Regens des diözesanen Priesterseminars auch Bischofsvikar für die Aus- und Fortbildung der Priester - Küng: Ernennung Leichtfrieds wird zur weiteren Konsolidierung der Diözese beitragen
St. Pölten, 24.11.06 "Ich will meinen Beitrag leisten für ein gutes Klima und Miteinander, damit wir als Kirche die Sendung für die Menschen hier bei uns gut erfüllen." Das hat der designierter St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried am Freitag in St. Pölten auf einer Pressekonferenz anlässlich seiner Ernennung betont. Als Weihbischof wolle er im Besonderen auch für die Priester und Mitarbeiter der Diözese da sein.
Bischof Küng gab bekannt, dass Leichtfried künftig neben seiner Funktion als Regens des Priesterseminars auch als Bischofsvikar für die Aus- und Fortbildung der Priester tätig sein wird. Dazu kämen noch die „üblichen" bischöflichen Aufgaben wie Pfarrvisitationen oder Firmungen. Er freue sich sehr, so Küng, mit einen so guten Mitarbeiter im Bischofsamt zu bekommen und er zeigte sich überzeugt, dass mit der Ernennung Leichtfrieds ein weiterer Schritt zur Konsolidierung der Diözese getan sei. Leichtfried nannte als persönliche große Anliegen „geistliche Begleitung, ehrliche und konkrete Spiritualität sowie die Vertiefung des Glaubens".
Eine der Aufgaben des künftigen Weihbischofs wird es auch sein, an der Ausarbeitung und Umsetzung des Pastoralkonzepts für die Diözese St. Pölten federführend mitzuarbeiten. Wie Küng sagte, brauche es Orte, wo „Gottesbegegnung und Geborgenheit" erfahrbar sind, was in erster Linie in den Pfarren der Fall sein soll. Daneben würden in diesem Zusammenhang aber auch die Stifte und Klöster in der Diözese eine wesentliche Rolle spielen. An erster Stelle stehe die Erneuerung von Verkündigung und Katechese, daraus würden dann auch strukturelle Veränderungen zu überlegen sein. - Immer aber, so der Bischof, „mit Augenmaß und im Dialog".
Dass Weihbischof Leichtfried seine derzeitige Aufgabe als Regens auch weiterhin beibehalten wird, bezeichnete Bischof Küng als durchaus nicht ungewöhnlich und im Sinne der Kontinuität auch wünschenswert. Leichtfried selbst sprach von einer guten und gesunden Klima im Priesterseminar. Das Haus habe sich „stabilisiert" und entwickle sich auch immer mehr zu einem Haus der Begegnung für Priester und kirchliche Mitarbeiter. Mit der geringen Zahl an Seminaristen - derzeit gehören nur zehn Priesteramtskandidaten dem Seminar an, von denen nur vier derzeit im Haus wohnen - könne er aber naturgemäß nicht zufrieden sein. Leichtfried: „Es braucht wieder ein positives Klima, das zur Stärkung von Glaube und Idealismus beiträgt. Dann wird es auch wieder mehr Priesterberufungen geben."
Ein genaues ‚Datum für die Bischofsweihe von Anton Leichtfried gibt es noch nicht. Voraussichtlich werde diese Anfang des kommenden Jahres stattfinden, so Küng. Auch Wahlspruch und Wappen hat der designierte Weihbischof noch nicht.
Weihbischof Leichtfried nahm im Rahmen der Pressekonferenz auch zu seiner lebensbedrohlichen Krankheit Stellung, die ihn vor rund acht Jahren ereilt hatte. Damals habe ihm Gott ein „zweites Leben" geschenkt, so der Weihbischof. Er habe „Nachhilfeunterricht" bekommen und erkannt, dass das Leben immer am seidenen Faden hängt und Geschenk Gottes sei. Seit damals verspüre er eine große elementare Dankbarkeit dafür.






