Wien, 16.3.07 (KAP) "Mütter sollen wählen können zwischen Berufstätigkeit außerhalb der Familie oder daheim. Auch die Väter sind in die Kinderbetreuung einzubeziehen": Dies betonen die österreichischen Bischöfe in einer Presseerklärung zum Thema Kinderbetreuung. Wörtlich heißt es in der von der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz beschlossenen Erklärung: "Im Interesse des Glücks der Kinder und ihrer Eltern muss alles getan werden, um Müttern und Vätern die Wahlmöglichkeit zu erschließen. Insbesondere die Arbeit der Mütter, die in den ersten Lebensjahren des Kindes zu Hause bleiben, muss entsprechend anerkannt werden. Zugleich ist selbstverständlich Vorsorge zu treffen, damit in ausreichendem Maß Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung stehen". Die Vereinbarkeit von Familienarbeit und Erwerbsarbeit sei "eine wesentliche Voraussetzung für eine gedeihliche gesellschaftliche Entwicklung".
Wie Kardinal Christoph Schönborn bei der abschließenden Pressekonferenz der Frühjahrsvollversammlung in Wien mitteilte, hatten sich die Bischöfe in Mönchhof auch mit der aktuellen politisch-gesellschaftlichen Situation beschäftigt. Aus der breiten Palette anstehender Probleme wollten die Bischöfe die zuletzt vieldiskutierte Frage der Kinderbetreuung herausgreifen: Christen seien "Freunde des Lebens", daher sei ihnen die Situation der Kinder und der Familien "ein besonderes Anliegen".
Die Rollen von Mann und Frau hätten sich weitgehend verändert und ändern sich weiter, wird in der Erklärung festgestellt: "Wesensunterschiede aber bleiben und gehören zum Reichtum des Menschseins. Es ist wichtig, dass Mutter und Vater in der Verschiedenheit des Zugangs in der Kinderbetreuung zusammenwirken". Nicht nur in den ersten drei Lebensjahren sei für Kinder die Zuwendung der Eltern von großer Bedeutung. Viele junge Ehepaare praktizierten das heute trotz aller Probleme "in sehr eindrucksvoller Weise".






