Wussten sie, dass...
...der Alltag wie ein spannendes Buch sein kann: Wenn wir genau hinsehen und zwischen den Zeilen lesen, können wir viel Weises, Humorvolles, Erhellendes usw. entdecken. Nehmen wir z.B. die Tätigkeit des Schauens. Tagtäglich beginnen wir den Morgen mit dem Blick auf den Wecker, aus dem Fenster, in den Spiegel. Im Lauf des Tages sehen wir Personen, schauen in den Fernseher, auf den Straßenverkehr usw. Ist ihnen schon einmal aufgefallen,dass es verschiedene Arten von Blicken gibt: den Fernblick, den Durchblick, den Einblick, den Weitblick, den Augenblick und den Blick aufs Leben?
Wie blicke ich auf die Dinge? Wie sehe ich mein Leben? Wie sehe ich unsere Zeit und die Zukunft? In Bezug auf diese Lebenssicht gibt es wiederum verschiedene Blickarten: den pessimistischen, den optimistischen, den ideologisch-gefärbten, den christlichen Blick usw.
Der christliche Blick auf das Leben ist geprägt durch eine entscheidende Entdeckung: Gott ist uns Menschen nahe - er ist da, wo wir sind! Die Erfahrung dieser Nähe verbindet uns mit Mose, mit David, mit Petrus, mit allen gläubigen Menschen. Wie sehr diese Entdeckung das Leben befreien, weiten und vertiefen kann, sehen wir in Jesus von Nazaret.
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Doch wie zeigt sich diese Nähe Gottes? Welche konkreten Erfahrungen gibt es?
Gotteserfahrungen
Die Geschichte zwischen Gott und den Menschen ist spannend und dynamisch:
- Gott führt in die Weite
Immer wieder erleben Menschen Gott als einen Gott, der Hoffnungslosigkeit und Mutlosigkeit aufbricht, von Pessimismus, Fixierungen und Schuld befreit. Oft entdecken Menschen nach Jahren, wie sehr die Beziehung zu Gott das eigene Leben wandelt und weitet. In der Bibel geben davon die Psalmen ein eindrucksvolles Zeugnis. Und noch etwas zeigen die verschiedenen Erfahrungen mit Gott: Alles, was einengt, unfrei hält und abhängig macht, widerspricht Gott! Ein großes Beispiel dafür ist die Befreiung Israels aus dem "Arbeitslager" der Ägypter im 13. Jahrhundert v.Chr.
- Gott bewegt
Eine weitere Gotteserfahrung ist, dass Menschen, die von Gott angetan sind, nicht mehr von ihm loslassen wollen. So bricht Abraham - von einer göttlichen Verheißung getrieben - aus einer "gesicherten Existenz" ins Ungewisse auf. Der Prophet Jeremia ist von Gott fasziniert. Auch als die Botschaft, die er im Auftrag Gottes ausrichtet, für ihn gefährlich wird, kann er von Gott nicht lassen. Und schließlich Jesus von Nazaret: Die innige Beziehung zu diesem Gott, den er vertrauensvoll "Vater" nennt, prägt ihn wie keinen anderen. Die Menschen in seiner Umgebung werden von dieser "Gottesnähe" angesteckt und bekommen einen neuen, überraschenden Zugang zu Gott. Frauen und Männer, die von Gott "bewegt" sind, strahlen Lebendigkeit und Hoffnung aus. Ihre Gottebeziehung trägt sie, auch wenn sie dabei - wie wahrscheinlich jeder Mensch - durch "Krisen" hindurch gehen müssen.






