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Jesus von Nazaret
Geschichtlich ist folgendes erwiesen:
Jesus wurde um das Jahr 6 vor unserer Zeitrechnung geboren, einige Jahre vor dem Tod von Herodes dem Großen. Er wuchs in Nazaret auf. Seine Mutter hieß Maria, als sein Vater galt der Zimmermann Josef. Als Jesus ca. 30 Jahre alt war, trat er mit seiner Botschaft vom nahen Reich Gottes an die Öffentlichkeit. Sein öffentliches Auftreten dauerte höchstens drei Jahre.
Aufgrund der Anschuldigungen des Hohen Rats verurteilten ihn die römischen Behörden zum Tod. Er wurde vor der Stadtmauer Jerusalems gekreuzigt und noch am gleichen Tag begraben. Doch kurze Zeit später verkündeten seine Jünger überall, sie hätten ihn nach seinem Tod als Lebenden erfahren.
Berichte von Nicht-Christen über Jesus
Jesus von Nazaret ist eine historisch erfassbare Persönlichkeit. Den ältesten Hinweis liefert der syrische Philosoph Mara bar Sarapion (im Jahr 73), der Jesus als "weisen König" bezeichnet, der hingerichtet wurde und in seinen neuen Gesetzen weiterlebt.
Die römische Schriftsteller Plinius der Jüngere, Tacitus und Sueton verstehen die Christen (in Zeiten 80-120) als jüdische Sekte, deren Name von Christus stammt. Dieser wurde unter Pontius Pilatus seinerzeit hingerichtet.
Schließlich berichtet der jüdische Historiker Flavius Josephus in seiner "Weltgeschichte des jüdischen Volkes" (93) von dem weisen Lehrer, den Taten und dem gewaltsamen Tod von Jesus, der "Christus" genannt wurde.
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Zwiegespräch
"Don Camillo!"
"Herr, du sprichts ja wieder mit mir!"
"Ich habe immer zu dir gesprochen, aber du hast mich nicht gehört."
"Und ich dachte schon, dieser Ort wäre von dir ganz verlassen."
"Don Camillo, wo bist du gewesen? Warum bist du nicht gekommen?"
"Ich war so beschäftigt und die Menschen sind so undankbar."
"Don Camillo, denkst du nicht zu sehr an dich in letzter Zeit?"
"Das ist mir gar nicht aufgefallen, aber wenn es so ist, verzeih mir, Herr."
"Ist schon gut, Don Camillo. Aber jetzt... "
(aus: Giovanni Guareschi, Die Rückkehr des Don Camillo)
Heute
Jesus spricht zu den Menschen. Heute. Aber wie kann das gehen? Er ist doch vor ca. 2000 Jahren gestorben. Ist ein Gespräch mit ihm nicht bloß Fantasie, so wie man manchmal mit einem Romanhelden "redet", oder eben eine gute Idee in einem Film? Was macht es glaubwürdig, dass dieser Jesus von Nazaret der Sohn Gottes war, der nach seinem Tod auferstanden ist und heute als Lebender erfahren wird?
Mit Jesus auf dem Weg
Die zentrale Botschaft Jesu lautet: Das Reich Gottes ist nahe. Gott liebt die Menschen bedingungslos. Jesus lebt diese Botschaft, ja er ist selbst diese Botschaft "in Person". Die Liebe Gottes wird offenbar durch Jesu Zuwendung zu den Menschen. Er begegnet auch denen mit Respekt und Liebe, die am Rand der Gesellschaft stehen: dem Zöllner, der Ehebrecherin, den Sündern, den Kranken und Ausgestoßenen. Er heilt, er integriert, er vegibt Sünden und lässt dabei aufblitzen, dass er mehr ist als ein freundlicher Zeitgenosse. Durch Jesus erfahren Menschen die Menschenfreundlichkeit Gottes. Gott kommt ihnen in Jesus nahe und durch Jesus kommen sie Gott näher.






