Wahres und Heiliges auch in den anderen Religionen
Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 -1965) würdigt in einer eigenen Erklärung die Weltreligionen. Es zeigt tiefen Respekt und Achtung vor den religiösen Erfahrungen der verschiedenen Völker: Die Erfahrung einer verborgenen Macht, eines höchsten Gottes oder sogar eines Vaters "durchtränkt" das Leben der Menschen mit einem tiefen religiösen Sinn. Die Begegnung mit Andersdenkenden und Andersglaubenden ist für Christen eine Herausforderung und Chance. Es gibt viel zu entdecken: Unbekanntes, Gemeinsames und Unterschiede. Die Beschäftigung mit anderen Religionen soll zu gegenseitigem Respekt führen, zugleich regt sie zum Entdecken des eigenen Profils an.
Das Zentrum
So stehen im Zentrum des Christentums nicht nur besondere Ereignisse, in denen sich Gott offenbart (wie im Judentum), nicht ein Buch, das Gottes Wille enthält (wie beim Islam), nicht eine Einsicht (wie in bestimmten buddhistischen Richtungen), nicht verschiedene Erlösungswege zum Göttlichen (in den hinduistischen Religionen) oder das Sich-Einfügen in eine göttlich-harmonische Natur (Daoismus).






