Port-au-Prince, 14.02.2010 (KAP) In Haiti werden die beiden kommenden Monate nach Einschätzung des Apostolischen Nuntius Erzbischof Bernardito Cleopas Auza besonders hart werden. Die durch das Erdbeben vor vier Wochen entstandenen Zerstörungen hätten die Kirche ebenso wie alle anderen Institutionen getroffen, so Auza. Vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince seien Kirchen schwer in Mitleidenschaft gezogen, sagte der Vatikan-Diplomat am Wochenende. Trotz vieler Schwächen gibt es nach den Worten Auzas für Haitis Kirche auch Anzeichen der Hoffnung. Er sei zuversichtlich, dass die Kirche im Land die bei dem Beben am 12. Jänner ums Leben gekommenen Bischöfe, Priester und Mitarbeiter durch geeignete Personen ersetzen könne. In der Erzdiözese Port-au-Prince kamen bei der Naturkatastrophe Erzbischof Serge Miot, sein Generalvikar Charles Benoit und Diözesankanzler Arnoux Chery ums Leben. Unter den Todesopfern in Port-au-Prince sind nach Angaben des Nuntius sieben Diözesanpriester, 31 Seminaristen sowie mindestens 31 Ordensmänner und Ordensfrauen; somit ca. 70 Tote allein in diesen drei Gruppen. Zudem seien 60 und damit die Mehrzahl der Pfarrkirchen und Pfarreinrichtungen in der Hauptstadt zerstört. Nach Angaben der Regierung wurden bis Ende voriger Woche rund 170.000 Todesopfer in Massengräbern beigesetzt.






