Vatikanstadt, 04.08.2010 (KAP) Mit einem Nachmittag der Begegnung auf dem Petersplatz hat die Internationale Ministrantenwallfahrt in Rom ihren ersten Höhepunkt erreicht. Über 50.000 Mädchen und Jungen aus 17 Nationen fanden sich am Dienstag zu einem bunten Programm vor dem Petersdom zusammen. Die Veranstaltung mündete am frühen Abend in einen Gebetsgottesdienst unter Leitung des Basler Weihbischofs Martin Gächter, Präsident des organisierenden Ministrantenverbands CIM, der die abendliche Begegnung anlässlich seines 50-jährigen Bestehens ausrichtete.
Papst Benedikt XVI., der sich derzeit an seinem Sommersitz in Castelgandolfo aufhält, nahm an dem Abendgebet nicht teil. Er wird am heutigen Mittwochvormittag zu einer gemeinsamen Generalaudienz mit den Ministranten in den Vatikan reisen. Zu der etwa alle fünf Jahre stattfindenden Wallfahrt hatten sich nach Veranstalterangaben 53.000 Jugendliche angemeldet, darunter 45.000 aus Deutschland, 3.200 aus Österreich und 800 aus der Schweiz.
Musik- und Jonglierdarbietungen stimmten die jungen Pilger auf das spirituelle Programm ein. Im Mittelpunkt der Begegnung stand die Gestalt des Märtyrers und Ministranten-Schutzheiligen Tarcisius. Für die zehnte internationale Wallfahrt hatte der Schweizer Künstler Bernhard Lang eine eigene Tarcisius-Statue geschaffen. Die knapp fünf Meter hohe und fünf Tonnen schwere Bronzefigur befindet sich seit Montag vor dem Petersdom und soll am Mittwoch von Benedikt XVI. gesegnet werden. Nach Abschluss des Treffens erhält sie ihren endgültigen Aufstellungsort bei der Calixtus-Katakombe an der antiken Via Appia.
Die österreichischen Pilger absolvieren das dichte Programm jeweils in ihren diözesanen Gruppen. Für Donnerstag ist allerdings ein eigenes Österreich-Treffen mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika San Paolo fuori le Mura vorgesehen. Den Gottesdienst wird Bischof Manfred Scheuer zelebrieren. Außerdem begleiten die Jugendlichen der Linzer Bischof Ludwig Schwarz, sowie die Weihbischöfe Franz Lackner (Graz-Seckau) und Franz Scharz (Wien).
Seifenblasen-Meer auf der Piazza Navona
Mit einer bis zuletzt geheimgehaltenen Aktion haben indes Freiburger "Minis" in Rom auf sich aufmerksam gemacht: so haben sie auf der Piazza Navona gigantische Seifenblasen aufsteigen lassen. Rund 6.000 der insgesamt 11.000 Freiburger Ministranten haben sich an dem Ereignis beteiligt - zu einer Verwüstung der Piazza durch die Aktion sei es jedoch nicht gekommen, wie die Ministranten versicherten.
Roms Ordnungshüter nahmen die ungewöhnliche Initiative gelassen. Bislang seien keinerlei Probleme mit den 53.000 Teilnehmern des internationalen Treffens bekanntgeworden, sagte eine Sprecherin der römischen Polizeibehörden auf Anfrage von "Kathpress".






