Die vier Frauen, ein Mann und ein Junge stammten aus Somalia, Albanien, dem Sudan, Japan und Russland - Taufe ist "Medizin des ewigen Lebens"
Vatikanstadt, 04.04.2010 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat in der Osternacht fünf Erwachsene und ein Kind getauft und sie so in die katholische Kirche aufgenommen. Die vier Frauen, ein Mann und ein Junge stammten aus Somalia, Albanien, dem Sudan, Japan und Russland. Sie hatten sich in den vergangenen Monaten in römischen Gemeinden auf ihre Taufe vorbereitet. Benedikt XVI. spendete ihnen das Sakrament der Eingliederung in die Kirche als Ortsbischof von Rom. Im frühen Christentum galt die Osternacht als bevorzugter Tauftermin. Begleitet von festlichen Gesängen im Petersdom übergoss der Papst den Kopf jedes Kandidaten mit geweihtem Wasser. Aus der Hand ihrer Patinnen und Paten erhielten die Neugetauften einen weißen Schleier - als Zeichen des neuen Lebens in Christus - und die Taufkerze, die am Osterlicht entzündet worden war. Anschließend spendete Benedikt XVI. den fünf Erwachsenen das Firmsakrament und gab ihnen den Friedensgruß. Bei der folgenden Eucharistiefeier empfingen sie aus der Hand des Papstes zum erstem Mal die Heilige Kommunion. In seiner Predigt deutete der Papst den Taufritus als "Wiedergeburt ins neue Leben hinein". Im Wasser der Taufe gebe der Täufling sein "todgeweihtes Leben mit Christus in den Tod" und lasse sich umgestalten zu einem "neuen Leben, das wirklich ewigkeitsfähig ist". Das weiße Taufkleid stehe für das "Lichtgewand Gottes". Die brennende Kerze sei ein "Zeichen des neuen Lebens im Licht, das Gott selbst in ihnen angezündet hat", so der Papst. Benedikt XVI. nannte die Taufe eine "Medizin des ewigen Lebens" und das "Kraut gegen den Tod", das auch heute viele Menschen suchten. Durch Christus sei der Lebensbaum des Paradieses wieder zugänglich geworden. "Der auferstandene Herr schenkt uns die Freude: das wahre Leben. Wir sind für immer geborgen in der Liebe dessen, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist", sagte der Papst.






