Benedikt XVI. mahnte die Priester, die in der Weihe empfangene Gabe besonders im Einsatz für Arme fruchtbar zu machen
Vatikanstadt, 1.7.09 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat die katholischen Priester zu einer starken Identifikation mit ihrem Dienst aufgerufen. Die persönliche Identität der Geistlichen könne nicht von deren seelsorglichem Tun getrennt werden, sagte der Papst am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Zugleich müssten sie ihr Amt als Geschenk Gottes begreifen. "Niemand kann sich selbst zum Priester machen", betonte der Papst.
Benedikt XVI. mahnte die Priester, die in der Weihe empfangene Gabe besonders im Einsatz für Arme fruchtbar zu machen. Das "Sakrament des Altares", das sie täglich feierten, müsse in konkrete Nächstenliebe münden. Die Gläubigen sollten ihrerseits "Gott für das Geschenk und den Dienst der Priester in der Kirche danken". Nachdrücklich rief der Papst auch zum Gebet um den Priesternachwuchs auf.
Anlass der Ausführungen war das am 19. Juni eröffnete Priesterjahr. Es will die Berufsideale der weltweit rund 400.000 Priester der katholischen Kirche ins Bewusstsein rufen. Das Gedenkjahr knüpft an den 150. Todestag des heiligen Pfarrers Jean-Marie Vianney (1786-1859) an. Der als Pfarrer von Ars bekannte Seelsorger soll im Juni 2010 zum Schutzpatron aller Priester erhoben werden.






