Sprecherin des US-Präsidenten betonte aber das gemeinsame Interesse, im Nahen Osten Voraussetzungen für Freiheit, Demokratie und das Recht auf Religionsfreiheit zu schaffen
Washington, 16.4.08 (KAP) US-Präsident George W. Bush will Papst Benedikt XVI. nach Aussage seiner Sprecherin nicht von der Richtigkeit des Irak-Krieges überzeugen. Allerdings werde wahrscheinlich die Lage im Libanon ein Thema bei der Unterredung am Mittwoch im Weißen Haus sein, sagte Bushs Sprecherin Dana Perino am Dienstag vor Journalisten in Washington. Im Libanon lebe eine "große christliche Minderheit", die unter der schweren politischen Krise des Landes sehr zu leiden habe. Die Bezeichnung der Christen als Minderheit wurde in libenanesischen Kreisen Washingtons nicht als "politically correct" empfunden, weil es im Libanon seit den dreißiger Jahren keine Volkszählung mehr gegeben hat und weil das gesamte politische System des Landes - ausgehend vom "Pacte national" von 1943 - davon ausgeht, dass es eine leichte christliche Mehrheit gibt.
Dana Perino räumte ein, dass es in der Irak-Frage grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen Bush und dem Vatikan gebe. Allerdings sei es das gemeinsame Interesse, dort die Voraussetzungen für Freiheit, Demokratie und das Recht auf Religionsfreiheit zu schaffen. Als weitere voraussichtliche Themen des Treffens nannte die Sprecherin des Weißen Hauses Fragen der Menschenrechte, der Religionsfreiheit und den Kampf gegen den Terrorismus.
Bushs Sprecherin sagte, der Präsident werde Amerika und die Welt einladen, den Botschaften des Papstes über Gott, über die Notwendigkeit gemeinsamer moralischer Werte und den Ursprung der Menschenrechte zuzuhören.






