Montag 5. Dezember 2016

Diözese Feldkirch

Die Diözese Feldkirch ist die jüngste Diözese Österreichs. Paul VI. vollzog nach diplomatischen Verhandlungen zwischen dem Vatikan und Wien die Diözesanerhebung mit der auf 8. Dezember 1968 datierten Bulle "Christi Caritas". Die feierliche Proklamation erfolgte am 14. Dezember 1968.

Ursprünglich hatte das heutige Vorarlberg zu drei auswärtigen Diözesen gehört: Der Bischof von Chur war zuständig für die Rätoromanen im südlichen Teil, während die deutschsprachigen Alemannen im nördlichen Teil zu Konstanz gehörten. Kleine Gebiete im Bereich des Tannbergs und das Kleine Walsertal gehörten zur Diözese Augsburg. Um den Einfluss auswärtiger Bischöfe auf sein Herrschaftsgebiet einzuschränken, versuchte schon Kaiser Joseph II. (1780-90), eine eigene Diözese für das Land vor dem Arlberg zu errichten.

Diese Idee lies sich freilich nicht verwirklichen, dafür wurde das Gebiet von Vorarlberg Anfang des 19. Jahrhunderts als Generalvikariat mit einem eigenen Weihbischof der Diözese Brixen unterstellt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde als Provisorium die Apostolische Administratur Innsbruck errichtet, zu der auch das Generalvikariat Feldkirch gehörte. 1935 wurde der bisherige Provikar Franziskus Tschann zum Generalvikar in Feldkirch ernannt, seine Bischofsweihe erfolgte 1936. Er erlangte Berühmtheit, weil er 1938 das Empfehlungsschreiben der österreichischen Bischöfe für den "Anschluss" nicht mitunterzeichnen wollte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die alte Idee einer eigenen Diözese für Vorarlberg wieder aufgegriffen. Nach schwierigen Verhandlungen kam es schließlich 1968 zur Errichtung der Diözese Feldkirch.
Zum ersten Diözesanbischof wurde Bruno Wechner ernannt. Er war bereits seit 1955 als Weihbischof und Generalvikar für Vorarlberg zuständig. Wechner wurde 1989 kurz vor seinem 81. Geburtstag von Klaus Küng abgelöst und verstarb 1999 im Alter von 91 Jahren. Küng leitete die Diözese bis zu seinem Wechsel nach St. Pölten 2004. Auf Küng folgte Bischof Elmar Fischer, der die Diözese bis 2011 leitete und von Benno Elbs als Diözesanadministrator abgelöst wurde. Benno Elbs ist demnach der vierte Bischof der Diözese Feldkirch.

Das kirchliche Leben in der westlichsten Diözese Österreichs ist geprägt von außergewöhnlichen ehrenamtlichem Engagement. Allein die Caritas verzeichnet 614.000 Arbeitsstunden, dazu kommen rund 215.000 Stunden, die ehrenamtlich im Dienste des Menschen geleistet werden. Macht man sich bewusst, dass mehr als 300.000 Stunden "nur" gesungen wird, wird die enorme Strahlkraft der Kirchenchöre und der Kirchenmusik in Vorarlberg bewußt.

 

Ehrenamt trägt Diözese

 

Auch unterstützt die Diözese Feldkirch zahlreiche Sozial- und Seelsorgeprogramme, unter anderem die Telefonseelsorge (mit 13.000 geleisteten Stunden) oder das Kriseninterventionsteam, das zur Stelle ist, wenn Katastrophen Menschen an den Rand ihrer Existenz oder in extreme psychische Notsituationen bringen.

 

Geprägt wird die pastorale Arbeit besonders durch rund 140 Priester in Vorarlberg. Ihre Arbeit schlägt mit mehr als 260.000 Seelsorgestunden in der gottesdienstlichen Verkündigung und geistlichen Begleitung zu Buche. Der Einsatz der Pastoralassistenten/innen erbringt rund 60.000 Seelsorgestunden und nicht zuletzt mit ehrenamtlich geleisteten Stunden hilfreicher Laienmitarbeit: 74.000 Stunden in den Gottesdiensten, 56.000 Stunden in der Jugendarbeit, 42.600 Stunden bei Aktionen wie den Sternsingern, ungezählten Stunden in der Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Firmungen im "Ländle", wie Vorarlberg gerne tituliert wird.

 

Dieses "3-Millionen-Stunden-Portrait" der Vorarlberger Kirche skizziert ihre zentrale Aufgabe, die sie in der Seelsorge und der Begleitung der Menschen auf ihrer Suche nach Gott und einem sinnerfüllten Leben erfüllen möchte. An den Brennpunkten dieses Lebens - der Geburt, dem Heran- und Hineinwachsen in die Gemeinde, bei markanten Schritten im Leben und schließlich am Lebensende - werden entscheidende Fragen wach und kirchliche Präsenz ist gerade in diesen Stunden von hoher Bedeutsamkeit.

 

zuletzt bearbeitet am 8. Mai 2013

Papst & Vatikan

Der Papst ist als Nachfolger des Apostels Petrus und Bischof von Rom das geistliche  Oberhaupt der katholischen Kirche. Gemeinsam mit dem Bischofskollegium (Konzil) hat er die hächste Autorität in der Kirche. Als Haupt des Bischoffskollegiums "verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann." (vgl. Canon 331 des Kirchengesetzbuches CIC)
Aufgrund dieser geistlichen Stellung ist der Papst als Inhaber des Stuhles Petri auch nach Internationalem Recht ein anerkanntes souveränes Völkerrechtssubjekt ("Heiliger Stuhl").

 

Der Papst ist zugleich auch "Souverän des Staates der Vatikanstadt" (Stato della Citta del Vaticano, kurz SCV). Der kaum 0,44 Quadratkilometer große, im Nordwesten Roms gelegene Staat zählt nur knapp über 500 Staatsangehörige, aber tausende Mitarbeiter, die das Herz der Katholischen Weltkirche am Schlagen halten.

 

Gegründet wurde der heutige Vatikanstaat 1929 mit den Lateran-Verträgen zwischen dem italienischen Staat und dem Heiligen Stuhl. Er dient dem weltweit als Völkerrechtssubjekt anerkannten Leitungsorgan der katholischen Kirche, dem "Heiligen Stuhl", als territoriale Basis und garantiert dessen Unabhängigkeit.

 

Nördlich des Petersplatzes befindet sich der Apostolische Palast mit Audienzräumen, Kurienbüros und der Privatwohnung des Papstes. Neben dem Gelände rund um den Petersdom gehören noch einige exterritoriale Besitzungen in und außerhalb Roms zum Vatikan - darunter die großen Basiliken wie die Lateran-Basilika oder Santa Maria Maggiore, die Kuriengebäude, das Papst-Refugium in Castel Gandolfo, die Sternwarte, der Sitz von "Radio Vatikan" sowie dessen Sendeanlagen in Santa Maria di Galeria.

 

Auf dem vatikanischen Staatsgelände befinden sich weitere Verwaltungsgebäude, die Vatikanischen Museen, die Vatikanische Bibliothek, das Geheimarchiv, die Redaktion und Druckerei des "Osservatore Romano", der Vatikanverlag "Libreria Editrice Vaticana", eine Apotheke, das Postamt, ein Bahnhof, der Circolo S. Pietro (Bund des Hl. Petrus), ein Frauenkloster und das Gästehaus "Santa Marta", in dem die Kardinäle während des Konklaves wohnen.

 

Der kaum 0,44 Quadratkilometer große, im Nordwesten Roms gelegene Staat zählt nur knapp über 500 Staatsangehörige, aber tausende Mitarbeiter, die das Herz der Katholischen Weltkirche am Schlagen halten.

 

Die Kurie ist die zentrale Verwaltungsbehörde der katholischen Kirche und agiert im Namen des Papstes und mit seiner Vollmacht. Sie gliedert sich in das Staatssekretariat, neun Kongregationen, elf Päpstliche Räte, drei Gerichte und weitere Einrichtungen wie die Päpstlichen Akademien, Kommissionen, die vatikanischen Medien, die Archive und Bibliotheken. Angesichts von rund 1,2 Milliarden Katholiken weltweit nehmen sich die rund 2.700 Mitarbeiter der Kurie denkbar bescheiden aus.

 

Innerhalb der Kurie nimmt das Staatssekretariat eine Vorrangstellung ein. Es wird seit September 2006 von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone geleitet. Der Kardinalstaatssekretär ist der engste Mitarbeiter des Papstes und der höchste Repräsentant der diplomatischen und politischen Aktivitäten des Heiligen Stuhls.

 

Eine zentrale Position nimmt unter den Kongregationen die Glaubenskongregation ein. Sie ist die älteste unter ihnen und geht zurück auf die Inquisitionsbehörde, die durch Papst Paul III. (1542) eingesetzt wurde. Die Glaubenskongregation überprüft neue Lehrmeinungen und verurteilt Lehren, die ihrer Meinung nach den Prinzipien des Glaubens widersprechen. Sie prüft theologische Bücher auf ihre Rechtgläubigkeit, ist zuständig bei Vergehen gegen den Glauben und für die Verteidigung der Würde des Bußsakramentes.

 

Die drei Gerichtshöfe - Apostolische Signatur (Oberster Gerichtshof und höchstes Verwaltungsgericht), Rota Romana (unter anderem letzte Instanz für die meisten Fälle von Eheanullierung) und Apostolische Pönitentiarie (für Bußfragen) - sind Einrichtungen, durch die der Papst sein Amt als oberster Richter der Kirche ausübt. Zum Vatikanstaat gehört aber auch ein eigenes Militär. Die Schweizergarde ist die offizielle Armee des Vatikans und wurde von Papst Julius II. im Jahr 1506 ins Leben gerufen. Die Sollstärke der Schweizergarde beträgt 110 Mann, die die Zugänge zum Vatikan sowie dem Apostolischen Palast bewachen und für die persönliche Sicherheit des Papstes sorgen.

 

Quelle: katholisch.at | mit Material von katholisch.de

zuletzt bearbeitet am 28. Februar 2013

Einmal im Jahr veröffentlicht die Österreichische Bischofskonferenz statistische Daten zur Katholikenzahl sowie zum Stand der Priester und Ordensleute. Die Veröffentlichung findet in der Regel im Jänner statt. Bekanntgegeben werden jeweils die Daten des vorvorigen Jahres.

 

Die Katholikenzahl in Österreich ist 2015 weitgehend stabil geblieben. Das ergeben die am Dienstag von den österreichischen Diözesen veröffentlichten Statistiken. Demnach gibt es mit Stichtag 31. Dezember 2015 in Österreich 5,21 Millionen Katholiken. 2014 waren es laut amtlicher Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz noch knapp 5,27 Millionen Katholiken. Das entspricht einem Rückgang von 1,02 Prozent. Die amtliche Kirchenstatistik 2014 wurde ebenfalls am Dienstag veröffentlicht.

 

Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, wobei die Diözesen unterschiedliche Entwicklungen melden. In einige Diözesen gab es einen leichten Rückgang, andere verzeichnen einen leichten Anstieg an Austritten, wieder andere kommen fast genau auf die gleiche Anzahl wie im Jahr zuvor. Insgesamt traten 2015 56.365 Personen aus der katholischen Kirche aus. 2014 waren es laut amtlicher Statistik 55.003. Das entspricht einem Anstieg von 2,48 Prozent.

Die Kirchenaustritte bewegen sich damit auch 2015 im Rahmen der vergangenen Jahre, abgesehen von 2010. 2013 verließen 54.869 Personen die Kirche, 2012 waren es 52.336, 2011 59.023 und 2009 53.269. 2010 musste die Kirche 85.960 Austritte verzeichnen - eine historischen Höchststand -, was damals zu einem Gutteil auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich zurückzuführen war.

 

Hier können die statistischen Daten sowie Informationen zur Kirchenfinanzierung (Kirchenbudget) ab 2003 als pdf heruntergeladen werden.

 

NEU! 2014

» Katholikenzahlen     |     » Klerus, Orden, Priester

 

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2012

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2011

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2010

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» Kirchenbudget 2010

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2003
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Mit Stichtag vom 31. Dezember 2014 wurden 4.860 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist etwas mehr (plus 1,9 Prozent) als 2013 (4.771). 2012 konnte die Kirche 4.477 Eintritte verzeichnen. Die Eintritte in die Katholische Kirche nehmen damit seit Jahren leicht zu. 602 Personen machten zudem von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren Austritt erklärt hatten, nach einem Kontakt mit kirchlichen Verantwortlichen und innerhalb einer Dreimonatsfrist aber wieder Abstand von diesem Schritt nahmen. 2013 machten 552 Personen von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch.

 

Bei den Angaben für 2014 handelt es sich um vorläufige Zahlen. Kleinere Korrekturen - vor allem bei den Neu- oder Wiedereintritten - sind noch zu erwarten, da noch nicht in allen Diözesen die Daten für die letzten Monate des Vorjahres umfassend vorliegen.

 

Erfahrungsgemäß werden die Zahlen der Kircheneintritte (Aufnahmen und Wiederaufnahmen) und der Widerrufe noch leicht steigen. Maßgebliche Faktoren für den leichten Rückgang der Katholikenzahl sind nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern auch von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu Wegzügen.

 

Quelle: Kathpress

Kirche in Österreich

Die katholische Kirche ist eine weltweite Gemeinschaft von Menschen, die an Jesus Christus glauben. "Katholisch" bedeutet "allumfassend" und die Kirche versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden: 1,2 Milliarden Männer und Frauen leben in rund 3.000 Diözesen in nahezu allen Ländern der Welt, feiern zusammen Gottesdienste und engagieren sich sozial wie politisch.

 

In Europa hat der christliche Glaube eine lange Tradition. Christinnen und Christen prägen seit Jahrhunderten bis heute die Entwicklung des Kontinents durch Höhen und Tiefen hindurch. Gegenwärtig wächst Europa immer weiter zusammen und steht vor der Herausforderung eines friedlichen Miteinanders der Völker. Die » Kirche in Europa hält die christlichen Werte, die uns verbinden, für die Zukunft des Kontinents lebendig.

 

Mit 5,4 Millionen Mitgliedern ist die Katholische Kirche die größte gesetzlich anerkannte Glaubensgemeinschaft in Österreich. Das seelsorgerische Netz umfasst mehr als 3.000 Pfarren und rund 8.000 Kirchen und Kapellen, in denen über 4.000 Priester und 600 ständige Diakone ihren Dienst verrichten.

 

Die katholische Kirche in Österreich ist Teil der Weltkirche. Der christliche Glaube hat die Geschichte Österreich entscheidend geprägt und ist auch heute für die meisten Menschen in Österreich eine Lebensrealität. Bereits seit dem Jahr 174 kann die Existenz des Christentums in Österreich nachgewiesen werden. Mit 5,4 Millionen Mitgliedern (Stand: 2011) ist die Katholische Kirche die größte gesetzlich anerkannte Glaubensgemeinschaft in Österreich. Das seelsorgerische Netz umfasst mehr als 3.000 Pfarren und rund 8.000 Kirchen und Kapellen, in denen über 4.000 Priester und 600 ständige Diakone ihren Dienst verrichten.

 

Die katholische Kirche in Österreich umfasst neun » Diözesen - davon zwei Erzdiözesen (Wien und Salzburg) - und ein Militärordinariat. Die territorialen Diözesen decken sich weitgehend mit den Gebieten der neun österreichischen Bundesländer mit Ausnahme der Erzdiözese Salzburg (Bundesland Salzburg und Nordtirol östlich des Ziller), der Erzdiözese Wien (Bundeshauptstadt Wien und das östliche Niederösterreich) und der Diözese St. Pölten (das westliche Niederösterreich). Der Heilige Stuhl ist in Österreich durch die » Nuntiatur (Botschaftsrang) vertreten.

 

Die Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau besitzt als Territorialabtei einen eigenständigen Jurisdiktionsbereich. Ihr Abt ist daher Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz.

 

Weiterer Jurisdiktionsbereich der katholischen Kirche in Österreich sind außerdem die Personalprälatur Opus Dei  und das Ordinariat für die byzantinischen Gläubigen in Österreich (Wollzeile 2, 1010 Wien, Tel.: 01/51552-3405 mit Ordinarius Kardinal Christoph Schönborn).

 

So beeindruckend diese Zahlenspiele auch sein mögen - sie haben immer nur Verweisfunktion: Kirche geschieht vor Ort, von Mensch zu Mensch - und die Träger dieser existentiellen Dimension des Glaubens sind die Diözesen.

 

Informieren Sie sich hier über die » Geschichte der katholischen Kirche in Österreich, das konkrete Leben in seiner Vielfalt an » Einrichtungen und Gruppen sowie über » Zahlen, Daten und Fakten rund um die größte gesetzlich anerkannte Glaubensgemeinschaft in Österreich.

 

zuletzt bearbeitet am 28. Februar 2013

Die Österreichische Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der Bischöfe der österreichischen Diözesen, der mit Gutheißung des Apostolischen Stuhles errichtet ist. Ihre Aufgaben sind das Studium und die Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, die gegenseitige Beratung und notwendige Koordinierung der kirchlichen Arbeit, der gemeinsame Erlaß von Entscheidungen sowie die Pflege der Verbindungen zu anderen Bischofskonferenzen. Grundlagen für diese Aufgaben sind die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils, hier insbesondere das Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe (Nr. 37-38), das Kirchliche Gesetzbuch (insbesondere die Canones 447-459 des Codex Iuris Canonici) aus dem Jahr 1983 sowie die Statuten der Österreichischen Bischofskonferenzaus dem Jahr 2005.


Die Vollversammlung ist das Hauptorgan der Österreichischen Bischofskonferenz. Die Mitglieder der Bischofskonferenz sind grundsätzlich zur Teilnahme an der Vollversammlung verpflichtet, als Entschuldigungsgrund gelten eine schwere Erkrankung oder eine Verpflichtung durch höhere Autorität. Für Diözesanbischöfe ist es in diesen Fällen möglich, sich nach den Vorgaben der Statuten vertreten zu lassen. Zur Vollversammlung wird auch der Apostolische Nuntius in Österreich eingeladen, der jedoch kein Mitglied der Bischofskonferenz ist.

 

Jeweils im Frühjahr, im Sommer und im Herbst eines Jahres findet eine ordentliche Vollversammlung statt. Dazwischen können außerordentliche Vollversammlungen angesetzt werden, die entsprechend der Terminologie der Statuten als "außerordentlich" bezeichnet werden müssen.

 

Die Vollversammlung wird vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz einberufen. Er erstellt gemäß den Statuten die Tagesordnung und leitet die Sitzungen. Da er die Bischofskonferenz nach außen vertritt, ist es in der Regel der Vorsitzende, der die Öffentlichkeit über die Ergebnisse einer Vollversammlung informiert.

 

Jedes Mitglied der Bischofskonferenz kann innerhalb der festgesetzten Frist Vorschläge für die Tagesordnung einbringen. Im Verlauf der Vollversammlung hat auch jedes Mitglied der Bischofskonferenz das Recht, Anträge einzubringen, die vom Vorsitzenden zur Abstimmung gebracht werden. Das Statut regelt, in welchen Materien die Bischofskonferenz Beschlüsse fassen kann, wer hierzu stimmberechtigt ist und welche Mehrheit erforderlich ist. Das offizielle Promulgationsorgan der Beschlüsse ist das Amtsblatt der Österreichischen Bischofskonferenz.

 

Mehr unter: www.bischofskonferenz.at

Ordensgemeinschaften in Österreich

Ordensgemeinschaften stellen einen wesentlichen und eigenständigen Teil der Katholischen Kirche in Österreich dar. Sie tragen Seelsorge und soziale Einrichtungen, unterhalten Schulen und Kindergärten, betreiben Krankenhäuser und halten kulturelles Erbe lebendig. Um dieses Erbe neu und der "digitalen Generation" verständlich zu erschließen, öffnen die Ordensgemeinschaften nun ihre erste gemeinsame "digitale Pforte" - mit der Website www.ordensgemeinschaften.at

 

Ziel der digitalen Offensive ist es, Orden und Menschen im Land einander näher bringen, so P. Erhard Rauch, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der Männerorden. "Die Orden ergreifen die Initiative. Die Kirche wirkt heute teilweise gelähmt, aber das passt nicht zu einem 'Leben in Fülle', das wir allen verkünden wollen." Ordensleute wollten in die Gesellschaft hineingehen "und einfach leben und die Schätze des Evangeliums teilen". Ergänzt wird das Online-Angebot durch eine Facebook-Präsenz (www.facebook.com/ordensgemeinschaften.at) und einen Twitter-Kanal (@ordensgem_at).

 

Die Orden ergreifen die Initiative. Die Kirche wirkt heute teilweise gelähmt, aber das passt nicht zu einem 'Leben in Fülle', das wir allen verkünden wollen.

 

Insgesamt gibt es in Österreich knapp 6.700 Ordensfrauen und -männer, die in rund 830 Klöstern, Stiften und sonstigen Einrichtungen leben und wirken. In Österreich gibt es 120 Frauenorden, ihnen gehören 4.200 Ordensfrauen an. In den 85 Männerorden leben 1.950 Ordensmänner. Die Zahl der Ordensmänner ist weitgehend stabil, jene der Ordensfrauen geht langsam aber stetig zurück. Das geht aus der letzten Kirchenstatistik von 2010 hervor.

 

Nichtsdestotrotz spielen die Frauenorden im kirchlichen wie gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle: Österreichweit befinden sich 25 Spitäler in Trägerschaft von Frauenorden sowie 221 Schulen. Im Schuldienst sind insgesamt 80 Schwestern tätig, im Krankendienst mehr als 250 und im Pflegedienst knapp 300. Jeweils rund 30 Schwestern arbeiten in Internaten, Horten und Kindereinrichtungen. Im caritativ-sozialen Dienst sind rund 90 Ordensfrauen beschäftigt und im pastoralen Dienst etwas weniger als 500.

 

Ob Schulen, Spitäler oder caritative Dienste - die Orden spielen eine wichtige Rolle im Erhalt und in der Pflege der sozialen Kultur im Land.

 

Die größten Frauenorden sind laut der "Vereinigung der Frauenorden Österreichs" die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz von Wels und die Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz kommen laut der jüngsten Statistik auf 575 Mitglieder. Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck zählen 228 Mitglieder.

 

Die meisten Mitbrüder zählen in Österreich laut der Superiorenkonferenz die Benediktiner mit rund 370 Ordensmännern. Die Franziskanerprovinz Austria zählt 140 Franziskaner in 25 Klöstern in Österreich und Südtirol. Zur Österreichischen Provinz der "Steyler Missionare" gehören 100 Mitbrüder. Die Provinz unterhält elf Niederlassungen, zwei davon auch in Kroatien. In Österreich leben und arbeiten weiters rund 90 Jesuiten in Graz, Innsbruck, Linz, St. Andrä im Lavanttal, Steyr und Wien. In etwa personell genauso stark vertreten sind die Salesianer Don Boscos, die in 14 Niederlassungen österreichweit wirken.

 

Weltweit gibt es übrigens nach offiziellen vatikanischen Angaben knapp 920.000 Ordenschristen. Sie teilen sich in rund 730.000 Ordensfrauen, 135.000 Ordenspriester, rund 560 Ordensmänner als ständige Diakone und etwas mehr als 54.200 Ordensbrüder ohne geistliche Weihe.

Kirche in Europa

Europa ist für Christen nicht nur ein Kontinent, nicht nur ein Wirtschafts- und Handelsraum; Europa ist für sie mehr - ein Raum gemeinsamer Werte und ein Raum des Dialogs. So waren etwa die Architekten Europas - etwa Konrad Adenauer, Robert Schuman oder Alcide de Gasperi - Christen. Dies bedeutet keinen christlichen Exklusiv-Anspruch auf Europa, sollte doch jedem historisch sensiblen Gemüt klar sein, dass Europa nicht zuerst aus hehren (christlichen) Idealen, sondern aus der schrecklichen Erfahrung des Nationalsozialismus und seiner Gräueltaten hervorgegangen ist.

 

So sind es aber doch gerade die christlichen Kirchen, die diese Erinnerung wachhalten und - durch alle Krisen der Gegenwart hindurch - dazu mahnen, das Projekt Europa und die europäische Integration nicht zur bloßen fiskal- oder wirtschaftspolitischen Realpolitik herabsinken zu lassen. So erklärten etwa die österreichischen Bischöfe bereits im Jahr 2002, dass es zum Zusammenwachsen Europas nicht nur eines gemeinsamen Marktes bedarf, "sondern insbesondere auch des Beitrags der kulturellen Kräfte und der Religionsgemeinschaften." Kirchen nähem entsprechend an den Dialogen und dem Ringen in der Zivilgesellschaft teil - allerdings ohne in dieser selbst aufzugehen.

 

Es sollte jedem historisch sensiblen Gemüt klar sein, dass Europa nicht zuerst aus hehren Idealen, sondern aus der schrecklichen Erfahrung des Nationalsozialismus und seiner Gräueltaten hervorgegangen ist.

 

Auf Ebene der Brüsseler Diplomatie wird der Dialog mit den Kirchen und Religionsgesellschaften vor allem durch die sogenannte "Dialogklausel" - Artikel 17, Abs. 3 des Lissabon-Vertrages (AEUV) - geregelt. Die Dialogklausel eigne sich "mehr als jeder Gottesbezug in einer Präambel" dazu, "christliche Werte in das europäische Geschehen auf oberster Ebene einzubringen und zu verteidigen", betont dazu etwa der Integrationsbeauftragte der Österreichischen Bischofskonferenz, Franz Eckert, der selbst an der Ausarbeitung der Dialogklausel mitgewirkt hat. Sie sei "alles andere als eine Leer-Formel", weil darin sowohl die Verdienste der Kirchen um eine europäische Zivilgesellschaft als auch die besondere Eigenart der Kirchen anerkannt werde.

 

 

» Kleines kirchliches Institutionen-ABC

 

ComECE - Kommission der EU-Bischofskonferenzen
Die 1980 gegründete "Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft" (ComECE) setzt sich aus den Delegierten der 26 katholischen Bischofskonferenzen aus dem Gebiet der Europäischen Union zusammen. Für Österreich nimmt der Grazer Bischof Egon Kapellari diese Funktion wahr.

Ziel der Einrichtung ist es, die europäischen politischen Prozesse in Brüssel verfolgen, begleiten und auch beeinflussen zu können. Die ComECE bzw. deren Mitglieder und Mitarbeiter stehen in ständigem direkten Kontakt zu den maßgeblichen EU-Institutionen und deren Vertretern.

Die ComECE betreibt ein Büro vor Ort in Brüssel. Für Österreich mit dabei ist Diakon Michael Kuhn. Die 26 delegierten ComECE-Bischöfe treffen einander jeweils im Frühjahr und Herbst zu Vollversammlungen, wo die großen Themen und Strategien vorgeben werden. Derzeitiger Präsident der ComECE ist der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. Durch regelmäßige Dialogseminare, Veranstaltungen und auch informelle Treffen stehen die Kirchenvertreter in regelmäßigem Kontakt zu den EU-Institutionen.
CCEE - Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen
Dem katholischen "Rat der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE) mit Sitz im schweizerischen Sankt Gallen gehören alle Bischofskonferenzen Europas an, die durch ihre jeweiligen Vorsitzenden repräsentiert sind. Ziel des 1971 gegründeten Zusammenschlusses ist es, die europäische Kooperation der Bischöfe zu fördern. Der Wirkungskreis des Rates geht damit weit über die Grenzen der EU hinaus.

Das höchste bischöfliche Beratungsgremium auf europäischer Ebene zählt derzeit 38 Mitglieder: die Vorsitzenden der 33 nationalen Bischofskonferenzen sowie die Erzbischöfe von Luxemburg und Monaco, den maronitischen Erzbischof von Zypern, den Bischof von Chisinau in der Republik Moldau und den Bischof der Ruthenier im ukrainischen Mukatschewo. Mit dem Status ständiger Gäste nehmen auch der Präsident der Kasachischen Bischofskonferenz und der Lateinische Patriarch von Jerusalem an den Beratungen teil. Präsident des CCEE ist seit 2006 der ungarische Primas Kardinal Peter Erdö.

Neben der jährlichen Vollversammlung des Rates tagen auch in regelmäßigen Abständen die Generalsekretäre der nationalen Bischofskonferenz sowie die Pressebeauftragten. Seit einigen Jahren finden zudem regelmäßige Tagungen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Süd-Ost Europa statt. Zusätzlich veranstaltet die CCEE eine Reihe von Symposien, die sich laut eigenen Angaben mit "Kernfragen der Evangelisierung und der Inkulturation des Evangeliums im europäischen Kontext" beschäftigen.

Der Rat arbeitet eng mit der "Konferenz der Europäischen Kirchen" (KEK/CEC) zusammen. Seit 40 Jahren gibt es einen eigenen Gemeinsamen Ausschuss, der das höchste Organ für den Dialog zwischen den beiden europäischen kirchlichen Dachverbänden ist und jedes Jahr tagt.
KEK - Die Konferenz Europäischer Kirchen
Der "Konferenz Europäischer Kirchen" (CEC/KEK) gehören 126 orthodoxe, anglikanische, altkatholische, lutherische, reformierte, unierte und methodistische Kirchen Europas an. Sie ist auf Europaebene das Gegenstück zur CCEE. Präsident der KEK ist derzeit der orthodoxe Metropolit von Frankreich, Emmanuel (Adamakis).

Hauptsitz der 1959 gegründeten KEK ist Genf, weitere Büros unterhält die Organisation in Brüssel und Straßburg. Die in die KEK integrierte Kommission "Kirche und Gesellschaft" vertritt in Brüssel und Straßburg bei den europäischen Institutionen (EU und Europarat) Interessen und Positionen der Kirchen. In Brüssel arbeitet die Kommission mit der katholischen ComECE zusammen.

 

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