Monday 25. July 2016

Kirche & Medien

Die Präsenz der Kirche in den digitalen Medien und den wachsenden sozialen Netzwerken steht im Mittelpunkt des heurigen Welttages der Sozialen Kommunikationsmittel. Die Kirche begeht diesen Tag am Sonntag nach Christi Himmelfahrt.

 

In einer im Vorfeld publizierten Botschaft hatte Papst Benedikt XVI. dazu ermuntert, die neuen Medien ofen zu nutzen - dabei aber stets auch die möglichen Gefahrenquellen im Blick zu behalten. Auch wenn der virtuelle Kontakt die persönliche Begegnung niemals ersetzen werde, gelte es doch, die Chancen des digitalen Zeitalters zu nutzen und sich zuversichtlich mit verantwortungsbewusster Kreativität im Netz zusammenzufinden.

 

In Österreich präsentiert sich die kirchliche Medienlandschaft bunt und vielfältig - so reicht die kirchliche Medienpräsenz von "klassischen" Printprodukten wie etwa den Kirchenzeitungen (www.meinekirchenzeitung.at)und Pfarrblättern über ein breites Angebot an diözesanen und überdiözesanen Webplattformen bis hin zu engagierten Laien(organisationen), die sich in sozialen Netzwerken wie Facebook vernetzen. Gerade das enorme Wachstum des sogenannten "Web 2.0", jener Internet-Angebote und Websites, die eine aktive Teilhabe der User ermöglichen, stellt ein zentrales Bewährungsfeld der kirchlichen Webaktivitäten in der Zukunft dar.

 

Auch in Radio & TV ist die Kirche eine wichtige Stimme. So zählen allein die katholischen Radiogottesdienstübertragungen Woche für Woche rund 660.000 Hörer; Das ORF-Fernsehen sendet pro Woche 3,5 Stunden religiöse Sendungen aus, im Radio beläuft sich der Umfang auf 5 Stunden.

 

Fast alle rund 3.000 Pfarren in Österreich sind "online", viele verfügen bereits über eigene Profile in sozialen Netzwerken, die Diözesen bauen laufend ihre Webpräsenz aus. Kurz: Die Kirche in Österreich ist im Internet sehr gut aufgestellt.

 

Facebook & Co. werden zunehmend als Chance und als neues Feld des Laienapostolats, des Zeugnisses und der Neuevangelisierung begriffen.

 

Dennoch: der Wandel in der Medienlandschaft, der durch das "Social Web", die neuen sozialen Netzwerke vorangetrieben wird, macht auch vor der Kirche nicht halt. Daher stellt das "Web 2.0" eine jener großen Kommunikations-Baustellen dar, an denen nicht zuletzt auch ein auf Kommunikation und Dialog angewiesenes "Unternehmen" wie die Kirche seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen muss.

 

Dabei scheint man allerdings auf gutem Wege zu sein: Überwog bis vor kurzem noch die Skepsis etwa von Seiten der diözesanen Kommunikationsverantwortlichen, so ist die Skepsis einem regen Engagement bei der direkten, webbasierten Kommunikation gewichen. Facebook & Co. werden zunehmend als Chance und als "neues Feld des Laienapostolats, des Zeugnisses und der Neuevangelisierung" begriffen, unterstreicht etwa der Medienreferent der österreichischen Bischofskonferenz, Paul Wuthe.

 

Ein schillerndes Beispiel für diese neue Form der Kommunikation ist etwa die Diözese Linz, wo mit Andrea Mayer-Edoloeyi der erste kirchliche Posten einer "Social Media Managerin" besetzt wurde. Neben der diözesanen Website gibt es eine Vielzahl von Blogs, Facebook-Profilen und Twitter-Kanälen, die gerade nicht von der Diözese sozusagen "von oben" gefüttert werden, sondern in denen Mitarbeiter und engagierte Laien persönlich ihr Christsein im Web bezeugen.

 

Kirche ist im Social Web immer auch Lernende. Sie muss dabei erst langsam begreifen, dass das alte Sender-Empfänger-Modell nicht mehr gilt.

 

Lohnend sei auch die Entwicklung neuer Strategien im "Social Web", wie Mayer-Edoloeyi etwa auf der Plattform www.kirche20.at schreibt, auf der Blogs und Informationen über Kirche und Web 2.0 zusammengeführt werden. Kirche sei immer auch Lernende in den neuen sozialen Netzwerken und müsse erst langsam begreifen, dass das "alte Sender-Empfänger-Modell nicht mehr gilt".

 

Die Plattform www.kirche20.at gibt daher Tipps für kirchliche Web-Strategien. Dazu gehöre neben einem "am Geschmack postmoderner Milieus" orientierten Design eine technische Optimierung für Smartphones und Tablet-PCs, aber auch Tipps zur Lizenzierung von Inhalten unter "Creative-Commons-Lizenz", d.h. zur rechtlich einwandfreien Weiterverwertbarkeit von Inhalten und Bildern.

 

Christliche Blogger können sich auf der überarbeiteten Plattform www.thematisch.at vernetzen. Gegenwärtig wird das Angebot bereits von 21 Bloggern genutzt und auf der Plattform somit "die Vielfalt dessen, was 'katholisch' ist" abgebildet, so die auch für dieses Projekt gemeinsam mit der Katholischen Aktion Oberösterreich verantwortliche Andrea Mayer-Edoloeyi.

 

Auf Information pur setzt indes die Katholische Presseagentur KATHPRESS. So versucht man dort etwa mit einem eigenen Twitter-Kanal (www.twitter.com/kathpress_wien), einer kostenlosen iPhone-App und einer Mobil-Variante (www.kathpress.at/mobil) die Meldungen und Inhalte auf zeigemäßen Wegen an den "User" zu bringen. 

 

War man als "katholischer Blogger" vor wenigen Jahren noch ein Exot, so erfreut sich die Szene mittlerweile einer immer größeren Beliebtheit.

 

Im Wachsen begriffen ist auch die katholische Blogger-Szene in Österreich. War man als "katholischer Blogger" vor wenigen Jahren noch ein Exot, so erfreut sich die Szene mittlerweile einer immer größeren Beliebtheit. Schon wurde das Kunstwort der "Blogozese" geschaffen, um auf dem gleichnamigen Portal www.blogozese.at einige dieser Online-Tagebücher engagierter Christen zusammenzuführen. Auch www.kirche20.at und www.thematisch.atsind Sammel- und Einstiegsportale in die neue Welt christlicher Online-Kommunikation in Österreich. Insgesamt haben sich auf den Portalen bereits über 40 katholische Blogger vernetzt.

 

Ganz neu dabei: Das Katholisch.at-Blogportal. Es versammelt Blogs engagierter Katholikinnen und Katholiken, die sich zu einer umfassenden Themenpalette - von ethischen bis pastoralen Themen - persönlich wie beruflich äußern. Sie wollen sich dabei nicht als offizielle "Sprachrohre" kirchlicher Institutionen verstehen, sondern eine begründete Meinungsvielfalt innerhalb der Kirche abbilden.

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