
Laienrat will kirchliches "Zukunftsforum"
Der Katholische Laienrat Österreichs (KLRÖ) hofft auf ein "Zukunftsforum der katholischen Kirche in Österreich". Das hat Laienrats-Präsident Theodor Quendler in einer Aussendung am Montag unterstrichen. Anlässlich der Eröffnung der Vollversammlung der heimischen Bischofskonferenz in Mariazell betont Quendler: "Wir gehen mit unseren Bischöfen auf dem Weg in eine Kirche der Zukunft."
Als Plattform aller kirchlichen Laienorganisationen in Österreich unterstützt der KLRÖ damit eine Initiative der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). Nach einem Gespräch der KAÖ-Leitung mit einem Großteil der Bischofskonferenz in Salzburg wurde bereits am 9. Jänner in einer gemeinsamen Erklärung für 2014 ein "Zukunftsforum der Kirche in Österreich" in Aussicht genommen. Mit Blick auf das Konzilsjubiläum und das Evangelium solle damit "die heilende und befreiende Kraft des Christentums für die Gegenwart aufgezeigt und wiederbelebt werden". Man wolle "im Konsens ein Signal für einen Aufbruch in der Kirche setzen". Zentrale Themen des Zukunftsforums sollen laut damaliger Erklärung der Einsatz für die "Würde des Menschen", der Umgang mit Ehe, Familie und Beziehung sowie die Partizipation der Laienchristen in der Kirche sein.
» Kirche plant Zukunftsforum für 2014 (Meldung vom 10. Jänner 2013)
Diesen Ansatz bestärkt nun der KLRÖ und betont, dass das vom Zweiten Vatikanischen Konzil entworfene Bild der Kirche als Gemeinschaft von Bischöfen, Priestern und Laien, die gemeinsam unterwegs sind, heute aktueller sei denn je. Dem Katholischen Laienrat sei deshalb die Durchführung eines "Zukunftsforums" ein großes Anliegen, so Quendler. Aus diesem Grund habe es auch eine ausführliche positive Stellungnahme des Präsidiums des Laienrats an die Bischöfe gegeben. Darin seien prinzipielle Schwerpunkte wie das "gemeinsame Priestertum aller Gläubigen", das Ernstnehmen der Veränderungen im Familienbereich, die Präsenz der Katholiken und ihr Dienst an der Gesellschaft sowie die "Allianzen" mit unterschiedlichen Gruppierungen der Gesellschaft von heute genannt.
Inhaltliche Schwerpunkte sollten u.a. das Verhältnis von Familie und Arbeitswelt, der Bildungsbereich, der Schutz der Menschenwürde sowie der Religionsfreiheit in allen Bereichen, der Einsatz für einen an Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit orientierten Lebensstil sein. Man werde nicht alle offenen bzw. immer wiederkehrenden Fragen der Sendung der Kirche behandeln können, räumt Quendler ein, grundsätzlich müsse das "Zukunftsforum" aber auch für weitere Themen offen sein.
"Es wäre schön, wenn wir beim Katholikentagskreuz im Wiener Donaupark - das durch gemeinsame Anstrengungen gerettet werden konnte - im September, 30 Jahre nach den unvergesslichen Tagen des Jahres 1983, mit unseren Bischöfen das 'Zukunftsforum der katholischen Kirche in Österreich' starten könnten", stellte der Präsident des Katholischen Laienrats fest.
Kardinal Franz König habe im Vorwort der Dokumentation von Katholikentag und Papstbesuch 1983 davon gesprochen, dass damals im September vor 30 Jahren ein von "frohem Optimismus, ja Heiterkeit und Gelassenheit" geprägtes Bild von Kirche geboten worden sei. "Das erinnert an das Bild von Kirche, das jetzt Papst Franziskus ebenso vermittelt. Wir sollten uns daran orientieren", so Quendler.
Quelle: Kathpress