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Kärnten: Rumänisch-orthodoxe Gemeinde expandiert

 

Pfarrer Ipati im PRO ORIENTE-Magazin über den Bau einer neuen Kirche und eines neuen Pfarrzentrums in Klagenfurt und Pläne für Villach

 

Foto: Rumänisch-Orthodoxe Pfarre Klagenfurt

 


Klagenfurt, 03.10.24 (poi) Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Kärnten ist stetig im Wachsen. In Klagenfurt baut die Gemeinde eine eigene Kirche mit Pfarrzentrum und in Villach ist man gerade dabei, eine Zweigstelle der Pfarre zu etablieren. Das berichtet Pfarrer Visarion Viorel Ipati in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des PRO ORIENTE-Magazins.

In der Flughafenstraße in Klagenfurt wird seit rund drei Jahren gebaut. Mit der Kirche und dem Pfarrzentrum soll die rumänische Gemeinde in Kärnten ein neues geistliches und soziales Zentrum bekommen, wie der Pfarrer erläutert. Der Pfarrsaal ist bereits zu 90 Prozent fertig. Bei der Kirche ist man noch nicht so weit. Trotzdem hofft Pfarrer Ipati, schon im Herbst den ersten Gottesdienst in der (wenn auch noch nicht ganz fertigen) Kirche feiern zu können. Das Projekt steht laut dem Geistlichen auch symbolisch für die Weiterentwicklung bzw. das Wachstum der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Kärnten.

Die Gemeinde wurde 2008 gegründet. Die ersten Monate war man in der serbisch-orthodoxen Kirche, gelegentlich auch in der altkatholischen Kirche, zu Gast. Schließlich wurde die Gemeinde aber schon recht bald in der katholischen Kreuzberglkirche heimisch. Seit Oktober 2008 werden dort die Gottesdienste gefeiert.

Das Gemeindegebiet ist mit dem Bundesland Kärnten ident – ein riesiges Gebiet, und so kommen die Gläubigen zum Gottesdienst auch aus allen Landesteilen nach Klagenfurt, aufgrund der Entfernungen aber nicht jeden Sonntag. Bis zu 400 Menschen zählt laut Pfarrer die Kerngemeinde, dazu kommen auch noch viele andere Gläubige, "die etwa temporär als Pflegerinnen und Pfleger oder Saisonarbeiter in Kärnten sind", so der Pfarrer. Nach den offiziellen Statistiken leben in Kärnten rund 5.000 rumänische Staatsangehörige. Zuletzt habe die Gemeinde zudem viele neue russischsprachige Gemeindemitglieder gewonnen. "Sie kommen aus der Ukraine, aber etwa auch aus Armenien oder Georgien", so Pfarrer Ipati.

Seit Kurzem gibt es auch in Villach rumänisch-orthodoxe Gottesdienste. "Einmal im Monat sind wir in der altkatholischen Kirche zu Gast und feiern die Sonntagsliturgie", berichtet Pfarrer Ipati. Viele Jahre war er als Geistlicher allein für ganz Kärnten zuständig. Jetzt hilft ihm ein zweiter Geistlicher, vor allem in Villach. Das Gottesdienst-Angebot dort soll demnach bald ausgebaut werden.

Ipati wurde 2008 - parallel zur Gründung der Gemeinde - zum Priester geweiht. "Der Priester wird in unserer Kirche für die Gemeinde geweiht", erläutert er. Seither ist Pfarrer Ipati - ehrenamtlich - als Seelsorger für die rumänisch-orthodoxen Gläubigen in Kärnten verantwortlich.

Gemeinsam mit seiner Frau ist er zudem zu einem Gutteil für den orthodoxen Religionsunterricht in Kärnten zuständig: "Ich bin in zehn Schulen als Religionslehrer tätig, meine Frau sogar in 14 Schulen". Daneben gibt es zwei weitere rumänisch-orthodoxe, eine griechisch-orthodoxe und drei serbisch-orthodoxe Lehrkräfte in Kärnten.

Über die Ökumene in Kärnten spricht der Pfarrer im PRO ORIENTE-Magazin nur in höchsten Tönen. Die Zusammenarbeit mit der Katholischen und Evangelischen Kirche funktioniere sehr gut. Er sei auch Mitglied einer ökumenischen Seelsorgekommission. Hinzu komme die Gastfreundschaft der anderen Kirchen, ohne die das orthodoxe Gemeindeleben in den vergangenen 16 Jahren nicht möglich gewesen wäre.

Trotzdem freut sich der Pfarrer schon sehr auf die neue eigene Kirche. Von dieser und dem angeschlossenen Pfarrzentrum erwartet er sich wichtige Impulse für das Gemeindeleben: "Im Pfarrzentrum ist Platz für Agapen, Begegnungen, Konferenzen und Seminare. Ebenfalls ist dieser Raum für verschiedene Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geeignet. Katechese, Kurse für die rumänische Sprache und Geschichte sowie geistliche Seminare sollen den jungen Menschen einen Sinn für ihre Identität vermitteln und Hilfestellung bei der Findung einer Lebensrichtlinie bieten."

Ipati spricht vom Entstehen einer "Oase der christlich-orthodoxen Frömmigkeit". Ein solches Zentrum "wird ermöglichen, dass wir orthodoxe Rumänen unseren Beitrag zum christlichen Glauben in Klagenfurt und darüber hinaus in ganz Kärnten leisten: als 'hundertfache Frucht' und als Beitrag zur Ökumene".

 

 

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