"Wohl der Familien wichtiger als Wirtschaftsinteressen"
"Katholische Aktion Österreich"-Präsidentin forderte anlässlich des "Tag der Familie" eine "andere Prioritätensetzung" in der Politik
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Wien, 15.05.2012 (KAP) Vorrang für das Kindes- und Elternwohl vor dem Wirtschaftwohl: Dafür hat die "Katholische Aktion Österreich" (KAÖ) am internationalen "Tag der Familie" (15. Mai) appelliert. Familien in Österreich bräuchten bessere Rahmenbedingungen, hieß es in einer Aussendung. Präsidentin Luitgard Derschmidt forderte "eine grundsätzlich andere Prioritätensetzung" in der Politik anstelle bloßer "Lippenbekenntnisse über die Wichtigkeit von Familie". Familienbelange müssten Vorrang vor Wirtschaftsbelangen haben; dies gelte auch für Arbeitszeitregelungen, prekäre Dienstverhältnisse und die Diskussion zur Sonn- und Feiertagsarbeit.
"Auch wenn Familie Privatsache ist, mischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft kräftig mit - oft nicht zum Wohl von Kindern und Eltern oder für ein besseres Gelingen von Beziehungen", so Derschmidt. Dabei dürfe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mann und Frau keine "leere Floskel" bleiben. Viel zu sehr werde das Augenmerk ausschließlich auf die Frage nach Kinderbetreuungsplätzen gelegt, "anstatt qualitative Familienarbeit zu ermöglichen". Auch werde es Männern immer noch schwer gemacht, "gute Väter und Ehemänner zu sein", meinte die KAÖ-Präsidentin.
Ein Vorrang für das Kindes- und Elternwohl sei dabei auch im Sinne der Wirtschaft, denn es sei erwiesen, dass zufriedene Menschen auch besser arbeiteten, hieß es in der KAÖ-Aussendung. Nicht zuletzt seien steigende Zahlen gescheiterter Beziehungen und Formen psychischer und physischer Überforderungen auch ein "Ergebnis dieser falschen Prioritätensetzungen", so Derschmidt.
Infos: www.kaoe.at
