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Themen der Woche

 

30 Jahre Bischof

 

Am 29. September 1991 wurde der damals 46-jährige Dominikanerpater Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom zum Bischof geweiht. 1995 wurde er Erzbischof von Wien und 1998 von Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert.

 

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Rosenkranzmonat Oktober

 

Der Oktober gilt traditionell als "Rosenkranzmonat". Doch immer weniger Menschen können heute etwas mit dieser Gebetsform anfangen - dabei führt sie tief in die christliche Spiritualität hinein. Ein Einblick.

 

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Aktuelle Meldungen

 

Don-Bosco-Jugend geht mit Musical auf Österreich-Tournee
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Schönborn in Syrien: Heikler Besuch mit Hoffnungspotenzial

Der Wiener Erzbischof hat am vergangenen Wochenende Syrien besucht - Einige Blitzlichter einer heiklen aber zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung umso notwendigeren Reise



Kardinal Schönborn muss bei seinem Syrien-Besuch zahlreichen staatlichen wie kirchlichen syrischen Medien Interviews geben. Er wolle sich selbst ein Bild von der Situation im Land machen, umreißt der Kardinal seine Motivation für die Visite. Er sei tief betroffen vom Leid der Menschen und werde die Botschaft mit nach Österreich und Europa bringen, dass es endlich entschiedene Maßnahmen brauche, um den Syrien-Konflikt zu beenden und die Not der Menschen zu lindern.

 

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Zu den Wirtschaftssanktionen befragt, will Schönborn nicht direkt antworten. Er komme als Pilger und sei kein Politiker. Er mahne aber, dass bei allen Maßnahmen, die gesetzt werden, die Not der Menschen nicht größer werden dürfe.

 

Syrien und seinen Menschen wünsche er, dass es zu Versöhnung kommt, und alle Menschen als gleichberechtigte Bürger das Gemeinsame vor das Trennende stellen. Er habe im Land neben der großen Not auch eine große allgemeine seelische Verwundung festgestellt. Diese zu heilen, brauche Zeit, "es ist aber möglich", so die Botschaft Schönborns an die syrische Bevölkerung.

 

Ökumenisches Friedensgebet

 

In der syrisch-orthodoxen Patriarchatskathedrale in Damaskus steht Schönborn gemeinsam mit Patriarch Afrem II., dem melkitischen Patriarchen Josef Absi und Nuntius Kardinal Mario Zenari einem ökumenischen Friedensgebet vor. Dabei zeigt sich Schönborn in einer kurzen Ansprache selbstkritisch. Der Westen verschließe die Augen vor der unvorstellbaren Not der Menschen in Syrien. Die Aufgabe der politischen Führer sei es, endlich Frieden zu schaffen. Der Wiener Erzbischof erinnert zudem daran, dass es in den vergangenen Jahren gelungen war, 2.500 syrische Flüchtlinge über Ressetlement-Programme in Österreich aufzunehmen. Doch letztlich müsse es darum gehen, dass niemand dazu gezwungen werde, seine Heimat zu verlassen.

 

Patriarch Aphrem dankt Kardinal Schönborn für seinen Besuch und bittet ihn zugleich, sich für ein Ende der westlichen Sanktionen gegen Syrien einzusetzen. Die Wirtschaftssanktionen würden die einfache Bevölkerung in tiefstes Elend stürzen.

 

Tief betroffen zeigte sich Schönborn von diesem Leid der Bevölkerung bei einer Begegnung mit Flüchtlingen und Menschen in Not. Die Geschichten der Binnenvertriebenen gleichen jenen in den Flüchtlingslagern in Syriens Nachbarstaaten.

 

Eine alte Frau erzählt vom Tod ihres Mannes. Allein und mittellos ist es der Hilfe der Kirche zu verdanken, dass sie halbwegs über die Runden kommt. Seit 20 Tagen komme kein Tropfen Wasser mehr aus der Leitung, und Strom gebe es sowieso nur für ganz kurze Zeit jeden Tag, erzählt sie. Sie bittet den Westen, das Wirtschaftsembargo aufzuheben. Dem schließen sich viele an, die an diesem Nachmittag Kardinal Schönborn über ihre dramatische Situation erzählen.

 

Raubgut für den Kardinal

 

In Homs nimmt Schönborn an einem ökumenischen Friedensgebet in der syrisch-orthodoxen Kathedrale teil. Als Geschenk erhält der Kardinal von Bischof Timotheos Matta Al-Khouryeinen liturgischen Kelch. - Raubgut, das ein Muslim auf dem Schwarzmarkt entdeckt, gekauft, und an die Kirche zurückgegeben hat. Schönborn nimmt das Geschenk - sichtlich bewegt - zum Anlass, auch in Homs zu Toleranz, Dialog und Versöhnung aufzurufen.

 

Im Anschluss besucht der Wiener Erzbischof das Jesuitenkloster von Homs und betet am Grab von P. Frans Van der Lught (1938-2014). Der Jesuit hatte auch in der schlimmsten Zeit des Krieges im Kloster ausgeharrt, da er die Bevölkerung nicht im Stich lassen wollte. Er wurde 2014 von Islamisten im Kloster ermordet. Sein Grab im Klosterhof ist längst zur Pilgerstätte für Christen wie Muslime geworden. Die Jesuiten - eine bunte internationale junge Truppe - haben inzwischen wieder zahlreiche Aktivitäten aufgenommen, u.a. sind sie in der Jugendarbeit aktiv.

 

Schließlich führt der Lokalaugenschein des Kardinals auch in jenen Teil von Homs, der immer noch komplett in Trümmern liegt. Gemeinsam mit Bischof Mar Anthimos Jack und der kleinen österreichischen Delegation geht Schönborn durch eine Ruinenlandschaft, die von der unvorstellbaren Grausamkeit des Krieges zeugt. Unvorstellbar scheint auch, dass dieser zerstörte Teil der Stadt jemals wieder aufgebaut werden kann.

 

Hilfe in Damaskus und Maarat Sadnaya

 

Auf dem Besuchsprogramm des Kardinals in Damaskus steht u.a auch eine von der syrisch-orthodoxen Kirche betriebene Dialyse-Station. Die Patienten müssen drei Mal pro Woche zur Blutwäsche. Das verursacht wöchentliche Kosten von 150 Dollar; bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von knapp 25 Dollar unerschwinglich. Für die Patienten ist die Behandlung kostenlos, die Kirche trägt die Kosten. Ohne dieser Hilfe wären die Menschen dem sicheren Tod geweiht.

 

Die syrisch-orthodoxe Kirche hat in Damaskus auch kleine Beschäftigungsprogramme laufen. Schönborn besichtigt etwa eine kleine Textilfabrik, in der u.a. Bettdecken und Polster hergestellt werden. In Maarat Sadnaya bei Damaskus wurde von der Kirche eine Fabrik zur Herstellung von Medikamenten errichtet, sie ist fast fertig. Zudem wurde eine Universität gegründet. Das Angebot für die derzeit rund 400 Studentinnen und Studenten ist breit gestreut. Das Beste, was sie für sich und ihr Land machen könnten, sei ein engagiertes Studium, ermutigt der Kardinal die christlichen wie muslimischen Studierenden.

 

Schwer gelitten hat im Krieg die Kleinstadt Malula. In der christlichen Stadt wird noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen. Kardinal Schönborn besucht das melkitische Sergios- und Bachuskloster sowie das griechisch-orthodoxe Mar Thekla-Kloster. 2013 eroberten Islamisten Malula und entführten die Nonnen des Klosters. Sie kamen später wieder frei und die syrische Armee eroberte Malula zurück. Über diese Zeit sprechen die Ordensfrauen nicht gerne, sie wollen lieber nach vorne blicken. Dem Großteil der syrischen Bevölkerung fällt dies angesichts der aktuellen Not schwer. Umso wichtiger sei die Solidarität des Westens, bekräftigt der Wiener Erzbischof.

 

 

Quelle: kathpress


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Katholische Arbeitnehmer: "Pflege- und Sorgearbeit aufwerten"

KAB-Vorsitzende Wall-Strasser anlässlich des Welttages für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober: Hoher Arbeitsdruck, mangelnde Wertschätzung und zu geringe Bezahlung belasten Arbeitnehmer im CARE-Bereich



Die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich (KABÖ) appelliert an die Politik, Berufe im Bereich von Pflege und Sorgearbeit (CARE) aufzuwerten: "Pflege- und Sorgearbeit muss aufgewertet werden, und das muss sich sowohl in angemessener Bezahlung, als auch in beziehungs- und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen niederschlagen", fordert die KABÖ-Vorsitzende, Anna Wall-Strasser, in einer Aussendung am Dienstag. Anlass ist der Welttag für menschenwürdige Arbeit, der am 7. Oktober gefeiert wird.

 

Um den politischen Druck zu erhöhen, hat sich die KABÖ zuletzt der österreichweiten Initiative "Mehr für Care!" angeschlossen, die u.a. für eine bessere finanzielle Ausstattung im CARE-Bereich eintritt. Schließlich seien gerade in diesem Bereich die Arbeitnehmer in den letzten eineinhalb Jahren der Pandemie an ihre Grenzen gekommen. "Arbeitsverdichtung, hohe Verantwortung bei wenig Mitsprache, niedrige Löhne und belastende Personalschlüssel" bringe viele Menschen im Pflege- und Sozialbereich - die meisten davon Frauen - "an den Rand ihrer Kräfte", so die KAB. Eine Mitarbeiterin in einem Altenheim wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: "Es braucht rasche Veränderung, Wertschätzung durch kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne. So halten wir das nicht mehr lange durch!"

 

Aus Anlass des Welttages für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober wolle man daher die vier Säulen menschenwürdiger Arbeit in Erinnerung rufen, so Wall-Strasser: "Existenzsicherung, Respekt und Wertschätzung, sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen dieser Erde". Aus diesem Grund werde die KAB in Form verschiedener Aktionen in den Diözesen und in den Betrieben Aktionen veranstalten und etwa gezielt Menschen an ihren Arbeitsplätzen besuchen.

 

Die KAB Oberösterreich besucht gezielt Menschen an ihrem Arbeitsplatz in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Kindergärten und Betreuungseinrichtungen für Schulkinder. Mittels Spruchkarte und Sackerlklammer als kleinem Geschenk soll verdeutlicht werden, dass es Zusammenhalt braucht im Einsatz für gute Arbeitsbedingungen. Die KAB Steiermark wiederum lädt bereits am Mittwoch, 6. Oktober (10 Uhr), in Graz zu einem Pressegespräch mit der Sprecherin der "IG 24", der Interessengemeinschaft der 24h-Betreuerinnen und -Betreuer.

 

 

Quelle: kathpress


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Nuntius: Klimaschutz hat auch soziale Dimension

Apostolischer Nuntius in Österreich im "Der Sonntag"-Interview über Fragen der Schöpfungsverantwortung, die Umweltenzyklika "Laudato si" und über den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren
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Synodaler Prozess: Grazer Bischof wünscht sich breite Beteiligung

Diözesaner Auftakt am 17. Oktober mit Wort-Gottes-Feier auf Grazer Murinsel - Krautwaschl: Alle Steirerinnen und Steirer sind aufgerufen, sich zu beteiligen, Meinung, Rückmeldung und Kritik zu äußern
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Theologin und Autorin Doris Reisinger erhält "Trompete von Jericho"

Auszeichnung der "Katholischen Reformbewegungen" für deutsche Theologin und frühere Ordensfrau
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Fürnsinn: Stift Klosterneuburg übernimmt für Missbrauch Verantwortung

Administrator von Klosterneuburg im "Presse"-Interview über Aufarbeitungs- und Präventionsbemühungen sowie Aufgabe der Konsolidierung der Klostergemeinschaft
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Ferdinand Kaineder neuer Präsident der Katholischen Aktion Österreich

KAÖ-Konferenz wählte Katharina Renner und Brigitte Knell zu neuen Vizepräsidentinnen - Paul Zulehner als Geistlicher Assistent wiedergewählt
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